KI-Prompts: 8 häufige Fehler und wie du sie vermeidest
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Hast du schon einmal mit einer KI gearbeitet und ein Ergebnis bekommen, das nicht ganz deinen Vorstellungen entsprach? Das kann daran liegen, wie du deine Anfrage formulierst. Mit ein paar einfachen Tipps kannst du die Antworten besser auf deine Bedürfnisse abstimmen und Zeit sparen. Wir zeigen dir häufige Fehler beim Prompten und wie du sie vermeiden kannst.
Was sind KI-Prompts und warum sind sie wichtig?
Ein Prompt ist eine Frage oder Anweisung, die du an ein KI-Tool richtest. Damit erklärst du der künstlichen Intelligenz, was sie für dich tun soll. Das kann eine einfache Frage oder eine ausführliche Aufgabenbeschreibung sein.
Ein Beispiel: Du möchtest einen Beitrag für Instagram erstellen. Mit der Anfrage „Schreibe einen Social-Media-Post“ gibst du der KI nur wenige Informationen. Sie weiß nicht, worum es geht und wen du erreichen möchtest.
Beschreibst du dagegen dein Angebot, deine Zielgruppe und den gewünschten Stil, kann die KI gezielter arbeiten. So erhältst du eher einen Text, der zu deinem Unternehmen passt.
Gute Prompts helfen dir, passende Antworten zu bekommen und weniger Zeit mit Überarbeitungen zu verbringen. Wichtig ist, dass du der KI erklärst, was du von ihr erwartest.
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8 häufige Fehler beim Prompten
Mit ein paar einfachen Tipps kannst du deine KI-Prompts verbessern und passendere Ergebnisse erhalten. Wir zeigen dir, welche Fehler beim Prompten häufig vorkommen und wie du sie vermeiden kannst.
1. Du formulierst deinen Prompt zu ungenau
Wenn deine Anfrage sehr allgemein ist, muss die KI selbst entscheiden, was du meinst. Das Ergebnis passt dann vielleicht nicht zu deinen Vorstellungen. Du musst den Text anschließend stärker überarbeiten.
So vermeidest du den Fehler: Erkläre möglichst genau, was du erreichen möchtest. Nenne das Thema und beschreibe, was die KI erstellen soll. Überlege auch, wofür du das Ergebnis brauchst.
Beispiel für einen Handwerksbetrieb:
Ungünstige Anfrage:
„Schreibe einen Beitrag für Social Media.“
So geht es besser:
„Schreibe einen Instagram-Beitrag für meinen Malerbetrieb. Stelle unsere Innenraumgestaltung vor und sprich Hausbesitzer an, die ihre Räume renovieren möchten. Ziel ist es, neue Beratungstermine zu gewinnen. Schreibe einen kurzen Text mit einer passenden Handlungsaufforderung.“
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2. Du gibst zu wenig Kontext
Wenn du der KI Informationen über deinen Betrieb und dein Angebot gibst, kann sie ihre Antworten besser auf deine Situation abstimmen. Fehlen diese Angaben, passen ihre Vorschläge vielleicht nicht zu deinem Angebot oder deinen Kunden.
So vermeidest du den Fehler: Erkläre, was dein Unternehmen macht und wen du erreichen möchtest. Nenne bei Bedarf auch Besonderheiten deines Angebots oder dein Budget.
Beispiel für ein Café:
Ungünstige Anfrage:
„Erstelle eine Werbeidee für mein Café.“
So geht es besser:
„Ich betreibe ein kleines Café in der Innenstadt. Wir bieten hausgemachte Kuchen, Frühstück und vegetarische Snacks an. Unsere Gäste sind vor allem Berufstätige und Anwohner aus der Umgebung. Entwickle drei Ideen, mit denen wir mehr Gäste zum Frühstück gewinnen. Die Aktionen sollen wenig kosten und einfach umzusetzen sein.“
3. Du machst keine Vorgaben zum gewünschten Ton und Stil
Ein Text kann inhaltlich passen und trotzdem nicht zu deinem Unternehmen oder deiner Zielgruppe passen. Vielleicht klingt er zu förmlich, zu werblich oder zu kompliziert. Ohne weitere Vorgaben entscheidet die KI selbst, welchen Stil sie verwendet.
So vermeidest du den Fehler: Erkläre, wie der Text klingen soll. Verwende einfache Beschreibungen wie freundlich, sachlich, locker oder professionell. Du kannst auch sagen, welche Formulierungen du nicht möchtest.
Beispiel für einen Dienstleister:
Ungünstige Anfrage:
„Schreibe eine E-Mail an einen Kunden, um unser neues Angebot vorzustellen.“
So geht es besser:
„Schreibe eine freundliche und professionelle E-Mail an einen bestehenden Kunden. Stelle unser neues Beratungsangebot vor, ohne aufdringlich zu wirken. Verwende kurze Sätze und eine verständliche Sprache. Vermeide übertriebene Werbeversprechen.“
So erhältst du einen ersten Entwurf, der besser zu deiner Kommunikation passt. Lies ihn trotzdem durch und ändere Formulierungen, die nicht nach dir klingen.
4. Du machst keine Vorgaben zum Aufbau
Vielleicht brauchst du eine kurze E-Mail, eine Liste mit Ideen oder einen Text mit festen Zwischenüberschriften. Wenn du das Format nicht vorgibst, kann die KI eine andere Form wählen als gewünscht.
So vermeidest du den Fehler: Erkläre, wie das Ergebnis aussehen soll. Nenne bei Bedarf auch die gewünschte Länge, die Anzahl der Vorschläge oder den Aufbau.
Beispiel für die Planung von Social Media:
Ungünstige Anfrage:
„Gib mir Ideen für Social Media.“
So geht es besser:
„Erstelle fünf Ideen für Instagram-Beiträge für meinen Friseursalon. Nenne zu jeder Idee ein Thema, einen kurzen Textvorschlag und eine passende Bildidee. Halte die Beschreibungen knapp.“
Du kannst auch festlegen, ob die KI eine Liste, eine Tabelle oder einen Fließtext erstellen soll. So musst du das Ergebnis anschließend weniger umarbeiten.
5. Du möchtest zu viele Aufgaben auf einmal erledigen
Du möchtest einen Blogartikel schreiben lassen und bittest die KI gleichzeitig um Themenideen, eine Gliederung, den fertigen Text, eine Überschrift und Beiträge für Social Media. Bei so vielen Aufgaben auf einmal kann das Ergebnis unübersichtlich werden. Einzelne Punkte kommen dann möglicherweise zu kurz.
So vermeidest du den Fehler: Teile größere Aufgaben in kleinere Schritte auf. Beginne mit dem ersten Schritt und arbeite dich zum fertigen Ergebnis vor.
Für einen Blogartikel könnte das so aussehen:
Schritt 1: „Nenne mir fünf Themenideen für einen Blogartikel über die Pflege von Holzböden.“
Schritt 2: „Erstelle eine Gliederung für die dritte Idee. Schreibe für Hausbesitzer ohne Fachkenntnisse.“
Schritt 3: „Schreibe den Artikel anhand der Gliederung. Erkläre die einzelnen Schritte verständlich und ergänze praktische Tipps.“
Schritt 4: „Formuliere drei passende Überschriften und eine kurze Meta Description.“
6. Du gibst der KI keine Rückmeldung zur Verbesserung
Die erste Antwort der KI passt nicht immer zu deinen Vorstellungen. Vielleicht ist der Text zu lang, die Idee zu teuer oder die Ansprache nicht passend. Du musst deshalb nicht von vorne anfangen.
So vermeidest du den Fehler: Sage der KI, was sie ändern soll. Je genauer du deine Wünsche beschreibst, desto gezielter kann sie den Text überarbeiten.
Diese Folgeanfragen können dir im Alltag helfen:
„Kürze den Text auf 100 Wörter. Behalte die wichtigsten Informationen bei.“
„Erkläre den zweiten Absatz einfacher und vermeide Fachbegriffe.“
„Die Ideen sind zu teuer. Nenne mir drei Alternativen, die wenig kosten.“
„Der Text klingt zu werblich. Schreibe ihn persönlicher und sachlicher.“
Du kannst auch nur einzelne Abschnitte ändern lassen. So musst du nicht den gesamten Text neu erstellen.
7. Du prüfst die KI-Ergebnisse nicht
Auch bei einer guten Anfrage kann die KI Fehler machen. Sie kann Zahlen falsch wiedergeben, Informationen erfinden oder veraltete Angaben verwenden. Deshalb solltest du ihre Antworten nicht ungeprüft übernehmen.
So vermeidest du den Fehler: Kontrolliere wichtige Angaben, bevor du sie verwendest oder veröffentlichst. Vergleiche Fakten mit verlässlichen Quellen und prüfe, ob die Antwort zu deinem Unternehmen passt.
Auf diese Punkte kannst du achten:
Stimmen Preise, Öffnungszeiten und Kontaktdaten?
Sind genannte Zahlen und Statistiken durch verlässliche Quellen belegt?
Sind rechtliche Angaben aktuell und für deinen Fall relevant?
Enthält der Text Versprechen, die dein Unternehmen nicht halten kann?
Du kannst die KI auch bitten, Quellen zu nennen. Prüfe diese Angaben trotzdem selbst. Eine überzeugend formulierte Antwort ist nicht automatisch richtig.
8. Du gibst vertrauliche Informationen in den Prompt ein
Damit die KI deine Aufgabe versteht, braucht sie manchmal Hintergrundinformationen. Du solltest aber keine persönlichen Daten oder vertraulichen Angaben eingeben. Dazu gehören beispielsweise Kundendaten, Passwörter oder interne Geschäftsinformationen.
So vermeidest du den Fehler: Gib nur die Informationen an, die für deine Aufgabe wirklich nötig sind. Ersetze Namen und andere persönliche Angaben durch allgemeine Begriffe. Prüfe außerdem, wie das jeweilige KI-Tool mit deinen Daten umgeht.
Beispiel für eine Kunden-E-Mail:
Ungünstige Anfrage:
„Formuliere eine Antwort an unseren Kunden Max Mustermann. Er wohnt in der Beispielstraße 12 und hat sich über seine Rechnung beschwert.“
So geht es besser:
„Formuliere eine freundliche Antwort auf die Beschwerde eines Kunden über eine Rechnung. Erkläre, dass wir den Sachverhalt prüfen und uns zeitnah zurückmelden. Schreibe professionell und lösungsorientiert.“
Für diese Aufgabe braucht die KI weder den Namen noch die Adresse des Kunden. Allgemeine Angaben reichen aus, um einen passenden Text zu erstellen.
Eine einfache Vorlage für bessere KI-Prompts
Du musst nicht bei jeder Anfrage von vorne anfangen. Eine feste Struktur kann hilfreich sein, die wichtigsten Angaben zusammenzustellen. Du kannst die Vorlage einfach an deine Aufgabe anpassen.
Diese Angaben können dir beim Prompten helfen:
Aufgabe: Was soll die KI für dich erledigen?
Hintergrund: Was sollte die KI über dein Unternehmen oder deine Situation wissen?
Zielgruppe und Ziel: Wen möchtest du erreichen und was möchtest du erreichen?
Aufbau: Wie soll das Ergebnis aussehen und wie lang soll es sein?
Ton: Wie soll der Text klingen?
Beispiel für eine vollständige Anfrage:
„Ich betreibe einen kleinen Gartenbaubetrieb und möchte neue Kunden aus der Umgebung gewinnen. Erstelle drei Ideen für Instagram-Beiträge, die unsere Gartenpflege im Frühjahr vorstellen. Unsere Zielgruppe sind Hausbesitzer, die wenig Zeit für die Gartenarbeit haben. Gib jede Idee als kurzen Textvorschlag mit einer passenden Bildidee aus. Schreibe freundlich und verständlich. Vermeide übertriebene Werbeversprechen.“
Du kannst diese Vorlage für viele Aufgaben nutzen. Mit der Zeit merkst du, welche Informationen für deine typischen Aufgaben besonders wichtig sind.
Weitere Tipps zu KI-Prompts findest du hier: So erstellst du effektive KI-Prompts für dein Unternehmen
Fazit: Mit konkreten Prompts zu besseren KI-Ergebnissen
Wenn du deine Prompts klar formulierst und der KI die passenden Informationen gibst, kannst du ihre Antworten besser auf deine Aufgaben abstimmen. Beschreibe, was du brauchst, gib der KI wichtige Informationen mit und sage ihr, wie das Ergebnis aussehen soll. Wenn die Antwort noch nicht ganz passt, kannst du gemeinsam mit der KI daran feilen. Wichtig ist auch, die Ergebnisse zu prüfen und vertrauliche Daten zu schützen. Mit der Zeit findest du heraus, welche Anweisungen für deine Aufgaben am besten funktionieren und kannst KI immer gezielter in deinem Unternehmensalltag einsetzen.
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