Website-Footer: Definition, Beispiele & wichtige Tipps
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Den Website-Footer für SEO und Usability nutzen
Der Footer einer Website, auch Fußzeile genannt bündelt wichtige Informationen und kann so die Nutzererfahrung verbessern und das SEO-Ranking der Seite unterstützen. Struktur- und Design-Fehler bewirken hingegen das Gegenteil. Hier findest du Best Practices für die Umsetzung.
Definition: Was ist ein Footer?
Der Website-Footer bildet das Gegenstück zum Header, schließt die Seite optisch ab und enthält wichtige Links und weiterführende Inhalte für die Nutzenden. Insbesondere rechtlich relevante Informationen wie Impressum, Datenschutzerklärung und Allgemeine Geschäftsbedingungen bzw. die Verlinkungen darauf werden hier häufig platziert.
Der Footer stellt wichtige Elemente zusammen, die im Hauptmenü bzw. im Header der Seite keinen Platz finden. Idealerweise gestaltest du Header und Footer so, dass sie sich vom Rest der Seite abheben. So finden Nutzende das, wonach sie suchen, auch beim schnellen Scrollen. Außerdem unterstützen Header und Footer dein Branding, sodass ein seriöser Gesamteindruck für dein Unternehmen entsteht. Der Footer ist daher ein wichtiger Teil im professionellen Website-Marketing.
Welche Funktionen erfüllt der Website-Footer?
Die wichtigste Funktion eines Website-Footers ist es, die Nutzererfahrung zu verbessern. Dazu sollte ein gut gestalteter Footer Orientierung schaffen, die Navigation erleichtern und dein Unternehmen in ein positives Licht rücken.
- Orientierung: Header und Footer helfen Nutzenden, die Website als Ganzes besser einzuordnen. Sie zeigen zum Beispiel, wem die Seite gehört, welche Angebote oder Bereiche es gibt und wo zentrale Informationen zu finden sind.
- Navigation: Gleichzeitig bietet der Footer Wege zu einzelnen wichtigen Webseiten. Typische Links in der Footer-Navigation führen zum Impressum, zur Datenschutzerklärung oder zu Kontaktdaten.
Beide Aspekte sind wichtig, da Menschen häufig per Google-Suche oder Ads auf einer Unterseite deiner Website landen. Die Fußzeile ist auf jeder Seite sichtbar und hilft so, schnell die gewünschten Informationen zu finden, egal wo die Person sich gerade befindet.
Ist der Website-Footer auch für SEO wichtig?
Als Teil einer sauberen Website-Struktur und durchdachter Verlinkung ist das Footer-Menü auch für die Suchmaschinenoptimierung relevant. Damit der Footer dazu sinnvoll beiträgt, solltest du
- die Links mit Bedacht auswählen,
- aussagekräftige Ankertexte wählen und
- Duplicate Content (doppelte Inhalte) vermeiden.
Der letzte Punkt ist besonders wichtig, weil der Footer auf jeder einzelnen Unterseite auftaucht. Deshalb gehören in den Footer keine langen Textpassagen, sondern Verlinkungen zu den entsprechenden Seiten.
Außerdem bietet der Footer eine weitere Chance, Nutzende nach dem Lesen des Seiteninhalts sinnvoll auf der Website weiterzuführen. Links zu Wissensseiten, Ratgeberbereichen oder beliebten Kategorien laden zum Stöbern ein (Stichwort: Verweildauer), verbessern die Nutzerführung und beeinflussen so indirekt wiederum das SEO-Ranking.
In der Vergangenheit platzierten insbesondere Agenturen, die Websites für andere Unternehmen erstellten, gern Backlinks im Footer ihrer Kundenwebsites. Die Ankertexte wurden dann genutzt, um Keywords unterzubringen, etwa „beste seo agentur münchen“. Diese Praxis ist heute nicht mehr zielführend. Wenn überhaupt externe Links im Footer platziert werden, sollten diese klar die Marke bzw. Agentur benennen.
Tipp: Schau dir dazu unseren Artikel zu den häufigsten SEO-Fehlern an.
Was kommt in die Fußzeile?
Es ist üblich, rechtlich relevante Inhalte wie das Impressum, die Datenschutzerklärung, Allgemeine Geschäftsbedingungen, einen Copyright-Hinweis und Kontaktdaten im Footer der Website anzugeben bzw. zu verlinken.
Darüber hinaus bieten sich für die meisten Websites folgende Inhalte oder Verlinkungen an:
- Vertrauens-Elemente wie Qualitätssiegel, Awards oder Bewertungen sowie der Hinweis auf eine sichere SSL-Verschlüsselung, wenn Daten übertragen werden
- Informationen über das Unternehmen, zum Beispiel eine kurze Vorstellung in einem Satz oder ein Link zur Über-uns-Seite
- Links zu Social-Media-Profilen des Unternehmens
- Möglichkeiten, mit dem Unternehmen im Kontakt zu bleiben, zum Beispiel über eine Newsletter-Anmeldung
- Hilfeseiten, (Video-)FAQs oder Kundenservice
Weitere sinnvolle Inhalte richten sich nach der Art des Unternehmens. Die folgende Tabelle zeigt dir, welche Footer-Inhalte für dein Unternehmen relevant sein könnten:
| Website-Typ | Typische Footer-Inhalte | Fokus |
| Unternehmenswebsite |
| Angebote, Vertrauen und evtl. die Suche nach neuen Mitarbeitenden stehen im Vordergrund. |
| Online-Shop |
Informationen zum Versand
| Rechtliche Informationen und der Vertrauensaufbau sind besonders wichtig. |
| Blog/Magazin |
Beliebter Evergreen-Content
| Der Footer führt Lesende zu weiteren interessanten Inhalten. |
| Lokales Unternehmen |
| Standort und Erreichbarkeit sind von besonderem Interesse. |
| Recruiting-Website |
| Wer sich bewerben möchte, soll schnell die richtigen Informationen finden. |
| Internationale Website |
| Nutzende können problemlos auf Inhalte in ihrer eigenen Sprache zugreifen. |
Bewertungen in den Website-Footer einbinden
Positive Online-Bewertungen lassen sich im Website-Footer darstellen und können das Kundenvertrauen stärken. Je nach Branche eignen sich unterschiedliche Portale:
- Allgemein: Google, Trustpilot
- E-Commerce: Trusted Shops, EHI Geprüfter Online-Shop
- Hotel und Gastronomie: Tripadvisor, Booking.com
- Medizin: Jameda
- Recruiting: kununu, Glassdoor
- Versicherungen, Energie etc.: Check24
Was macht ein gutes Footer-Design aus?
Beim Footer-Design kommt es hauptsächlich darauf an, passende Inhalte auszuwählen und diese dann übersichtlich und gut lesbar darzustellen. Die Fußzeile soll das Ziel deiner Website unterstützen, nicht durch zu viele Informationen oder minderwertiges Design davon ablenken.
7 Tipps für optimale Footer-Designs auf deiner Website:
- 2 bis 4 Spalten nutzen: Für die meisten Websites ist das ausreichend. Zu viele Spalten werden meist unübersichtlich.
- Links sinnvoll sortieren: Fasse Links thematisch pro Spalte zusammen und vergib klare Überschriften wie beispielsweise „Kontakt“ oder „Rechtliches“.
- Kontrast schaffen: Hebe den Footer optisch vom Rest der Website ab, zum Beispiel mithilfe einer Komplementärfarbe oder hellerer/dunklerer Gestaltung.
- Branding beachten: Dein Footer-Design sollte mit dem Design deiner Website übereinstimmen, also passende Farben und Schriftarten verwenden. Füge ggf. dein Logo ein.
- Lesbarkeit mitdenken: Links sollten erkennbar sein, zum Beispiel durch Unterstreichungen oder Hover-Effekte. Achte auf eine ausreichend große Schriftgröße und Flächen, die gut klickbar sind.
- Mobile Ansicht nicht vergessen: Teste das Design deines Website-Footers immer auch in der mobilen Ansicht und überprüfe, ob Links mit dem Finger antippbar sind.
- Datenschutz und Ladezeit prüfen: Binde externe Elemente wie Social-Media-Feeds, Bewertungs-Widgets oder Qualitätssiegel bewusst ein. Sie können die Ladezeit beeinflussen und je nach Dienst datenschutzrechtliche Anforderungen mit sich bringen.
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Welche Tools helfen, Website-Footer zu designen?
In vielen Content-Management-Systemen lassen sich Footer-Designs über Themes, Templates oder spezielle Footer-Bereiche gestalten.
In WordPress zum Beispiel hängt die Bearbeitung vom Theme ab:
- Klassische Themes nutzen häufig Widgets, Menüs oder den Customizer.
- Moderne Block-Themes arbeiten oft mit einem Footer-Template direkt im Editor.
- Page Builder wie Elementor oder Divi erlauben es dir, zusätzlich eigene Footer-Templates anzulegen und anzupassen.
Bei Website-Baukästen wie Wix oder Jimdo lässt sich der Website-Footer meist über die Design- oder Seiteneinstellungen bearbeiten.
Möchtest du dein Footer-Design erst einmal visualisieren, kannst du Tools wie Figma oder Canva nutzen, um ein Mockup zu erstellen. Aber selbst Zettel und Stift helfen, um einen Überblick zu bekommen.
1. Beispiel für ein reduziertes Footer-Design ohne großen Aufwand
Das Unternehmen midgard licht setzt auf einen super einfachen Website-Footer, der dennoch eine klare Struktur hat. Die Links sind aufgrund des Hover-Effekts gut zu erkennen und in sinnvolle Kategorien geordnet. Darunter findet sich ein Call-to-Action zur Newsletter-Anmeldung und ganz unten können Nutzende ihre Sprache einstellen und die Social-Media-Kanäle des Unternehmens besuchen.
2. Beispiel für einen Footer mit weiterführenden Inhalten
Die Duden-Website bietet Interessierten einen großen Wissensbereich rund um die deutsche Sprache. Der Footer beinhaltet deshalb neben Informationen zum Unternehmen selbst auch Links zu einem Wissensbereich mit ausgewählten Kategorien zur Inspiration. Außerdem werden verschiedene Software-Möglichkeiten zum Stöbern angeboten.
3. Beispiel für einen Website-Footer mit Shop-Kategorien
Die H&M-Website nutzt ihren Footer nicht nur, um Informationen über das Unternehmen und den Kundenservice zu bieten, sondern auch, um die relevantesten Shop-Kategorien in den Fokus zu rücken. Wer am Ende der Seite ankommt, wird so nochmals zum Stöbern eingeladen.
4. Beispiel für einen Footer mit viel Content
Die ShopApotheke bringt in ihrem Website-Footer sehr viel Content unter. Aufgrund der guten Strukturierung wirkt der Footer dennoch nicht erschlagend: Nach zahlreichen, übersichtlich geordneten Kategorien finden Lesende hier Vorteile und Trust-Elemente, Informationen zu Versand- und Zahlungsanbietern und schließlich umfangreiche Informationen zum Unternehmen selbst.
Entscheidend ist, dass das Footer-Design hier durch Kontraste und Bildelemente aufgelockert wird und dadurch gut lesbar bleibt.
5. Beispiel für einen Footer mit Unternehmens-Statement
Das Unternehmen SHOOHS nutzt ihren Footer unter anderem, um in wenigen Sätzen die Werte des Unternehmens und ein Angebot zur Beratung unterzubringen. Das ist eine smarte Entscheidung, um Nutzende abzuholen, die per Google-Suche oder über Ads auf einer Unterseite gelandet sind.
Fazit: Der Footer hinterlässt (den letzten) Eindruck
Der Website-Footer ist nicht zu unterschätzen, denn Nutzende entdecken ihn häufig dann, wenn sie eine Kaufentscheidung treffen, dein Unternehmen besser kennenlernen oder mit dir in Kontakt treten möchten. Du solltest dir deshalb im Klaren darüber sein, welche Ziele du mit dem Footer auf deiner Website verfolgst, und entsprechend die passenden Verlinkungen auswählen.
Wichtig außerdem: Prüfe regelmäßig, ob die Inhalte in deinem Footer noch aktuell sind. Veraltete Kontaktdaten und Öffnungszeiten beispielsweise führen schnell zu Verärgerung. Finden die Nutzenden hier aber, was sie suchen, hast du einen wichtigen Baustein einer professionellen Website gemeistert.
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