Was ist Remarketing? Definition & Vorteile
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Du hast bestimmt schon einmal online nach einem Produkt gesucht. Vielleicht nach einem neuen Paar Sneaker oder einer Kaffeemaschine. Kurz danach taucht genau dieses Produkt auf Instagram, Facebook oder einer anderen Website wieder auf. Dahinter steckt Remarketing.
Mit Remarketing erreichst du Menschen, die deine Website bereits besucht haben. So erinnerst du sie an dein Angebot und erhöhst die Chance, dass sie später kaufen oder Kontakt aufnehmen.
In diesem Artikel erfährst du, was Remarketing ist, wie es funktioniert und warum diese Marketingstrategie für viele Unternehmen so erfolgreich ist.
Was ist Remarketing?
Remarketing ist eine Marketingstrategie, mit der du frühere Besucher deiner Website erneut ansprichst.
Das Ziel ist einfach: Du möchtest Menschen zurückholen, die sich bereits für dein Unternehmen, deine Produkte oder deine Dienstleistungen interessiert haben. Vielleicht haben sie sich ein Produkt angesehen, den Warenkorb gefüllt oder ein Kontaktformular begonnen. Oft fehlt nur ein kleiner Anstoß, damit sie den nächsten Schritt machen.
Ein einfaches Beispiel für Remarketing
Stell dir vor, du suchst online nach einem neuen Schreibtisch.
Du besuchst einen Online-Shop, vergleichst verschiedene Modelle und verlässt die Website wieder. Zwei Tage später siehst du auf einer anderen Website oder in deinem Social-Media-Feed Werbung für genau diesen Schreibtisch. Das ist Remarketing.
Der Shop erinnert dich an dein Interesse und erhöht die Chance, dass du zurückkehrst und den Schreibtisch kaufst.
Wie funktioniert Remarketing?
Damit solche Anzeigen ausgespielt werden können, wird der Besuch einer Website mithilfe einer Tracking-Technologie erfasst. Voraussetzung dafür ist die Zustimmung des Nutzers.
Anschließend werden Besucher bestimmten Zielgruppen zugeordnet und erhalten passende Anzeigen auf Websites, in Suchmaschinen oder sozialen Netzwerken.
Das Ziel ist es Menschen, die bereits Interesse gezeigt haben, erneut zu erreichen und sie an das Angebot zu erinnern.
Welche Vorteile hat Remarketing?
Die meisten Besucher treffen nicht sofort eine Entscheidung. Sie vergleichen Angebote, informieren sich oder verschieben einen Kauf auf später. Mit Remarketing kannst du diese Interessenten erneut erreichen und an dein Angebot erinnern.
Zu den wichtigsten Vorteilen zählen:
- Höhere Conversion-Chancen: Du sprichst Menschen an, die bereits Interesse gezeigt haben. Dadurch steigt die Wahrscheinlichkeit für Käufe, Anfragen oder andere gewünschte Aktionen.
- Effizienteres Werbebudget: Du erreichst gezielt Nutzer, die deine Marke bereits kennen, statt ausschließlich neue Besucher anzusprechen.
- Mehr Markenbekanntheit: Regelmäßige Berührungspunkte sorgen dafür, dass dein Unternehmen im Gedächtnis bleibt.
- Personalisierte Ansprache: Du kannst Anzeigen an das Verhalten der Nutzer anpassen und ihnen passende Inhalte oder Produkte zeigen.
Remarketing eignet sich nicht nur für Online-Shops. Auch Dienstleister und B2B-Unternehmen nutzen die Strategie, um Interessenten erneut anzusprechen.
Welche Arten von Remarketing gibt es?
Je nach Ziel kannst du verschiedene Formen von Remarketing einsetzen.
Standard-Remarketing
Frühere Besucher sehen deine Anzeigen auf anderen Websites oder in Apps. So bleibt dein Unternehmen auch nach dem ersten Besuch präsent.
Dynamisches Remarketing
Beim dynamischen Remarketing werden genau die Produkte oder Dienstleistungen angezeigt, die sich ein Nutzer zuvor angesehen hat. Diese Form wird besonders häufig von Online-Shops eingesetzt.
Social-Media-Remarketing
Plattformen wie Facebook, Instagram oder LinkedIn ermöglichen es, frühere Website-Besucher mit passenden Anzeigen erneut anzusprechen.
Suchmaschinen-Remarketing
Auch in Suchmaschinen kannst du frühere Besucher gezielt erreichen, wenn sie erneut nach passenden Begriffen suchen.
E-Mail-Remarketing
Hat jemand einen Kauf oder eine Anmeldung nicht abgeschlossen, kann eine automatische Erinnerungs-E-Mail helfen, den Prozess fortzusetzen.
Worauf solltest du beim Remarketing achten?
Damit Remarketing erfolgreich ist, solltest du deine Zielgruppen gezielt auswählen, passende Anzeigen erstellen und deine Kampagnen regelmäßig verbessern.
1. Definiere deine Zielgruppen
Nicht jeder Besucher hat das gleiche Interesse. Ein Nutzer, der nur einen Blogartikel gelesen hat, braucht eine andere Ansprache als jemand, der ein Produkt angesehen oder einen Kauf abgebrochen hat.
- Welche Seiten haben Nutzer besucht?
- Welche Produkte oder Leistungen haben sie sich angesehen?
- Welche Aktionen haben sie durchgeführt?
Daraus kannst du verschiedene Zielgruppen erstellen. Zum Beispiel Besucher einer bestimmten Produktseite, Warenkorbabbrecher oder Nutzer, die bereits Kontakt mit deinem Unternehmen hatten.
2. Erstelle passende Anzeigen
Du kannst deine Anzeigen an das bisherige Verhalten der Besucher anpassen.
Zum Beispiel:
- Ein Nutzer, der ein bestimmtes Produkt angesehen hat, erhält eine Anzeige mit diesem Produkt.
- Ein Besucher, der sich nur informiert hat, bekommt weiterführende Inhalte oder einen Ratgeber angezeigt.
- Ein Warenkorbabbrecher erhält eine Erinnerung an den offenen Kauf.
So wirkt deine Werbung relevanter und weniger wie eine allgemeine Anzeige.
3. Lege eine passende Anzeigenfrequenz fest
Beim Remarketing solltest du darauf achten, dass die Ansprache ausgewogen bleibt. Das verbessert die Nutzererfahrung und verhindert, dass deine Werbung als störend wahrgenommen wird.
Darauf kannst du achten:
- Anzeigen nicht zu häufig auszuspielen.
- Nutzer nicht über einen zu langen Zeitraum mit derselben Werbung anzusprechen.
- Anzeigen anzupassen, wenn sie nicht mehr relevant sind.
4. Führe Nutzer auf die passende Zielseite
Nach dem Klick auf eine Anzeige sollte der Nutzer genau das finden, was er erwartet.
Verlinke deshalb nicht immer auf deine Startseite, sondern auf die passende Produktseite, Leistungsseite oder einen relevanten Inhalt.
Je einfacher der nächste Schritt für den Nutzer ist, desto höher ist die Chance auf eine Conversion.
5. Messe und verbessere deine Ergebnisse
Überprüfe regelmäßig, wie erfolgreich deine Remarketing-Kampagnen sind. Nutze Kennzahlen, um deine Anzeigen zu optimieren, Zielgruppen anzupassen und dein Werbebudget gezielter einzusetzen.
Achte dabei besonders auf:
- Klickrate (CTR)
- Conversion-Rate
- Kosten pro Conversion
Welche Tools eignen sich für Remarketing?
Um Remarketing umzusetzen, benötigst du eine Werbeplattform, über die deine Anzeigen ausgespielt werden. Welche Lösung sich eignet, hängt davon ab, wo du deine Zielgruppe erreichen möchtest.
- Google Ads: Mit Google Ads kannst du Remarketing-Anzeigen in der Google-Suche, im Displaynetzwerk und auf YouTube schalten. Die Plattform eignet sich für viele Unternehmen und bietet verschiedene Möglichkeiten, frühere Website-Besucher erneut anzusprechen.
- Meta Ads: Über Meta Ads erreichst du Nutzer auf Facebook und Instagram. So kannst du Personen erneut ansprechen, die bereits mit deiner Website oder deinem Unternehmen interagiert haben.
- LinkedIn Ads: Für B2B-Unternehmen ist LinkedIn Ads eine interessante Option. Damit lassen sich Fach- und Führungskräfte gezielt mit Remarketing-Kampagnen ansprechen.
- Microsoft Advertising: Auch über Microsoft Advertising kannst du Remarketing-Kampagnen erstellen. Die Plattform spielt Anzeigen unter anderem in der Bing-Suche und im Microsoft-Werbenetzwerk aus.
Datenschutz beim Remarketing
Beim Einsatz von Remarketing solltest du die Datenschutzvorgaben beachten. Da dabei Nutzerdaten verarbeitet werden, ist eine transparente Information der Nutzer wichtig.
Je nach eingesetzter Technologie kann außerdem eine Einwilligung erforderlich sein. Ein professionelles Consent-Management hilft dabei, die notwendigen Vorgaben umzusetzen.
Fazit: Mit Remarketing Interessenten gezielt zurückgewinnen
Remarketing gehört zu einer effektiven Strategien im Online-Marketing. Statt ausschließlich neue Besucher zu gewinnen, sprichst du Menschen an, die dein Unternehmen bereits kennen und Interesse gezeigt haben.
Mit Remarketing kannst du potenzielle Kunden gezielt zurück auf deine Website führen und die Chance auf Käufe oder Anfragen erhöhen.
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