Marketing-Mythen: 7 verbreitete Glaubenssätze im Marketing

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Marketing-Mythen: Unternehmer überprüft Marketing-Maßnahmen, schaut auf sein Smartphone und hält sich eine Hand an den Kopf.

Marketing-Tipps gibt es viele. Manche Aussagen halten sich so hartnäckig, dass sie wie feste Regeln wirken. Doch nicht jede davon stimmt.

Gerade kleine Unternehmen haben begrenzte Zeit und Ressourcen für Marketing. Deshalb lohnt es sich, verbreitete Marketing-Mythen genauer zu hinterfragen. Denn nicht jede Maßnahme passt zu jedem Unternehmen.

Wir zeigen dir sieben typische Marketing-Mythen und erklären, was dahintersteckt.

Was sind Marketing-Mythen?


Marketing-Mythen sind weit verbreitete Aussagen über Marketing, die oft als allgemeingültige Regeln verstanden werden. Manche beruhen auf früheren Erfahrungen, andere werden einfach weitergegeben.

Das Problem: Eine Aussage, die für ein Unternehmen funktioniert, muss nicht automatisch für jedes andere gelten. Zielgruppe, Angebot, Branche und Marketingkanäle können einen großen Unterschied machen.

Deshalb lohnt es sich, solche Aussagen kritisch zu hinterfragen und zu prüfen, was für das eigene Unternehmen tatsächlich sinnvoll ist.

7 Marketing-Mythen: Was du für dein Marketing wissen solltest


Rund um Marketing kursieren viele Aussagen, die nicht immer stimmen. Diese sieben typischen Mythen solltest du deshalb genauer hinterfragen.


1. „Mehr Werbung bringt automatisch mehr Kunden“


Werbung kann dabei helfen, neue Kunden zu erreichen. Mehr Werbung führt aber nicht automatisch zu mehr Anfragen oder Verkäufen.

Entscheidend ist, ob deine Werbung die richtige Zielgruppe erreicht und zu deinem Angebot passt.

Achte bei deiner Werbung deshalb auf:

  • Zielgruppe: Wen möchtest du mit deiner Werbung erreichen?

  • Botschaft: Passt der Inhalt der Werbung zu den Bedürfnissen deiner Zielgruppe?

  • Kanal: Erreichst du deine potenziellen Kunden dort, wo sie nach deinem Angebot suchen oder sich informieren?

  • Werbeziel: Möchtest du beispielsweise Aufmerksamkeit erzeugen, Websitebesucher erreichen oder Anfragen erhalten?

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2. „Social Media ist nur etwas für junge Leute“


Social Media wird häufig vor allem mit jungen Zielgruppen verbunden. Doch Menschen unterschiedlichen Alters nutzen soziale Netzwerke. Welche Plattform sinnvoll ist, hängt deshalb stärker von deiner Zielgruppe und deinem Angebot ab.

Überlege vor der Auswahl deiner Plattform:

  • Zielgruppe: Welche sozialen Netzwerke nutzt deine Zielgruppe?

  • Inhalte: Welche Informationen oder Themen könnten für deine potenziellen Kunden interessant sein?

  • Aufwand: Welche Plattform kannst du regelmäßig mit passenden Inhalten pflegen?

  • Ziel: Möchtest du beispielsweise neue Kunden erreichen, informieren oder den Kontakt zu bestehenden Kunden halten?

Entscheidend ist, dass du die Netzwerke auswählst, die zu deiner Zielgruppe und deinen Möglichkeiten passen.

3. „E-Mail-Marketing ist veraltet“


E-Mail-Marketing
bietet Unternehmen weiterhin eine direkte Möglichkeit, mit Interessenten und bestehenden Kunden zu kommunizieren.

Ein Newsletter eignet sich beispielsweise, um regelmäßig über Neuigkeiten, Angebote oder passende Inhalte zu informieren. Auch automatisierte E-Mails können bestimmte Abläufe unterstützen.

E-Mail-Marketing kannst du zum Beispiel nutzen für:

  • Newsletter: Informiere regelmäßig über Neuigkeiten, Angebote oder aktuelle Beiträge.

  • Willkommensmails: Begrüße neue Abonnenten nach ihrer Anmeldung.

  • Erinnerungen: Sende beispielsweise eine Erinnerung nach einer Anfrage oder einem Kontakt.

  • Informationen: Teile passende Inhalte, die für deine Empfänger einen konkreten Nutzen haben.

Wichtig ist, dass die Inhalte für die Empfänger relevant sind und einen konkreten Nutzen bieten.

Lesetipp: Die wichtigsten Dos & Don’ts für dein E-Mail-Marketing

4. „Marketing muss viel Geld kosten“


Marketing kann mit Kosten verbunden sein. Ein großes Budget ist aber nicht automatisch Voraussetzung für sinnvolle Marketingmaßnahmen.

Auch mit überschaubarem Aufwand kannst du erste Maßnahmen umsetzen. Dazu gehören beispielsweise eine aktuelle Website, ein gepflegtes Google-Unternehmensprofil oder regelmäßige Beiträge in passenden sozialen Netzwerken.

Mit wenig Aufwand kannst du zum Beispiel:

  • Informationen aktuell halten: Prüfe regelmäßig deine Website und Unternehmensprofile.

  • Bewertungen nutzen: Bitte zufriedene Kunden um eine Bewertung und reagiere auf vorhandenes Feedback.

  • Empfehlungen fördern: Mache bestehende Kunden auf dein Angebot aufmerksam und nutze persönliche Weiterempfehlungen.

  • Bestehende Inhalte nutzen: Aktualisiere passende Inhalte und teile sie erneut über deine vorhandenen Kanäle.


Weitere Tipps findest du hier: 10 Marketingideen für KMU: Mit kleinem Budget Kunden gewinnen

5. „Eine gute Website reicht aus“


Eine professionelle Website ist eine wichtige Grundlage für deine Online-Präsenz. Sie allein sorgt aber nicht automatisch dafür, dass potenzielle Kunden auf dein Unternehmen aufmerksam werden.

Interessenten müssen deine Website zunächst finden. Dabei können beispielsweise Suchmaschinen, Social Media oder dein Google-Unternehmensprofil eine wichtige Rolle spielen.

Achte auf deiner Website deshalb auf:

  • Auffindbarkeit: Nutze passende Suchbegriffe und verknüpfe deine Website mit passenden Online-Kanälen.

  • Übersichtlichkeit: Zeige schnell, welche Leistungen du anbietest und wie man dich kontaktieren kann.

  • Aktualität: Prüfe regelmäßig Leistungen, Kontaktdaten und Öffnungszeiten.

  • Handlungsaufforderungen: Führe Besucher mit einem passenden Call-to-Action (Handlungsaufforderung) beispielsweise zu einer Anfrage oder Terminvereinbarung.

Prüfe deshalb regelmäßig, ob deine Inhalte aktuell sind und Besucher schnell finden, was sie suchen.

6. „SEO bringt nur großen Unternehmen etwas“


Suchmaschinenoptimierung wird häufig mit großen Websites und umfangreichen Strategien verbunden. Doch auch kleine Unternehmen können davon profitieren, wenn ihre Leistungen über Suchmaschinen gefunden werden.

Dafür sollten deine Inhalte zu den Suchanfragen deiner Zielgruppe passen. Schon grundlegende Maßnahmen können dabei helfen.

Das kannst du zum Beispiel prüfen:

  • Suchbegriffe: Welche Begriffe verwenden potenzielle Kunden, wenn sie nach deinen Leistungen suchen?

  • Überschriften: Aussagekräftige Überschriften helfen dabei, Inhalte verständlich zu strukturieren.

  • Website-Texte: Erklären deine Texte klar, welche Leistungen du anbietest?

  • Standort: Bei einem lokalen Angebot sollten wichtige Informationen zu deinem Standort auf der Website zu finden sein.


Lesetipp: 8 häufige SEO-Fehler, die Unternehmen vermeiden sollten

7. „Offline-Marketing ist nicht mehr relevant“


Wer über Marketing spricht, denkt heute schnell an Social Media, Suchmaschinen oder digitale Werbung. Doch auch offline kannst du Aufmerksamkeit für dein Unternehmen schaffen und potenzielle Kunden erreichen.

Welche Maßnahmen sinnvoll sind, hängt unter anderem davon ab, wo deine Zielgruppe erreichbar ist.

Offline-Marketing kann beispielsweise sinnvoll sein für:

  • Persönliche Kontakte: Veranstaltungen oder Netzwerktreffen können direkte Gespräche ermöglichen.

  • Lokale Zielgruppen: Printmaterialien oder lokale Kooperationen können Menschen in deiner Umgebung erreichen.

  • Empfehlungen: Bestehende Kunden können dein Unternehmen persönlich weiterempfehlen.

  • Direkten Kontakt: Persönliche Gespräche können Vertrauen schaffen und den Kontakt zu potenziellen Kunden stärken.

Ob Online- oder Print-Marketing besser zu deinem Unternehmen passt, hängt unter anderem von deiner Zielgruppe ab. Überlege, wo du deine potenziellen Kunden am besten erreichst und welche Marketingziele du verfolgst.

Auch interessant: Online- & Offline-Marketing verbinden: Tipps & Strategien


Fazit: Marketing passend zu deinem Unternehmen gestalten


Marketing funktioniert nicht nach einer einzigen Anleitung. Was für ein Unternehmen sinnvoll ist, muss nicht automatisch zu einem anderen passen.

Deshalb solltest du Marketing-Mythen nicht als feste Regeln betrachten. Prüfe stattdessen, ob es zu deiner Zielgruppe, deinem Angebot und deinen Möglichkeiten passt.

Du musst dabei nicht jeden Kanal nutzen oder jede neue Marketingmaßnahme ausprobieren. Wähle die Maßnahmen aus, die zu deinem Unternehmen passen und beobachte, wie sie sich entwickeln.

So kannst du dein Marketing Schritt für Schritt aufbauen und herausfinden, welche Maßnahmen dein Unternehmen sinnvoll unterstützen.

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