Website-Entwicklung: Tipps für den Launch in 60 Tagen

Mehrere Personen arbeiten gemeinsam an Softwareentwicklung und Prozessplanung mit Laptops, Code und technischen Diagrammen auf einem Schreibtisch.

Website-Entwicklung in 60 Tagen: Von der Idee bis zum Launch 


Deine Webseite ist deine digitale Visitenkarte: Sie informiert über deine Dienstleistungen und Produkte, schafft Vertrauen und verkauft rund um die Uhr. Eine durchdachte Webseitenentwicklung legt das Fundament dafür, dass User zur Kundschaft werden. Doch wie kommst du von der ersten groben Idee einer Website zum überzeugenden Online-Auftritt?  

Dieser Praxis-Guide zeigt dir, wie du eine moderne Webseite in 60 Tagen umsetzt. Du erfährst, welche technischen sowie gestalterischen Entscheidungen anstehen und worauf du achten musst, damit deine Website nicht nur gut aussieht, sondern auch nutzerfreundlich und sicher funktioniert. Egal, ob du eine schlanke Image-Website, einen umfangreichen Unternehmensauftritt oder gar einen eigenen Online-Shop planst: Die verschiedenen Phasen, die du bei deiner Webentwicklung durchlaufen musst, bleiben dieselben. 

Wo liegt der Unterschied zwischen Website-Entwicklung und Webdesign?  


Beide Begriffe geraten oft durcheinander. Dabei ist der Unterschied klar:  

  • Webdesign beschreibt Look und Gefühl deiner Website: Farben, Typografie, Bildsprache und auch die Art, wie Menschen durch dein Angebot navigieren, spielen dabei eine Rolle. Das Webdesign soll einerseits ansprechend aussehen und zu deiner Marke passen, andererseits intuitiv bedienbar sein für eine gute User Experience (auch UX genannt). 

  • Die Website-Entwicklung – oft auch Web-Entwicklung genannt – bringt die Gestaltung einer Website technisch zum Leben. Sie sorgt dafür, dass du die Entscheidungen aus dem Webdesign umsetzen kannst und deine Website reibungslos funktioniert. 

In der Praxis greifen beide Disziplinen natürlich eng ineinander. Ein gutes Design denkt die technische Umsetzung mit, eine technisch gut entwickelte Website hält bewährte Gestaltungsprinzipien ein. Gehen Design und Entwicklung von Anfang an Hand in Hand, stellst du dein Website-Projekt auf sichere Füße.  

Diesen Weg musst du übrigens nicht allein gehen: Dienstleister wie SELLWERK übernehmen beim Erstellen deiner Website alles von der ersten Idee über die Entwicklung eines individuellen Konzepts bis zur rechtssicheren Umsetzung und Veröffentlichung. Doch auch, wenn du dich für professionelle Unterstützung entscheidest, ist es aber ratsam, über die groben Planungs- und Umsetzungsphasen der Website-Entwicklung Bescheid zu wissen.  

Falls du schon eine Website hast, diese aber nicht mehr deinem Anspruch oder heutigen, modernen Standards entspricht, kannst du deine Website optimieren oder einen vollständigen Relaunch planen

Die vier Phasen deiner Web-Entwicklung 


Zum Start teilst du dein Website-Projekt in vier Phasen ein. Diese Struktur funktioniert für die meisten Websites. Dadurch behältst du den Überblick und kannst deine To Dos oder die des Teams, das dich dabei unterstützt, gezielt steuern. 

Phase 1: Strategie und Konzept – Tag 1–15 


In den ersten zwei Wochen legst du das Fundament. Du legst fest, was deine Webseite leisten soll, wen sie ansprechen soll und welche nächsten Schritte sie idealerweise bei den Besuchenden auslöst, beispielsweise einen Kauf. Diese Phase entscheidet darüber, wie reibungslos die weiteren Phasen ablaufen. 

Das gehört auf deine Checkliste: 

  • Domain wählen: Unter welcher Webadresse, auch URL genannt, soll deine Seite zu finden sein? Entscheide dich für einen Namen, prüfe, ob deine Wunschdomain noch verfügbar ist und registriere sie direkt.  

  • Ziele festlegen: Möchtest du mit deiner Website Sichtbarkeit für dein Unternehmen erzeugen und Markenaufbau betreiben? Möchtest du vor allem Verkäufe und Leads generieren

  • Zielgruppe schärfen: Überlege dir genau, wen deine Website ansprechen soll und zeichne die Customer Journey auf, die deine Kundschaft auf deiner Website durchlaufen soll.  

  • Informationsarchitektur entwerfen: Auf der Basis deiner Customer Journey überlegst du dir, wie deine Website gegliedert sein soll – also wie das Hauptmenü aussieht, welche Unterseiten du benötigst und welche Verlinkungen zwischen den einzelnen Inhalten deiner Website sinnvoll sind.  

Eine wohlüberlegte Informationsarchitektur, also ein gut verständliches und aufeinander aufbauendes Menü, lohnt sich enorm. Sie hilft Besuchenden mit wenigen Klicks zur passenden Lösung zu finden. Das Hauptmenü ist der Aufhänger, von dem aus du eine logische Struktur passend zu deinem Unternehmen aufbaust. Wenn es dir leichter fällt, visuell zu arbeiten, kannst du dir das Menü auf Papier aufzeichnen oder sogar mit einem Mockup arbeiten, einer Art visuellen Attrappe für deine Website.  

Bedienst du internationale Märkte, solltest du von Anfang an mehrere Sprachversionen einplanen. Verkaufst du Produkte, entscheide dich entweder für einen integrierten Shop oder binde deine externe Lösung per Schnittstelle an. 

Neben diesen strategischen Überlegungen musst du dich auch noch für einen Tech-Stack entscheiden. Das bezeichnet in der Fachsprache den „Technologie-Stapel“, also den technischen Werkzeugkasten, aus dem du deine Website zusammenbaust. Er umfasst alle Codes und Programme, die deine Website am Laufen halten. Dir stehen drei Wege offen:  

  • Ein klassisches Content Management System (CMS) wie WordPress oder TYPO3 ist für die meisten kleinen und mittelständischen Unternehmen passend, weil du auf eine riesige Auswahl fertiger Designs zugreifen, diese individuell anpassen und deine Inhalte ganz einfach selbst pflegen kannst.  

  • Sogenannte Headless-CMS-Lösungen trennen Inhalte und Darstellung. Die Website ist sozusagen „kopflos“, also headless. Anstatt Inhalte für eine Website in einer bestimmten Form einmal anzulegen und darzustellen, werden nur Text, Bilder und Videos gespeichert. Diese werden schließlich über eine Schnittstelle (API) ausgegeben und sehen je nach Endgerät – etwa Website, App, Newsletter oder Smartphone – unterschiedlich aus. Das ist ideal, wenn du verschiedene Kanäle bespielen möchtest, erfordert aber auch mehr technisches Know-how.  

  • Custom-Entwicklungen, also individuelle Webanwendungen, lohnen sich vor allem dann, wenn du sehr spezielle Produkte wie komplexe Preisrechner oder Abomodelle anbieten möchtest.  

Triff die Entscheidung zum passenden technischen Aufbau früh und bewusst, denn ein späterer Wechsel kann dich unter Umständen viel Zeit und auch Geld kosten.  
Zwei Personen arbeiten gemeinsam an Softwarecode und digitalen Prozessen an großen Bildschirmen in einer modernen Büroumgebung.

Phase 2: Design und Architektur – Tag 16–35 


Jetzt nimmt dein Projekt Gestalt an. Du entscheidest – bei Bedarf mit professioneller Webdesign-Unterstützung – final über Farben, Schriftarten, Logos und Bilder deiner Website. Sobald das Design steht, folgt die technische Architektur, die es zum Leben erweckt. Sie gliedert sich in zwei Bereiche, Frontend und Backend: 

  • Frontend ist alles, was deine Kundschaft sieht und bedient. Hier wird dein Design sichtbar. HTML, CSS und JavaScript greifen für eine reibungslose Darstellung ineinander, oft ergänzt durch Frameworks wie React oder Vue.js. 

  • Backend ist die unsichtbare Maschine im Hintergrund, die deine Website am Laufen hält. Hier liegen Datenbank und Server, hier pflegst du Inhalte und bindest über Plugins und Schnittstellen weitere Systeme an. Dafür kommen Programmiersprachen wie PHP, Python oder Node.js zum Einsatz. 

Arbeitest du mit Webentwicklern zusammen, achte darauf, dass sie beide Welten beherrschen und Erfahrung mit deinem gewählten Tech-Stack, wahrscheinlich einem CMS deiner Wahl, mitbringen. Wichtig ist außerdem, dass alle Arbeiten im Backend sauber dokumentiert werden. Solche Qualitätsmerkmale entscheiden später darüber, wie stabil und sicher deine Website langfristig läuft. 

Zur Architektur gehört außerdem, die Inhalte für wiederkehrende Elemente wie Header und Footer deiner Website früh festzulegen, weil sie auf jeder Unterseite wie Buchstützen am Anfang und Ende deiner Website zu sehen sind und damit das Gesamtbild maßgeblich prägen. Zudem erleichtern sie die Navigation, da sie auf die wichtigsten Unterseiten verlinken. 

Phase 3: Entwicklung und Inhalte – Tag 36–55 


In der dritten Phase wird endlich gebaut: Das vorher festgelegte Design wird technisch umgesetzt und ins CMS integriert. Gleichzeitig werden relevante Schnittstellen aufgebaut, etwa zum Customer Relationship Management (CRM), Newsletter-System oder Zahlungsanbieter, wenn du einen Shop integrierst. Parallel dazu füllst du deine Seite mit passenden Inhalten über deine Dienstleistungen und Produkte.  

Worauf du jetzt besonders achten solltest:  

  • Performance: Lädt deine Website länger als drei Sekunden, springt ein Großteil der Besuchenden wieder ab. Schnelles Hosting, Caching, optimierte Bilder und eine schlanke Ladestrategie für Skripte heben die Nutzererfahrung genauso wie dein Google-Ranking. 

  • Sicherheit: Ein SSL-Zertifikat und automatische Backups gehören zum Standard. Eine professionelle Web-Entwicklung denkt Sicherheit von Anfang an mit.  

  • Responsive Design: Heutzutage kannst du nicht mehr davon ausgehen, dass deine Website nur im Browser am Desktop-PC aufgerufen wird. Der Großteil der Nutzenden greift über Smartphone oder Tablet auf Websites zu, entsprechend muss deine Seite sich dem jeweiligen Endgerät anpassen (responsive Design). Wichtig zu wissen: deine Seite sollte unbedingt mobiloptimiert sein, denn Google bewertet mittlerweile sogar primär die mobile Variante deiner Website.  

  • SEO und KI-Suche: Suchmaschinen und KI-Systeme, auch die KI-Übersicht von Google oberhalb der Suchergebnisse (Ai Overviews), lesen die Inhalte deiner Website mit und überprüfen sie auf ihren Mehrwert für User, die entsprechende Suchanfragen stellen. Klare Strukturen, maschinenlesbare Daten, sinnvolle Überschriften, zitierfähige Zusammenfassungen und schnelle Ladezeiten sorgen dafür, dass deine Webseite sowohl in klassischen Suchmaschinen-Ergebnissen als auch in KI-Antworten auftaucht. 

  • Messbarkeit: Binde deine Website direkt an Google Analytics an, damit du die Klicks auf deinen Online-Auftritt sowie viele weitere Statistiken nachvollziehen kannst. Nur was du misst, kannst du auswerten und gezielt verbessern.  

  • Rechtssicherheit: Impressum, Datenschutzerklärung nach DSGVO und Cookie-Consent-Banner gehören in Deutschland zur Pflichtausstattung deiner Website. Seit dem Barrierefreiheitsstärkungsgesetzt, das 2025 in Kraft trat, solltest du auch die Barrierefreiheit deiner Website direkt mitdenken. 

  • Übrigens: KI unterstützt heute einen effizienten Website-Entwicklungsprozess. KI-Systeme können dir Code-Vorschläge für deine Website schreiben, beispielsweise direkt als HTML-Code, automatisierte Tests durchführen, Bilder optimieren oder dir erste Textentwürfe für deine Inhalte geben. KI ersetzt keine fundierte Konzeptarbeit, kann sie aber beschleunigen. 

Phase 4: Testen und Launch – Tag 56–60 


Die letzten Tage gehören dem Feinschliff. Teste deine fertige Website auf verschiedenen Geräten und Browsern. Prüfe die Ladezeit, kontrolliere Formulare und checke, ob dein Tracking funktioniert. Erst wenn alles sauber läuft, schaltest du deine Website wirklich live.  

Das Testen ist erfahrungsgemäß zwar in einem Tag erledigt, aber plane trotzdem Puffer ein: Kurz vor dem Launch, also der Veröffentlichung deiner Website, wirst du sicher noch kleine Fehler finden, die du in Ruhe beheben können solltest. Direkt nach dem Liveschalten lohnt sich ein zweiter Kontrollgang. 

Ein gut geplanter Launch endet nicht mit dem Klick auf den Veröffentlichen-Button, sondern mit einem Startschuss für dein Website-Marketing: Über Newsletter, Social Media und Presse machst du deine Kundschaft auf die neue Website aufmerksam.  

Dein 60-Tage-Fahrplan im Überblick 


Die folgende Tabelle fasst die vier Phasen zusammen. Den Zeitraum passt du flexibel an die Größe und Komplexität deines Website-Projekts an. Eine reine Image-Seite mit wenigen Unterseiten schaffst du häufig schneller, ein komplexer Online-Shop mit vielen Schnittstellen braucht etwas mehr Zeit. 60 Tage sind für die Websites der meisten kleinen und mittelständischen Unternehmen aber ein passender Richtwert.  
Phase Zeitraum Schwerpunkt Wichtige Ergebnisse
1. Strategie & Konzept  [Tag 1–15] Ziele, Zielgruppe, Informationsarchitektur, Tech-Stack Briefing, Sitemap, Hauptmenü-Logik, Tech-Entscheidung, eventuell erstes Mockup
. Design & Architektur  [Tag 16–35] Look & Feel, Frontend- und Backend-Setup Finales Design, Datenmodell, funktionierendes Backend, Vorschau im Frontend
3. Entwicklung & Inhalte [Tag 36–55] Programmierung, Performance, Sicherheit, Inhalte Funktionsfähige Webseite auf Testumgebung
4. Testen & Launch  [Tag 56–60] Qualitätsprüfung, Browser- und Geräte-Tests, Liveschaltung  Funktionsfähige Website für User, erste Auswertungen 

Nach dem Launch: Wartung und Betrieb 


Der Launch ist nicht das Ende, sondern der Anfang. Denn deine Webseite lebt von kontinuierlicher Pflege. Diese Aufgaben fallen regelmäßig an: 

  • Regelmäßige Updates von CMS, Plugins und Server-Software durchführen 

  • Sicherheitslücken schließen, sobald Sicherheits-Updates verfügbar sind 

  • Regelmäßig Back-ups deiner Website erstellen  

  • Inhalte aktuell halten, da veraltete Websites Vertrauen und Sichtbarkeit verlieren  

  • Performance beobachten und eventuell Code oder Hosting nachjustieren  

  • Google Analytics auswerten und Website auf dieser Basis weiterentwickeln 

Hier zahlt sich ein verlässlicher Partner aus. Mit SELLWERK Prime bündelst du alle wichtigen digitalen Bausteine: Sichtbarkeit, Bewertungsmanagement und laufende Pflege deines Online-Auftritts.  

Eine Website in rund 60 Tagen aufzubauen, ist ambitioniert, aber machbar – mit klaren Zielen, einer durchdachten Projektstruktur und idealerweise professioneller Unterstützung durch ein erfahrenes Team. Legst du jetzt los, steht deine neue Website pünktlich zum nächsten Quartal. Mit der richtigen Planung wird sie zu einem der wertvollsten Assets deines Unternehmens. 

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