Personal Brand aufbauen: Dos und Don'ts für Unternehmen
- 3 mal angesehen
Menschen kaufen von Menschen. Gerade als kleines Unternehmen kann es deshalb hilfreich sein, dem eigenen Angebot ein persönliches Gesicht zu geben.
Mit Personal Branding kannst du zeigen, wer hinter deinem Unternehmen steckt, wofür du stehst und welches Fachwissen du mitbringst. Wichtig ist vor allem, dass dein Auftritt zu dir und deinem Unternehmen passt.
Doch worauf solltest du beim Aufbau deiner persönlichen Marke achten? Diese Dos und Don'ts können dir dabei helfen, deine persönliche Marke Schritt für Schritt aufzubauen.
Was ist Personal Branding?
Personal Branding bedeutet, dich als Person bewusst sichtbar zu machen und eine eigene persönliche Marke aufzubauen.
Dabei stehen deine Persönlichkeit, deine Werte und deine fachliche Expertise im Mittelpunkt. Ziel ist, dass andere Menschen dich mit bestimmten Themen und Eigenschaften verbinden.
Ein Handwerksbetrieb kann zum Beispiel die Erfahrung seines Inhabers sichtbar machen. Eine Beraterin kann ihr Fachwissen teilen. Ein Gastronom kann zeigen, welche Ideen und Werte hinter seinem Konzept stehen.
Warum ist Personal Branding für Unternehmen sinnvoll?
Personal Branding kann dazu beitragen, Vertrauen und Wiedererkennung aufzubauen. Denn Kunden erfahren mehr über die Menschen hinter einem Unternehmen.
Besonders bei ähnlichen Angeboten kann die persönliche Verbindung einen Unterschied machen. Deine Erfahrung, deine Arbeitsweise und deine Werte können dich von anderen Unternehmen abheben.
Dabei musst du nicht zur öffentlichen Persönlichkeit werden. Du entscheidest selbst, wie sichtbar und persönlich dein Auftritt sein soll.
Personal Branding aufbauen: Die wichtigsten Grundlagen
Bevor du mit Personal Branding startest, solltest du dir über einige Fragen Gedanken machen:
Wofür möchtest du bekannt sein?
Welche Themen gehören zu deiner fachlichen Expertise?
Welche Werte möchtest du vermitteln?
Wen möchtest du erreichen?
Diese Fragen können dir dabei helfen, eine klare Richtung zu entwickeln. Danach kannst du Schritt für Schritt an deiner persönlichen Marke arbeiten.
Die wichtigsten Dos beim Personal Branding
1. Entwickle eine klare Positionierung
Überlege dir, wofür du bekannt sein möchtest und welche Themen zu dir passen. Eine klare Positionierung hilft deiner Zielgruppe, dich schneller einzuordnen.
Eigene Stärken erkennen: Überlege, in welchen Bereichen du besonders viel Erfahrung und Fachwissen mitbringst.
Kernthemen festlegen: Wähle einige Themen, die du regelmäßig aufgreifen möchtest.
Zielgruppe berücksichtigen: Frage dich, welche Themen deine Kunden beschäftigen und welchen Mehrwert du ihnen bieten kannst.
Klare Botschaft entwickeln: Überlege, wofür du mit deiner Person und deinem Unternehmen stehen möchtest.
Lesetipp: Unique Selling Point: Was macht dein KMU einzigartig?
2. Bleib authentisch
Deine persönliche Marke sollte zu dir und deiner Art passen. Zeige deshalb nicht nur, was du anbietest, sondern auch, was dich und deine Arbeit ausmacht.
Eigene Persönlichkeit zeigen: Teile deine Sichtweisen, Erfahrungen und Werte. Du musst dich für deine Inhalte nicht verstellen.
Storytelling nutzen: Erzähle von Erfahrungen aus deinem Arbeitsalltag, besonderen Projekten oder Herausforderungen.
Einblicke geben: Zeige, wie du arbeitest, Entscheidungen triffst oder typische Aufgaben im Unternehmen angehst.
- Passende Formate wählen: Schreibe Beiträge, drehe Videos, teile Fotos oder nutze andere Formate, mit denen du dich wohlfühlst.
- Interessant dazu: Content-Marketing: 8 Tipps, um gute Inhalte zu erstellen
3. Zeige dein Fachwissen
Personal Branding bedeutet nicht, ständig über dich selbst zu sprechen. Teile stattdessen dein Wissen und deine Erfahrungen.
Kundenfragen beantworten: Greife Fragen auf, die dir Kunden häufig stellen.
Praktische Tipps geben: Teile konkrete Tipps, mit denen deine Zielgruppe ein Problem lösen oder eine Aufgabe leichter bewältigen kann.
Erfahrungen und Beispiele teilen: Zeige, wie du typische Herausforderungen löst oder welche Erfahrungen du aus Projekten mitnimmst.
Branchenwissen einordnen: Teile relevante Entwicklungen und erkläre, was sie für deine Kunden bedeuten können.
4. Bleib regelmäßig sichtbar
Eine persönliche Marke wird meist nicht durch einen einzelnen Beitrag bekannt. Menschen müssen dich und deine Inhalte über längere Zeit wahrnehmen. Deshalb ist es wichtig, regelmäßig sichtbar zu bleiben.
Realistische Ziele setzen: Wähle eine Häufigkeit, die sich dauerhaft in deinen Arbeitsalltag integrieren lässt.
Redaktionsplan erstellen: Plane Themen und Veröffentlichungstermine vorab, damit du nicht jedes Mal neu überlegen musst.
Inhalte wiederverwenden: Bereite einen Inhalt für verschiedene Formate auf. Aus einem Beitrag kann beispielsweise ein kurzes Video entstehen.
Passende Formate wählen: Nutze Kanäle und Formate, die zu dir und deiner Zielgruppe passen. Dazu können Social Media, deine Website, Videos oder auch persönliche Veranstaltungen gehören.
Auch interessant: Personal Brand Website: Deine Expertenmarke aufbauen
5. Verbinde deine Person mit deinem Unternehmen
Nutze deine Erfahrungen, Werte und Einblicke, um deinem Unternehmen ein persönliches Gesicht zu geben.
Unternehmenswerte persönlich erklären: Zeige, welche Werte dir wichtig sind und wie sie deine Arbeit beeinflussen.
Hinter die Kulissen blicken lassen: Gib Einblicke in Abläufe, Projekte oder deinen Arbeitsalltag.
Geschichten aus der Unternehmensentwicklung teilen: Erzähle, wie dein Unternehmen entstanden ist oder welche Erfahrungen dich geprägt haben.
Kundenfeedback aufgreifen: Zeige anhand von Kundenstimmen oder Erfolgsgeschichten, wie deine Arbeit anderen hilft.
Die wichtigsten Don'ts beim Personal Branding
1. Spiele keine Rolle und kopiere niemanden
Lass dich von anderen inspirieren, aber bleib du selbst. Was bei anderen funktioniert, muss nicht automatisch zu dir passen.
Andere als Inspiration nutzen: Schau dir erfolgreiche persönliche Marken an und überlege, was dir daran gefällt.
Eigene Perspektive entwickeln: Teile deine Erfahrungen und Ansichten, statt fremde Meinungen zu übernehmen.
Von Trends inspirieren lassen: Du kannst neue Trends und Formate ausprobieren. Du musst aber nicht bei jedem Trend mitmachen, wenn er nicht zu dir passt.
Natürlich kommunizieren: Verwende eine Sprache, die auch zu deiner normalen Kommunikation mit Kunden passt.
2. Teile nicht zu viele private Details
Persönlich und privat sind nicht dasselbe. Du entscheidest selbst, welche Einblicke du geben möchtest.
Eigene Grenzen festlegen: Überlege vorab, welche Themen für dich privat bleiben sollen.
Relevanz prüfen: Frage dich, ob persönliche Inhalte zu deiner Marke oder deinem Unternehmen passen.
Arbeitsalltag nutzen: Zeige persönliche Seiten deiner Arbeit, ohne private Details preiszugeben.
Privatsphäre schützen: Teile keine Informationen, die du später vielleicht nicht mehr öffentlich sehen möchtest.
3. Mache nicht nur Werbung
Wenn du in jedem Beitrag nur deine Leistungen bewirbst, wird dein Auftritt schnell zu werblich. Gib deiner Zielgruppe deshalb auch Inhalte, die ihr wirklich weiterhelfen.
Wissen teilen: Beantworte Fragen und gib praktische Tipps aus deinem Fachgebiet.
Geschichten erzählen: Berichte von Erfahrungen, Projekten oder Herausforderungen aus deinem Arbeitsalltag.
Verkauf sinnvoll einbinden: Stelle deine Leistungen dort vor, wo sie thematisch zum Inhalt passen.
Inhalte abwechslungsreich gestalten: Kombiniere Fachwissen, persönliche Einblicke und Informationen über dein Unternehmen.
4. Wähle die passenden Plattformen
Wähle die Kanäle aus, die zu dir, deiner Zielgruppe und deinen Inhalten passen.
Passende Kanäle auswählen: Überlege, auf welchen Plattformen deine Zielgruppe aktiv ist.
Mit wenigen Kanälen starten: Konzentriere dich zunächst auf einen oder zwei Kanäle.
Eigene Stärken berücksichtigen: Wähle Formate und Plattformen, die dir bei der Erstellung von Inhalten liegen.
Ergebnisse beobachten: Achte darauf, welche Themen und Formate besonders viele Aufrufe, Reaktionen oder Kommentare erhalten.
5. Erwarte keine schnellen Ergebnisse
Eine persönliche Marke entwickelt sich Schritt für Schritt. Mit regelmäßigen Inhalten kannst du nach und nach Vertrauen und Wiedererkennung bei deiner Zielgruppe aufbauen.
- Geduldig bleiben: Gib deinen Inhalten Zeit, eine Reichweite und feste Zielgruppe aufzubauen.
- Dranbleiben: Wenig Resonanz bei den ersten Beiträgen bedeutet nicht automatisch, dass dein Ansatz nicht funktioniert.
- Erfahrungen auswerten: Beobachte, welche Themen, Formate und Beiträge gut funktionieren.
- Schrittweise verbessern: Passe deine Inhalte anhand deiner Erfahrungen an und entwickle deinen Auftritt weiter.
Weitere Tipps findest du hier: Wie du als KMU eine starke persönliche Marke aufbaust
Fazit: Mit Authentizität die eigene Personal Brand aufbauen
Eine persönliche Marke wächst mit dir und deinem Unternehmen. Zeige, was dich ausmacht, teile dein Wissen und gib deiner Zielgruppe regelmäßig Einblicke in deine Arbeit.
Starte mit Themen, die zu dir und deinem Unternehmen passen. Teile dein Fachwissen und zeige dabei ruhig deine persönliche Sichtweise.
Bleib dran und schau, welche Inhalte bei deiner Zielgruppe gut ankommen. Mit der Zeit bekommst du ein Gefühl dafür, was zu dir passt und worauf deine Zielgruppe reagiert.
So wird deine persönliche Marke nach und nach zu einem Teil deines Unternehmens und macht sichtbar, wer dahintersteht.
SELLWERK
Community
Vernetze dich mit gleichgesinnten Unternehmern, tausche Erfahrungen aus und wachse gemeinsam

0 Kommentar
Ähnliche Artikel
Alle Artikel anzeigenMarketingbudget effektiv planen: Tipps für KMU
Wie kannst du dein Marketingbudget planen? Erfahre, welche Faktoren du beachten, welche Kosten du einplanen und wie du dein Budget verteilen kannst.
Kundenkontakt optimieren: So kannst du Touchpoints nutzen
Was sind Touchpoints? Erfahre, welche Kontaktpunkte mit Kunden online und offline wichtig sind und wie du sie gezielt verbessern kannst.
Community-Marketing: So kannst du deine Kundenbindung stärken
Wie funktioniert Community-Marketing? Erfahre, wie du eine aktive Community aufbauen, Kunden binden und deine Marke stärken kannst.
Markenbekanntheit steigern: 9 Tipps für dein Unternehmen
Wie kannst du deine Markenbekanntheit steigern? Erfahre, wie du mit Social Media, Werbung und Content-Marketing neue Kunden erreichen kannst.

