Marketingplan erstellen: 10 Tipps für dein Marketing

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Marketingplan für KMU: Team sitzt an einem Tisch und erstellt gemeinsam einen Marketingplan.


Ein Marketingplan ist wie ein kleiner Fahrplan für dein Marketing. Er hilft dir, den Überblick zu behalten und genau zu wissen, welche Schritte als Nächstes anstehen. Du siehst klar, welche Ziele du erreichen willst, welche Kunden du ansprechen möchtest und wie du deine Maßnahmen am besten umsetzt.
In diesem Artikel erfährst du, wie du Schritt für Schritt einen Marketingplan erstellst, der dein Marketing einfacher, strukturierter und leichter umsetzbar macht.


Was ist ein Marketingplan und warum ist er wichtig?

Ein Marketingplan ist ein duchdachter Plan, der zeigt, wie du dein Marketing umsetzen möchtest. Er beantwortet Fragen wie: Welche Ziele willst du erreichen? Wen möchtest du erreichen? Welche Botschaften und Kanäle nutzt du? Welche Maßnahmen setzt du um? Wie viel Budget steht zur Verfügung? Und wie misst du den Erfolg?

Der Marketingplan ist ein Leitfaden für dich und dein Team. Er sorgt dafür, dass alle in die gleiche Richtung arbeiten und hilft dir, Ressourcen wie Zeit, Geld und Personal sinnvoll einzusetzen. So kannst du dein Marketing gezielt steuern und immer wieder verbessern.


10 Tipps, um einen erfolgreichen Marketingplan zu erstellen


1. Die Ausgangssituation analysieren

Bevor du mit der Planung deines Marketingplans beginnst, solltest du dir einen klaren Überblick über dein Unternehmen und den aktuellen Stand verschaffen. Nur so kannst du realistische Ziele setzen und Maßnahmen entwickeln, die auf deinen Stärken aufbauen.

Wichtige Fragen zur Analyse:

  • Wo steht dein Unternehmen aktuell?
    Überlege, wie bekannt deine Marke ist, welche Reichweite du hast und wie deine bisherigen Marketingmaßnahmen performt haben.

  • Welche Produkte oder Dienstleistungen bietest du an?
    Analysiere, welche Angebote besonders erfolgreich sind und welche eventuell weniger gut laufen.

  • Welche Marketingmaßnahmen laufen bereits und mit welchem Erfolg?
    Prüfe, welche Kampagnen oder Aktivitäten du schon umgesetzt hast und welche Ergebnisse sie gebracht haben.

Hilfreiche Bestandsaufnahme:

  • Website-Traffic: Wie viele Besucher kommen auf deine Website und welche Seiten werden besonders häufig aufgerufen?

  • Social-Media-Aktivitäten: Wie aktiv bist du auf Plattformen wie LinkedIn, Instagram oder Facebook und wie reagiert deine Zielgruppe auf deine Inhalte?

  • Lead- oder Verkaufszahlen: Welche Maßnahmen führen zu neuen Kontakten oder Verkäufen?

  • Bisherige Kampagnen: Welche Kampagnen waren erfolgreich, welche weniger?


2. Markt und Wettbewerb verstehen

Ein erfolgreicher Marketingplan berücksichtigt immer das Umfeld, in dem dein Unternehmen agiert. Nur wenn du weißt, wie der Markt aussieht und wer deine Wettbewerber sind, kannst du deine Maßnahmen gezielt planen und dich von anderen abheben.

Wichtige Fragen, die du dir stellen solltest

  • Wer sind deine wichtigsten Wettbewerber?
    Analysiere, welche Unternehmen ähnliche Produkte oder Dienstleistungen anbieten und welche Marktanteile sie haben.

  • Welche Marketingkanäle nutzen sie?
    Schau dir an, ob sie vor allem auf Social Media, in Suchmaschinen, per E-Mail oder offline aktiv sind.

  • Wie sprechen sie ihre Zielgruppe an?
    Achte darauf, welche Botschaften, Inhalte und Tonalität sie nutzen, um Kunden zu gewinnen.

  • Wo unterscheidest du dich von ihnen?
    Finde deine Alleinstellungsmerkmale (USPs) – das kann Qualität, Preis, Service, Innovation oder Kundenerfahrung sein.

Ziel der Analyse

Ziel ist nicht, andere zu kopieren, sondern Chancen und Lücken zu erkennen. Auf diese Weis kannst du deine Positionierung schärfen, Inhalte und Botschaften anpassen und dich klar von Mitbewerbern abheben.


3. Die Zielgruppe klar definieren

Eine der häufigsten Ursachen für ineffektives Marketing ist eine zu ungenaue Zielgruppenbeschreibung. Zu Beginn solltest du genau wissen, wen du ansprechen möchtest.

Eine gute Methode sind Buyer Personas. Das sind fiktive Profile deiner idealen Kunden. Typische Merkmale lassen sich folgendermaßen beschreiben:

  • Alter, Geschlecht und Beruf: Diese Merkmale helfen, die Zielgruppe einzuordnen und Inhalte alters- und branchengerecht zu gestalten.

  • Interessen und Bedürfnisse: Wenn du weißt, was deine Kunden wichtig finden, kannst du Angebote und Inhalte gezielt auf ihre Wünsche abstimmen.

  • Herausforderungen und Probleme: Du solltest verstehen, welche Probleme deine Kunden lösen möchten, um passende Lösungen anzubieten.

  • Informations- und Kaufverhalten: Um dein Kundenansprache zu verbessern, solltest du wissen wie deine Kunden Entscheidungen treffen und welche Quellen sie nutzen..

  • Genutzte Kanäle (z. B. Social Media, E-Mail, Google): Finde heraus, auf welchen Plattformen, deine Zielgruppe aktiv ist, um deinen Content dort zu präsentieren.


Beispiel für eine Buyer Persona

Marketing-Managerin Laura, 34 Jahre
Laura arbeitet in einem mittelständischen Unternehmen und ist für das Online-Marketing verantwortlich. Sie steht unter Zeitdruck und sucht nach effizienten Lösungen, um Leads zu generieren. Dabei informiert sie sich über Fachblogs, LinkedIn und Webinare und legt großen Wert auf praxisnahe, direkt umsetzbare Inhalte.

Solche Profile können dir helfen, Marketingmaßnahmen gezielt auf die Bedürfnisse deiner Kunden auszurichten.


4. Klare und messbare Marketingziele festlegen

Marketing ohne klare Ziele ist wie eine Reise ohne Zielort. Wenn du nicht weißt nicht, wo du hin willst, wird der Weg planlos. Um erfolgreich zu sein, solltest du deine Marketingziele daher konkret, messbar und erreichbar gestalten.

Dafür eignet sich die SMART-Methode:

  • Spezifisch: Das Ziel sollte eindeutig und verständlich formuliert sein. Beispiel: „Wir wollen mehr Website-Anfragen“ statt „Wir wollen besser werden“.

  • Messbar: Das Ziel sollte anhand von Zahlen überprüfbar sein.

  • Attraktiv: Gestalte das Ziel motivierend, um einen erkennbaren Nutzen haben, für dein Team und das Unternehmen.

  • Realistisch: Das Ziel muss erreichbar sein, sonst demotiviert es. Analysiere die vorhandenen Ressourcen, Budget und Kapazitäten.

  • Terminiert: Jedes Ziel braucht einen festen Zeitraum, innerhalb dessen es erreicht werden soll.

Beispiele für SMART-Ziele im Marketing

  • 25 % mehr Website-Anfragen innerhalb von 6 Monaten. Das ist spezifisch, messbar und terminiert.

  • 2.000 neue Newsletter-Abonnenten bis Jahresende. Es zeigt klare Kennzahlen und einen Zeitraum.

  • Steigerung der Markenbekanntheit durch 30 % mehr Social-Media-Reichweite. Dias Ziel ist konkret, motivierend und überprüfbar.

5. Klare Positionierung und Botschaften entwickeln

Nachdem du deine Zielgruppe definiert und Ziele festgelegt hast, geht es darum, klar zu kommunizieren, wofür dein Unternehmen steht. Deine Positionierung bestimmt, wie deine Marke oder dein Angebot wahrgenommen wird und warum Kunden sich gerade für dich entscheiden sollten.

Die richtigen Fragen stellen:

  • Was macht dein Angebot besonders?
    Überlege, welche Eigenschaften, Leistungen oder Vorteile dein Produkt oder deine Dienstleistung einzigartig machen. Das können Qualität, Preis-Leistungs-Verhältnis, Service oder Innovationen sein.

  • Welches Problem löst du für deine Kunden?
    Zeige klar, welchen Mehrwert dein Angebot bietet und welche Herausforderungen es erleichtert oder löst.

  • Warum sollten Kunden sich für dich entscheiden?
    Finde deine Alleinstellungsmerkmale (USPs). Was hebt dich von Mitbewerbern ab? Warum ist dein Angebot die bessere Wahl?

Die Value Proposition

Die Antworten auf diese Fragen bilden deine Value Proposition. Das ist ein klares Versprechen, das du deinen Kunden gibst. Es ist die Basis für alle Marketingbotschaften und sollte:

  • klar und verständlich sein

  • relevant für deine Zielgruppe sein

  • konsistent über alle Kanäle kommuniziert werden

Warum konsistente Botschaften so wichtig sind

Deine Botschaften wirken nur, wenn du sie überall einheitlich kommunizierst. Das gilt für deine Website, in Social Media, im Newsletter, in Werbeanzeigen oder bei Präsentationen.


6. Die passenden Marketingkanäle auswählen

Nicht jeder Marketingkanal ist für jedes Unternehmen sinnvoll. Es ist wichtig, dass du dort präsent bist, wo sich deine Zielgruppe tatsächlich aufhält. Wenn du deine Buyer Personas und ihr Verhalten gut kennst, kannst du die Kanäle auswählen, die den größten Effekt bringen.

Diese Marketingkanäle kannst du nutzen:

  • Website & Blog:
    Deine Website ist das zentrale Aushängeschild deines Unternehmens. In einem Blog kannst du regelmäßig wertvolle Inhalte liefern, die deine Zielgruppe informieren und Vertrauen aufbauen.

  • Suchmaschinen (SEO & SEA):
    Über Google & Co. finden potenzielle Kunden dich genau dann, wenn sie nach Lösungen suchen. SEO sorgt für organische Reichweite, SEA (bezahlte Anzeigen) liefert schnelle Ergebnisse.

  • Social Media:
    Plattformen wie LinkedIn, Instagram, Facebook oder TikTok bieten dir die Möglichkeit, mit deiner Zielgruppe direkt in Kontakt zu treten, Inhalte zu teilen und Reichweite aufzubauen.
    Lesetipp: Schritt für Schritt zum Social Media Marketing-Plan.

  • E-Mail-Marketing:
    Mit Newslettern oder automatisierten E-Mail-Kampagnen kannst du Kundenkontakte pflegen, neueste Informationen teilen und deine Kunden langfristig binden.

  • Content-Marketing (Whitepaper, Videos, Webinare):
    Interessante Inhalte, die echten Mehrwert bieten, positionieren dich als Experte und lösen gleichzeitig die Probleme deiner Zielgruppe.
    Mehr dazu: Content-Marketing: Mit kleinem Budget groß starten.

  • Offline-Maßnahmen (Events, Print, Messen):
    Auch klassische Wege können sinnvoll sein, je nachdem, wo deine Zielgruppe unterwegs ist und wie sie am besten angesprochen werden möchte.
    Lesetipp: Eventmarketing: Kunden mit Events gewinnen.

7. Konkrete Maßnahmen planen

Wie kannst du deine Marketingstrategie nun tatsächlich umsetzen? Während die Positionierung, Ziele und Kanäle die Richtung vorgeben, sorgen konkrete Maßnahmen dafür, dass dein Marketingplan wirklich umgesetzt wird.

Beispiele für mögliche Maßnahmen:

  • Regelmäßige Blogartikel zu relevanten Themen: Liefere Inhalte, die deine Zielgruppe informieren, inspirieren oder Probleme lösen.

  • Social-Media-Posts mit Mehrwert: Teile Tipps, Neuigkeiten oder Geschichten, die deine Zielgruppe interessieren und Interaktionen fördern.

  • Newsletter-Kampagnen: Halte Leads und Kunden regelmäßig informiert und baue Vertrauen auf.

  • Werbeanzeigen: Platziere gezielte Anzeigen auf den Kanälen, die deine Zielgruppe nutzt.

  • Landingpages: Erstelle spezielle Seiten, um Produkte oder Angebote zu präsentieren und Leads zu generieren.


Klarheit schaffen

Damit die Umsetzung reibungslos läuft, solltest du für jede Maßnahme genau festlegen:

  • Was wird gemacht? Beschreibe deine konkrete Vorgehensweise.

  • Wer ist verantwortlich? Bestimme die Zuständigkeiten innerhalb des Teams.

  • Bis wann muss es umgesetzt werden? Setze Deadlines und erstelle einen Zeitplan.

Ein strukturierter Maßnahmenplan verhindert Missverständnisse und hilft deinem Team, effizient zusammenzuarbeiten. Außerdem kannst du so später leichter überprüfen, welche Maßnahmen erfolgreich sind und wo du optimieren musst.


8. Budget und Ressourcen realistisch einplanen

Ein Marketingplan ist nur dann umsetzbar, wenn du auch die verfügbaren Mittel und Ressourcen realistisch einplanst. Ohne ausreichendes Budget oder die richtigen Kapazitäten können deine Maßnahmen nicht zielgerichtet umgesetzt werden.

Wichtige Fragen für deine Budgetplanung:

  • Wie viel Budget steht insgesamt zur Verfügung?
    Analysiere deine finanziellen Mittel genau und berücksichtige sowohl laufende Kosten als auch geplante Kampagnen.

  • Welche Maßnahmen haben Priorität?
    Nicht alle Aktivitäten sind gleich wichtig. Setze dein Budget gezielt dort ein, wo der größte Effekt für deine Ziele erzielt wird.

  • Welche Tools oder externen Dienstleister werden benötigt?
    Plane ein, ob du Software, Agenturen oder Freelancer für bestimmte Aufgaben benötigst, z. B. für Social Media, Design oder SEO.


Lesetipp: Effektives Marketing für KMUs: Marketingbudget richtig nutzen.


9. Zeitplan und Meilensteine festlegen

Erstelle einen klaren Zeitplan, damit du und dein Team den Überblick behalten und alle Maßnahmen termingerecht umgesetzt können.

Wichtige Elemente für deinen Zeitplan:

  • Jahres- oder Quartalspläne:
    Lege fest, welche Kampagnen oder Aktionen in welchem Zeitraum umgesetzt werden. So entsteht eine langfristige Übersicht über alle Aktivitäten.

  • Feste Deadlines:
    Bestimme für jede Maßnahme ein konkretes Enddatum. Deadlines sorgen dafür, dass Aufgaben priorisiert und rechtzeitig erledigt werden.

  • Meilensteine für größere Kampagnen:
    Bei komplexen Projekten helfen Zwischenschritte, den Fortschritt zu messen und Probleme frühzeitig zu erkennen.

Warum ein Zeitplan wichtig ist

Mit einem strukturierten Zeitplan kannst du die Fortschritte nachvollziehen und sehen, wer wann woran arbeitet. Außerdem erleichtert er, Ressourcen effizient einzusetzen und Engpässe rechtzeitig zu erkennen.


10. Erfolg messen und regelmäßig optimieren

Ein Marketingplan lebt davon, regelmäßig überprüft und angepasst zu werden. Wenn du Erfolge deiner Maßnahmen misst, kannst erkennen, was bereits gut funktioniert und wo Optimierungsbedarf besteht.

KPIs (Key Performance Indicators) festlegen:

Damit du den Erfolg messen kannst, solltest du klar definieren, welche Kennzahlen relevant sind. Typische KPIs im Marketing sind zum Beispiel:

  • Reichweite: Wie viele Menschen haben deine Inhalte gesehen?

  • Klicks: Wie oft wurde auf Links, Anzeigen oder Beiträge geklickt?

  • Leads: Wie viele neue Kontakte oder Interessenten wurden generiert?

  • Conversion-Raten: Wie viele der Besucher haben eine gewünschte Aktion ausgeführt (z. B. Kauf, Anmeldung)?

  • Umsatzbeiträge: Welchen direkten Einfluss haben deine Maßnahmen auf den Umsatz?

Regelmäßige Analyse und Optimierung:

  • Ergebnisse analysieren: Schaue dir regelmäßig die Daten an, z. B. wöchentlich oder monatlich, je nach Kampagne.

  • Maßnahmen anpassen: Wenn etwas nicht wie geplant funktioniert, überlege, was du ändern kannst, wie zum Beispiel Inhalte, Kanäle, Timing oder Zielgruppenansprache.

  • Kontinuierlich verbessern: Erfolgreiches Marketing ist ein fortlaufender Prozess. Jede Optimierung bringt dich näher zu deinem Ziel.


Fazit: Mit klaren Marketingplan zum Erfolg

Mit einem gut durchdachten Marketingplan weißt du immer, wo du stehst und was als Nächstes zu tun ist. Er hilft dir, deine Zeit, dein Budget und deine Ressourcen sinnvoll einzusetzen und sorgt dafür, dass deine Maßnahmen wirklich Wirkung zeigen. Wenn du deine ZieleZielgruppe und Kanäle klar definierst und regelmäßig überprüfst, kannst du dein Marketing einfacher und übersichtlicher gestalten und erfolgreich umsetzen.

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