Was sind KPIs? Die wichtigsten Kennzahlen für dein KMU

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Geschäftsmann analysiert Dashboard mit KPIs und Analytics.

Ob deine Marketingkampagnen wirklich funktionieren oder ob Besucher auf deiner Website abspringen, kannst du mit KPIs erkennen: Sie machen sichtbar, was sonst im Verborgenen bleibt. So erhältst du klare Zahlen, die dir zeigen, wie sich dein Unternehmen entwickelt.

In diesem Artikel erhältst du einen Überblick über die wichtigsten KPIs, die dir helfen, deine Maßnahmen besser zu verstehen und gezielt zu steuern.


Was sind KPIs und warum sind sie so wichtig?


KPIs (Key Performance Indicators, auf Deutsch: Leistungskennzahlen) sind Kennzahlen, mit denen du messen kannst, wie gut dein Unternehmen seine Ziele erreicht. Typische Beispiele sind dein Umsatz, deine Conversion Rate oder deine Kosten pro Kunde. Sie zeigen dir konkret, ob deine Maßnahmen funktionieren oder nicht.
KPIs sind wichtig, weil sie dir helfen, deinen Erfolg objektiv zu bewerten. Du kannst zum Beispiel sehen, ob dein Umsatz steigt oder deine Conversion Rate sinkt und diese Werte vergleichen.
Demnach kannst du schnell erkennen, wo etwas nicht passt und wo du nachbessern solltest. Ohne KPIs ist es schwer zu beurteilen, ob dein Unternehmen wirklich Fortschritte macht.


Die wichtigsten KPIs im Überblick: Diese Kennzahlen solltest du kennen


Diese KPIs geben dir einen klaren Einblick in die wichtigsten Bereiche deines Unternehmens. Du kannst genau sehen, was gut funktioniert, wo es noch Verbesserungsbedarf gibt und kannst darauf gezielt reagieren.


1. Umsatzbezogene KPIs


Umsatzbezogene KPIs geben dir einen Überblick darüber, wie viel Umsatz dein Unternehmen erzielt und wie erfolgreich deine Kundenbeziehungen sind.


1.1 Umsatz (Revenue)


Der Umsatz ist das gesamte Geld, das dein Unternehmen durch Verkäufe in einem bestimmten Zeitraum einnimmt. Kosten werden dabei noch nicht berücksichtigt.

Wichtig ist der Unterschied zum Gewinn: Der Gewinn entsteht erst, wenn du vom Umsatz alle Kosten abziehst, zum Beispiel für Personal, Miete oder Marketing.

Einfach gesagt:
Der Umsatz zeigt dir, wie viel Geld reinkommt.
Der Gewinn zeigt dir, wie viel am Ende übrig bleibt.

Der Umsatz ist eine zentrale Kennzahl, weil er dir zeigt, wie gut dein Angebot am Markt funktioniert. Steigt dein Umsatz, bedeutet das meist, dass mehr Kunden kaufen oder bestehende Kunden mehr kaufen.


1.2 Customer Lifetime Value (CLV)


Der Customer Lifetime Value zeigt dir, wie viel Umsatz ein Kunde dir insgesamt über die gesamte Dauer der Kundenbeziehung bringt.
Dabei geht es nicht um einen einzelnen Kauf, sondern um alle Käufe eines Kunden zusammen. Ein Kunde, der regelmäßig bei dir kauft oder lange bleibt, ist daher deutlich wertvoller als jemand, der nur einmal kauft.

Der CLV ist wichtig, weil er dir hilft zu verstehen, wie wertvoll deine Kunden wirklich sind. Außerdem kannst du damit besser entscheiden, wie viel du in die Gewinnung neuer Kunden investieren solltest. Je höher der CLV, desto mehr Budget kannst du sinnvoll einsetzen.

Ein hoher CLV zeigt, dass deine Kunden zufrieden sind und immer wieder kaufen. Ein niedriger CLV kann darauf hinweisen, dass Kunden nicht zurückkehren und du deine Kundenbindung verbessern solltest.


2. Effizienz- und Kosten-KPIs


Effizienz- und Kosten-KPIs zeigen dir, ob sich deine Investitionen wirklich lohnen. Sie helfen dir zu verstehen, ob du Geld sinnvoll einsetzt oder unnötig verbrennst.


2.1 Cost per Lead (CPL)


Der Cost per Lead zeigt dir, wie viel Geld du im Durchschnitt ausgeben musst, um einen neuen Interessenten zu gewinnen. Ein Lead ist zum Beispiel jemand, der sich anmeldet, eine Anfrage stellt oder ein Formular ausfüllt.

Der CPL wird berechnet, indem du deine gesamten Marketingkosten durch die Anzahl der gewonnenen Leads teilst. So siehst du direkt, wie effizient deine Maßnahmen sind.

Diese Kennzahl ist wichtig, weil sie dir zeigt, ob sich dein Marketing lohnt. Ist dein CPL sehr hoch, kann das ein Hinweis darauf sein, dass deine Kampagnen nicht gut funktionieren oder du den falschen Kanal nutzt. Ist der CPL niedrig, gewinnst du effizient neue Interessenten.

Besonders hilfreich ist der CPL beim Vergleich von Marketingkanälen. Du erkennst schnell, welche Maßnahmen gute Ergebnisse liefern und wo du dein Budget besser einsetzen solltest.


2.2 Return on Investment (ROI)


Der Return on Investment zeigt dir, ob sich eine Investition für dich lohnt. Er beantwortet die einfache Frage: Verdient dein Unternehmen mit einer Maßnahme mehr Geld, als es dafür ausgibt?

Der ROI wird berechnet, indem du den Gewinn ins Verhältnis zu den eingesetzten Kosten setzt. So kannst du klar erkennen, ob sich zum Beispiel Werbung, ein neues Tool oder ein Projekt wirtschaftlich auszahlt.
Diese Kennzahl ist wichtig, weil sie dir hilft, bessere Entscheidungen zu treffen.

Ein positiver ROI bedeutet, dass du mehr einnimmst, als du investiert hast. Ein negativer ROI zeigt, dass du Verluste machst und deine Strategie überdenken solltest.
Der ROI hilft dir also dabei, dein Budget gezielt einzusetzen und in die Maßnahmen zu investieren, die wirklich Ergebnisse bringen.


3. Conversion Rate


Die Conversion Rate zeigt dir, wie viele Besucher eine gewünschte Aktion ausführen, zum Beispiel einen Kauf, eine Anmeldung oder eine Anfrage.
Du berechnest die Conversion Rate, indem du die Anzahl der gewünschten Aktionen durch die Anzahl der Besucher teilst und das Ergebnis in Prozent angibst.

Diese Kennzahl ist wichtig, weil sie dir direkt zeigt, wie gut dein Angebot funktioniert. Wenn deine Conversion Rate hoch ist, passt dein Angebot und deine Website überzeugt neue Besucher. Wenn die Conversion Rate niedrig ist, kommen zwar Besucher auf deine Seite, führen aber keine Aktion aus.
In diesem Fall solltest du prüfen, ob dein Angebot klar ist, die Nutzerführung funktioniert oder ob etwas den Kauf- oder Anfrageprozess erschwert.


4. Traffic-KPIs


Traffic-KPIs zeigen dir, wie viele Besucher auf deine Website kommen und über welche Kanäle sie dorthin gelangen. Sie helfen dir zu verstehen, wie sichtbar dein Unternehmen ist und wie gut deine Marketingmaßnahmen funktionieren.


4.1 Organischer Traffic


Organischer Traffic beschreibt Besucher, die über unbezahlte Suchergebnisse, zum Beispiel bei Google, auf deine Website kommen.
Diese Kennzahl ist wichtig, weil sie zeigt, wie gut deine Website in Suchmaschinen gefunden wird. Kommen viele Besucher über die organische Suche, bedeutet das, dass deine Inhalte gut optimiert sind und zu den Suchanfragen deiner Zielgruppe passen.

Steigt der organische Traffic, ist das ein Zeichen dafür, dass deine SEO-Strategie funktioniert. Sinkt der organische Traffic, kann das darauf hindeuten, dass deine Website schlechter rankt oder sich das Suchverhalten deiner Zielgruppe verändert hat.


4.2 Social-Media-Traffic


Social-Media-Traffic zeigt dir, wie viele Besucher über Plattformen wie LinkedIn, Instagram oder Facebook auf deine Website kommen.
Diese Kennzahl ist wichtig, weil sie dir zeigt, wie gut deine Inhalte in sozialen Netzwerken funktionieren. Kommen viele Besucher von Social Media, bedeutet das, dass deine Beiträge Aufmerksamkeit erzeugen und Interesse wecken.
Ist der Traffic aus Social Media gering, kann das darauf hindeuten, dass deine Inhalte nicht genug Reichweite erzielen oder nicht stark genug sind, um Nutzer zum Klicken zu bewegen.


4.3 Mobile Traffic und Mobile Conversion Rate


Mobile Traffic zeigt dir, wie viele Besucher deine Website über ein Smartphone oder Tablet nutzen. Die Mobile Conversion Rate zeigt zusätzlich, wie viele dieser Besucher auch eine gewünschte Aktion ausführen, zum Beispiel einen Kauf oder eine Anfrage.

Diese Kennzahlen sind wichtig, weil ein großer Teil der Nutzer heute mobil unterwegs ist. Wenn deine Website auf dem Smartphone nicht gut funktioniert, springen Besucher schneller ab oder führen keine Aktion aus.

Eine gute Mobile Conversion Rate zeigt dir, dass deine Website auch auf mobilen Geräten überzeugt und einfach zu bedienen ist. Eine niedrige Rate kann darauf hinweisen, dass Ladezeiten zu lang sind, die Navigation unklar ist oder Inhalte auf dem Handy schlecht dargestellt werden.

Lesetipp: Website-Optimierung: Anleitung, Tipps & Strategien.


5. Web-Analyse-KPIs


Web-Analyse-KPIs helfen dir zu verstehen, wie sich Besucher auf deiner Website verhalten. Du erkennst damit, ob deine Inhalte relevant sind, wie lange Nutzer bleiben und über welche Wege sie auf deine Seite kommen.


5.1 Absprungrate (Bounce Rate)


Die Absprungrate zeigt dir, wie viele Besucher deine Website wieder verlassen,
ohne etwas zu tun. Sie klicken nichts an, wechseln nicht auf eine verlinkte Seite und interagieren nicht mit deinem Inhalt.

Diese Kennzahl ist wichtig, weil sie dir zeigt, ob deine Seite die Erwartungen der Besucher erfüllt:
Eine hohe Absprungrate kann darauf hinweisen, dass etwas nicht stimmig ist, zum Beispiel der Inhalt, das Design oder die LadezeitWenn jemand auf deine Website kommt und direkt wieder geht, war der Inhalt wahrscheinlich nicht passend, nicht interessant oder nicht klar genug.
Eine niedrige Absprungrate zeigt dagegen, dass Besucher sich weiter mit deiner Website beschäftigen und deine Inhalte relevant finden.


5.2 Verweildauer


Die Verweildauer zeigt dir, wie lange Besucher auf deiner Website bleiben. Je länger jemand auf deiner Seite bleibt, desto höher ist in der Regel das Interesse an deinen Inhalten.

Diese Kennzahl ist wichtig, weil sie dir ein Gefühl dafür gibt, wie ansprechend und nützlich deine Inhalte sind. Wenn Besucher schnell wieder gehen, kann das ein Zeichen dafür sein, dass sie nicht finden, wonach sie suchen. Bleiben sie dagegen länger, ist das ein gutes Zeichen dafür, dass deine Inhalte relevant und interessant sind.

Die Verweildauer hilft dir also zu beurteilen, ob deine Website die Aufmerksamkeit der Nutzer halten kann.


5.3 Traffic-Quellen


Die Traffic-Quellen zeigen dir, über welche Kanäle Besucher auf deine Website kommen. Dazu gehören zum Beispiel SuchmaschinenSocial Mediadirekte Zugriffe oder bezahlte Werbung.

Diese Kennzahl ist wichtig, weil sie dir zeigt, welche deiner Marketingmaßnahmen funktionieren und welche nicht. Wenn du weißt, woher deine Besucher kommen, kannst du besser einschätzen, welche Kanäle du weiter ausbauen solltest.

Wenn beispielsweise viele Besucher über Suchmaschinen kommen, bedeutet das, dass deine SEO-Strategie gut funktioniert. Kommen viele Besucher über Social Media, zeigt das, dass deine Inhalte dort gut ankommen.
Die Analyse der Traffic-Quellen hilft dir also dabei, dein Marketing gezielt zu steuern und dein Budget sinnvoll einzusetzen.


6. Kunden- und Markt-KPIs


Kunden- und Markt-KPIs zeigen dir, wie zufrieden deine Kunden sind und wie stabil deine Kundenbasis ist. Sie helfen dir zu verstehen, ob Kunden bei dir bleiben oder ob du sie verlierst.


6.1 Customer Retention Rate


Die Customer Retention Rate zeigt dir, wie viele deiner Kunden über einen bestimmten Zeitraum bei dir bleiben und erneut kaufen oder aktiv sind.

Du berechnest sie, indem du die Anzahl der Kunden am Ende eines Zeitraums sowie die neu gewonnenen Kunden berücksichtigst:

Customer Retention Rate = ((Kunden am Ende – neu gewonnene Kunden) / Kunden am Anfang) × 100

Diese Kennzahl ist wichtig, weil sie dir etwas über die Zufriedenheit und Loyalität deiner Kunden verrät. Bleiben viele Kunden bei dir, spricht das dafür, dass sie mit deinem Angebot zufrieden sind. Eine hohe Retention Rate ist daher ein gutes Zeichen für ein stabiles und nachhaltiges Geschäftsmodell.

Eine niedrige Retention Rate kann darauf hinweisen, dass Kunden nach dem ersten Kauf nicht zurückkehren. Gründe dafür können ein nicht überzeugendes Produkt, schlechter Service oder fehlender Mehrwert sein. In diesem Fall solltest du genau analysieren, warum Kunden abspringen, und gezielt Verbesserungen vornehmen.


6.2 Churn Rate/ Abwanderungsrate


Die Churn Rate zeigt dir, wie viele Kunden dein Unternehmen in einem bestimmten Zeitraum verliert. Sie ist das Gegenstück zur Retention Rate.

Du kannst sie mit folgender Formel berechnen:

Churn Rate = (Anzahl verlorener Kunden / Anzahl der Kunden zu Beginn des Zeitraums) × 100


Diese Kennzahl ist wichtig, weil sie dir zeigt, wie gut du deine Kunden halten kannst. Eine hohe Churn Rate bedeutet, dass viele Kunden abspringen. Das kann langfristig zu Problemen führen, besonders bei Geschäftsmodellen mit regelmäßigen Zahlungen wie Abonnements.

Eine niedrige Churn Rate zeigt dagegen, dass deine Kunden bei dir bleiben und du sie gut bindest. Das ist ein Zeichen für Zufriedenheit und ein funktionierendes Angebot.

Steigt die Churn Rate, solltest du genauer hinschauen. Mögliche Gründe sind unzufriedene Kundenzu hohe Preise oder eine schwache Bindung an dein Unternehmen. Dann ist es wichtig, die Ursachen zu verstehen und gezielt gegenzusteuern.


Fazit: Mit KPI’s verstehen, wo dein Unternehmen steht


KPIs zeigen dir nicht nur, wie dein Unternehmen aktuell dasteht, sondern auch, wo du genauer hinschauen solltest. Sie machen Entwicklungen sichtbar, die du sonst leicht übersehen würdest und geben dir eine klare Grundlage für Entscheidungen. Wenn du deine Kennzahlen regelmäßig prüfst, erkennst du schneller, was funktioniert und was nicht und kannst gezielt darauf reagieren.

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