Landingpage erstellen: Der Guide für KMU

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Programmierer analysiert Code auf großem Monitor und arbeitet parallel am Laptop.

Worauf kommt es bei einer guten Landingpage an?


Im Website-Marketing entscheidet oft eine einzige Seite über Erfolg oder Misserfolg: die Landingpage. Während deine Website viele Informationen bietet, konzentriert sich eine Landingpage auf genau ein Ziel: die Lead-Gewinnung. Wie diese aussehen kann und worin sich eine Landingpage von einer Website unterscheidet, erfährst du in diesem Ratgeber. Tipps, wie du die Besuchenden deiner Landingpage in künftige Kunden verwandelst, gibt es obendrauf. 

Was ist eine Landingpage? Definition und Bedeutung


Bei einer Landingpage (auf Deutsch Landeseite) handelt es sich um eine eigenständige, speziell gestaltete Webseite, auf der Besuchende landen, nachdem sie z. B. eine Werbeanzeige oder einen E-Mail-Link angeklickt haben. Ihr klar definiertes Ziel: eine Conversion erzielen. Das kann z. B. eine Newsletter-Anmeldung, ein PDF-Download oder der Kauf eines neuen Produktes sein. 

Im Gegensatz zu einer Website mit vielen Navigationsmöglichkeiten blendet die Landingpage Ablenkungen aus und motiviert die Besuchenden zu einer bestimmten Handlung, dem sogenannten Call-to-Action (CTA). Sie fungiert demnach als Brücke zwischen Werbemaßnahme und gewünschtem Ergebnis. Für KMU ist eine Landingpage somit ein wertvolles Werkzeug, um mit überschaubarem Budget gezielt Leads zu generieren und die Conversions messbar zu steigern.

Was sind die Zielsetzungen und Einsatzzwecke von Landingpages?


Landingpages spielen eine zentrale Rolle im Marketing-Funnel. Während eine Website alle Funnel-Phasen abdeckt, ist jede Landingpage auf eine spezifische Phase optimiert: Im oberen Funnel (Awareness) sammelst du erste Kontaktdaten, in der mittleren Phase (Consideration) baust du Vertrauen auf und im unteren Funnel (Decision) setzt du auf verkaufsorientierte Landingpages. In diesem Prozess lassen sich die Zielsetzungen von Landingpages noch weiter spezifizieren:

Informationsverteilung: Bereitstellung spezifischer Kampagnen-Inhalte, beispielsweise für saisonale Inhalte (Black Friday, Weihnachts-Rabattaktion), für eine Event-Ankündigung (Save the Date) oder um Aufmerksamkeit auf ein bestimmtes Thema zu lenken (z. B. eine Nachhaltigkeitsinitiative)

Leadgenerierung: Sammeln von Kontaktdaten durch kostenlose E-Books, Whitepaper oder Newsletter-Anmeldungen

Event-Anmeldungen: Registrierung für Webinare oder Workshops

App-Downloads: Förderung von Software-Installationen

Produktverkauf: Direkte „Product Landingpage“ mit Kaufabschluss
Funnel-Phase Landing-page-Ziel Barriere Commit-ment Typische Conversion-Rate
Awareness Informationsverteilung Keine Sehr niedrig Hoch (50–80 %)*
Consider-ation Leadgen-erierung E-Mail-Adresse Mittel Mittel (10–30 %)
Consider-ation Event-Anmeldung Registrier-ung + Zeit Mittel-Hochittel Mittel (5–20 %)
Consider-ation App-Download Download + Installation Mittel-Hoch Mittel (10–25 %)
Decision Produktverkauf Geld Sehr hoch Niedrig (1–5 %)
*Bei der Informationsverteilung bezieht sich die Conversion-Rate nicht auf Käufe oder Leads, sondern darauf, dass Besuchende die Seite gelesen, ein Video angesehen oder einfach Zeit auf der Seite verbracht haben.

Aufbau und Elemente einer erfolgreichen Landingpage


Der Aufbau einer Landingpage folgt bewährten Prinzipien: Eine prägnante Headline kommuniziert das Hauptversprechen, eine unterstützende Unterüberschrift (Subheadline) konkretisiert den Nutzen, visuelle Elemente wie Bilder oder Videos wecken Emotionen. Der Hero-Bereich (der erste sichtbare Bereich ohne Scrollen) entscheidet in Sekunden darüber, ob Nutzende auf der Seite verweilen oder direkt wieder abspringen. 

Die 7 unverzichtbaren Elemente einer Landingpage


Überzeugende Headline: kommuniziert den Hauptnutzen in wenigen Worten

Klarer Call-to-Action: eindeutige Handlungsaufforderung mit auffälligem Button

Nutzerorientierter Text: beschreibt konkrete Vorteile, nicht nur Produktmerkmale

Vertrauenselemente: Kundenbewertungen, Testimonials, Siegel, Zertifikate

Visuelle Hierarchie: strukturierte Anordnung, die den Blick zum CTA lenkt

Kurzes Formular: Jedes zusätzliche Feld reduziert die Conversion-Rate.

Geräteoptimiertes Design: optimale Darstellung auf allen Endgeräten

Optionale Elemente wie FAQ-Bereiche, Countdown-Timer für zeitlich begrenzte Angebote oder Social-Proof-Elemente (z. B. „Bereits 5.000 zufriedene Kunden“) können die Conversion-Rate zusätzlich steigern.

Was gibt es für kanalspezifische Anforderungen an Landingpages?


Die Anforderungen an eine Landingpage unterscheiden sich erheblich, je nachdem über welchen Kanal die Besuchenden auf deine Seite gelangen. Eine für Google Ads optimierte Landingpage benötigt andere Elemente als eine Seite für Social-Media-Traffic. Hier erfährst du die wichtigsten Unterschiede.

E-Mail-Marketing und Customer Relationship Management (CRM)


Besuchende aus E-Mail-Kampagnen kennen dein Unternehmen bereits und haben eine Beziehung zu deiner Marke, beispielsweise weil sie deinen Newsletter abonniert haben. Landingpages für E-Mail-Marketing sollten daher:

die Botschaft der E-Mail nahtlos fortführen (Message Match),

personalisierte Ansprache nutzen, wenn möglich mit Namen,

auf lange Erklärungen verzichten, da der Kontext bereits bekannt ist,

spezielle Angebote für Bestandskunden hervorheben und

kurze Ladezeiten garantieren, da E-Mail-Empfänger oft mobil unterwegs sind.

Social-Media-Landingpages


Social-Media-Nutzende haben andere Absichten als Suchende bei Google. Sie scrollen durch ihre Feeds und deine Anzeige unterbricht sie dabei. Die Landingpage muss daher:

visuell ansprechend und für Mobilgeräte optimiert sein (über 80 % der Social-Media-Nutzung findet auf Smartphones statt),

schnell auf den Punkt kommen, denn die Aufmerksamkeitsspanne ist kürzer,

die Bildsprache und Tonalität der Social-Media-Anzeige aufgreifen,

Social Proof prominent platzieren (Bewertungen, Nutzerzahlen) und

einfache, niedrigschwellige CTAs anbieten (z. B. „Mehr erfahren“ statt direkt „Kaufen“).
Programmierer analysiert Code auf großem Monitor und arbeitet parallel am Laptop in moderner Büro- oder Entwicklerumgebung.

SEO-optimierte Landingpages


Landingpages für organischen Traffic müssen sowohl für Suchmaschinen als auch für Nutzende optimiert sein. Wichtige Faktoren im SEO-Marketing:

relevante Keywords in Überschriften, Meta-Beschreibungen und Content integrieren

hochwertige, ausführliche Inhalte bereitstellen (Google bevorzugt umfassende Seiten)

schnelle Ladezeiten und technische Optimierung (Core Web Vitals)

interne Verlinkung zu relevanten Unterseiten

längere Verweildauer durch wertvollen Content fördern

strukturierte Daten (Schema Markup) für bessere Darstellung in Suchergebnissen

SEA und bezahlte Werbung


Bei Google Ads und anderen bezahlten Kampagnen zahlst du für jeden Klick. Die Landingpage muss daher auf maximale Conversion ausgelegt sein:

exakte Übereinstimmung zwischen Anzeigentext und Landingpage-Headline (Quality Score)

klarer, sofort sichtbarer CTA ohne Scrollen

minimale Ablenkung, also keine Navigation zu anderen Seiten

A/B-Testing-fähiges Setup für kontinuierliche Website-Optimierung

vollständig implementiertes Conversion-Tracking 

schnelle Ladezeit (jede Sekunde Verzögerung kostet Conversions)

Branding-Kampagnen


Landingpages für Branding-Zwecke verfolgen andere Ziele als Performance-Kampagnen. Sie sollen die Markenbekanntheit steigern und eine emotionale Bindung zwischen potenziellen Kunden und deiner Marke aufbauen:

starke visuelle Markenidentität mit konsistentem Corporate Design

Storytelling-Elemente, die deine Markenwerte vermitteln

hochwertige Bilder und Videos für emotionale Ansprache

weniger aggressive CTAs, mehr Raum für Markenerlebnis

Integration von Social-Media-Kanälen zur Community-Bildung

KI-Suche und neue Technologien


Mit dem Aufkommen von KI-Chatbots wie ChatGPT, Claude oder Gemini sowie KI-gestützten Suchmaschinen wie Perplexity oder Googles AI-Mode ändern sich die Anforderungen:

strukturierte, klar gegliederte Inhalte, die KI leicht extrahieren kann

FAQ-Bereiche mit direkten Antworten auf häufige Fragen

semantisch optimierte Texte statt reiner Keyword-Fokussierung

Autorität und Expertise durch fundierte, quellenbasierte Inhalte demonstrieren

dialogorientierter Content, der natürliche Sprachmuster abbildet

Was sind Beispiele für gute Landingpages?


Eine gute Landingpage überzeugt durch klares, einfaches Design und einen direkten Fokus auf ein Ziel. Hier siehst du zwei Beispiele, wie eine solche Landingpage aussehen kann.

Im Beispiel des Projektmanagement-Tools „Trello“ gibt es eine knackige H1, einen kurzen Text und dann ein Video, das das Tool genauer erklärt: Alles ist auf den ersten Blick beim Öffnen der Seite sofort sichtbar

Auch die Sellwerk-Landingpage zum Thema Website-Erstellung mit KI überzeugt durch ein klares, übersichtliches Design, eine prägnante H1 und einen eindeutigen CTA.
Kostenlose Mini-Website von Sellwerk.
Wenn du über Inspiration hinaus eine konkrete, wissenschaftlich fundierte Guideline für conversion-optimierte Landingpages suchst, solltest du einen Blick in das Google Lead Gen UX Playbook [ML3.1]werfen. Hier findest du konkrete Empfehlungen zu Formulargestaltung, mobiler Optimierung und Vertrauenselementen (Trust Signals).

Wie gelingt die Personalisierung für Bestands- und Neukunden?


Bei eingeloggten Bestandskunden kennst du Kaufhistorie, Präferenzen und Verhaltensmuster. Dies ermöglicht es dir, hochpersonalisierte Landingpages mit individuellen Produktempfehlungen, maßgeschneiderten Angeboten und einer persönlichen Ansprache zu erstellen. 

Für Neukunden ohne Login arbeitest du mit allgemeineren Annahmen. Du kannst zwar durch Tracking-Daten (Cookie-basiert) gewisse Verhaltensweisen erkennen und dynamische Inhalte ausspielen, aber die Personalisierungstiefe bleibt begrenzt. Moderne Marketing-Automation-Tools wie HubSpot ermöglichen dir dennoch eine intelligente Personalisierung basierend auf dem genutzten Gerät, dem aktuellen Standort oder vorherigen Seitenbesuchen. Studien zeigen zudem, dass personalisierte Inhalte die Conversion-Rate um bis zu 200 % steigern können.

Welche Tools und Systeme gibt es zur Erstellung von Landingpages?


Für professionelle Landingpages benötigst du keine Programmierkenntnisse. Spezialisierte Tools bieten Drag-and-Drop-Editoren, Templates und helfen dir, Conversions zu optimieren. Hier eine Auswahl an Tools, die sich für KMU eignen:
Tool Stärken Preis (Stand März 2026 etwa) Für wen geeignet
Jimdo Extrem einfach, KI-Website-Assistent Kostenlose Basisversion, Abos ab 11 €/Monat  Selbstständige, Kleinunternehmer, lokale Geschäfte
Wix Drag-and-Drop, Website-Builder ab 17 €/Monat Kleine Unternehmen, Selbstständige
Squarespace Design-fokussiert, elegante Templates ab 12 €/Monat Kreative, Design-orientierte Unternehmen
GetResponse E-Mail-Marketing + Landingpages, All-in-One ab 13 €/Monat (bis 1.000 Kontakte) KMU mit E-Mail-Marketing-Fokus
HubSpot All-in-One, CRM-Integration Kostenlos (eingeschränkte Funktionen) oder ab 20 €/Monat/Lizenz KMU, Inbound-Marketing

CMS-Systeme: WordPress und Shopify Templates


Wenn du bereits ein Content-Management-System nutzt, kannst du auch dort Landingpages erstellen. Sowohl WordPress als auch Shopify bieten dir umfangreiche Möglichkeiten.

WordPress verfügt über zahlreiche Plugins wie Elementor, Beaver Builder oder SeedProd, die speziell für Landingpage-Erstellung entwickelt wurden. Diese Plugins bieten Drag-and-Drop-Editoren und hunderte vorgefertigte Templates. Der Vorteil: Landingpages bleiben auf deiner Domain und du behältst die volle Kontrolle über Daten und Hosting. Beliebte WordPress-Landingpage-Themes sind Astra, Divi oder GeneratePress.

Wenn du Shopify nutzt, kannst du Apps wie PageFly oder Shogun einsetzen, um conversion-optimierte Produktseiten und Kampagnen-Landingpages direkt im Shopify-Ökosystem zu erstellen. Der Vorteil liegt in der nahtlosen Integration mit deinem Shop-System und den Produktdaten. Viele Shopify-Themes bieten bereits optimierte Landingpage-Templates, die du individuell anpassen kannst.
Über eine Subdomain-Konfiguration (z. B. aktion.ihredomain.de) oder eine Verzeichnis-Integration lassen sich auch externe Landingpage-Tools problemlos mit deiner Hauptwebsite verbinden, ohne dass Besuchende den Unterschied bemerken.

Wie messe ich den Erfolg einer Kampagnenseite?


Um die Wirkung deiner Marketing-Maßnahmen zu messen, kannst du auf Google Analytics 4, deine Landingpage-Software oder Tools wie Hotjar für Heatmaps setzen. Letztere zeigen an, wie intensiv User mit welchen Bereichen der Landingpage interagieren. Die wichtigsten Key Performance Indikatoren für eine Landingpage lassen sich wie folgt zusammenfassen:

Conversion Rate: Prozentsatz der Besuchenden, die die gewünschte Aktion ausführen (gute Quote: 2–5 %, Top-Performer: über 10 %)

Bounce Rate: Hohe Absprungrate (über 70 %) deutet auf Probleme hin.

Verweildauer: Längere Verweildauer korreliert mit besseren Conversion-Chancen.

Cost per Conversion: bestimmt die Profitabilität bei bezahlten Kampagnen.

Formular-Abbruchrate: zeigt, wo Nutzende den Ausfüllprozess
abbrechen[ML4.1].

Was sind typische Fehler bei der Erstellung einer Landingpage?


Es gibt einige typische Fehler, die die Performance einer Landingpage beeinflussen können. Das sind die wichtigsten:

1. Zu viele Informationen: Konzentriere dich auf das Wesentliche.

2. Schwacher Call-to-Action: Nutze handlungsorientierte Formulierungen wie „Jetzt kostenlosen Guide erhalten“.

3. Fehlende Vertrauenselemente: Ohne Testimonials oder Siegel zögern viele Besuchende.

4. Zu lange Formulare: Jedes zusätzliche Feld reduziert die Conversion-Rate um 5–10 %.

5. Langsame Ladezeiten: 3 Sekunden Ladezeit führen zu 40 % höheren Absprungraten.

6. Fehlende Mobile-Optimierung: Über 60 % der Zugriffe erfolgen mobil.

7. Mangelnder Datenschutz: Auch Landingpages unterliegen DSGVO-Anforderungen.

So startest du mit Landingpages: Schritt-für-Schritt-Anleitung


Mit folgenden Schritten erstellst du deine erste Landingpage: 

1. Definiere dein Ziel: z. B. Leadgenerierung, Produktkauf oder Event-Anmeldung

2. Wähle das passende Tool: Achte auf einsteigerfreundliche Angebote.

3. Nutze Templates: Starte mit bewährten Vorlagen.

4. Halte es einfach: Headline, Nutzenversprechen, CTA, Formular

5. Teste und optimiere: Analysiere das Nutzungsverhalten kontinuierlich.

SELLWERK als dein Partner für erfolgreiche Landingpages


Mit SELLWERK Prime hast du Experten an deiner Seite, die deine Landingpage von der Konzeption bis zur Umsetzung begleiten. Ob überzeugende Texte, technische Einrichtung oder die Anbindung an Google Ads und Social Media: SELLWERK sorgt dafür, dass deine Landingpage nicht nur gut aussieht, sondern auch messbare Ergebnisse liefert. Auch bei der laufenden Conversion-Optimierung und A/B-Tests stehen dir die Profis zur Seite.

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