Quereinsteiger als Chance: So gewinnst du neue Fachkräfte
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Neue Fachkräfte zu finden, wird für viele Unternehmen immer schwieriger. Gleichzeitig möchten viele Menschen beruflich neue Wege gehen. Genau das bietet Chancen für Unternehmen. Quereinsteiger bringen neue Perspektiven, wertvolle Erfahrungen und oft eine hohe Motivation mit.
Mit einer offenen Recruiting-Strategie kannst du deinen Bewerberkreis erweitern und qualifizierte Mitarbeitende gewinnen.
Was sind Quereinsteiger?
Quereinsteiger wechseln in einen Beruf oder eine Branche, für die sie keine klassische Ausbildung haben. Oft bringen sie Erfahrung aus einem ganz anderen Arbeitsumfeld mit.
Das bedeutet aber nicht, dass ihnen wichtige Fähigkeiten fehlen. Im Gegenteil: Viele Kompetenzen lassen sich leicht auf neue Aufgaben übertragen.
Dazu gehören zum Beispiel Fähigkeiten wie:
- Kommunikation
- Organisation
- Kundenorientierung
- Teamarbeit
- Problemlösung
- Digitale Kompetenzen
Mit einer guten Einarbeitung können Quereinsteiger schnell Verantwortung übernehmen.
Vorteile von Quereinsteiger für dein Unternehmen
1. Du erreichst mehr Bewerber
Wenn du nur nach Fachkräften mit einem bestimmten Abschluss suchst, schränkst du deinen Bewerberkreis stark ein. Öffnest du deine Stellen auch für Quereinsteiger, steigt die Zahl möglicher Kandidaten.
Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels kann das ein entscheidender Vorteil sein.
2. Du gewinnst neue Perspektiven
Menschen aus anderen Branchen denken oft anders. Sie hinterfragen bestehende Abläufe und bringen Ideen mit, auf die dein Team vielleicht nicht gekommen wäre. Das kann deine Prozesse sogar verbessern und die Innovation fördern.
3. Du profitierst von hoher Motivation
Ein Berufswechsel ist meist eine bewusste Entscheidung. Viele Quereinsteiger investieren Zeit in Weiterbildungen und möchten sich langfristig entwickeln. Diese Motivation spiegelt sich auch in der Umsetzung ihrer neuen Aufgaben wider.
5 Tipps, wie dein Unternehmen passende Quereinsteiger findet
Der perfekte Lebenslauf ist nicht alles. Viele Quereinsteiger bringen wertvolle Erfahrungen und Fähigkeiten aus anderen Branchen mit. Entscheidend ist, dass sie motiviert sind, Neues zu lernen. Diese fünf Schritte können dir dabei helfen, passende Kandidaten zu finden.
1. Achte auf Fähigkeiten statt auf Abschlüsse
Nicht jede Stelle erfordert einen bestimmten Berufsabschluss. Überlege deshalb, welche Kompetenzen für den Arbeitsalltag wirklich wichtig sind.
Auf diese Fähigkeiten kannst du achten:
- Kommunikationsstärke und Kundenorientierung
- Organisationstalent und selbstständiges Arbeiten
- Projektmanagement und Planung
- Technisches Verständnis oder digitale Kompetenzen
- Lernbereitschaft und Eigeninitiative
Viele dieser Fähigkeiten lassen sich aus anderen Berufen übertragen. So kann beispielsweise eine Person aus dem Einzelhandel auch im Vertrieb oder Kundenservice überzeugen.
2. Formuliere deine Stellenanzeige offen und verständlich
Deine Stellenanzeige entscheidet oft darüber, wer sich bewirbt. Zu viele Anforderungen können geeignete Bewerber abschrecken.
So machst du deine Stellenanzeige attraktiver:
- Schreibe deutlich, dass Quereinsteiger willkommen sind.
- Beschreibe die Aufgaben verständlich und praxisnah.
- Konzentriere dich auf notwendige Fähigkeiten statt auf bestimmte Abschlüsse.
- Zeige, welche Einarbeitung und Weiterbildungen du anbietest.
- Erkläre, welche Entwicklungsmöglichkeiten es im Unternehmen gibt.
Mehr dazu: Dos & Don’ts für erfolgreiche Social-Media-Stellenanzeigen
3. Nutze verschiedene Recruiting-Kanäle
Quereinsteiger suchen oft auf anderen Wegen nach einer neuen beruflichen Chance. Verlasse dich deshalb nicht nur auf klassische Jobbörsen.
Zusätzlich kannst du auch diese Plattformen nutzen:
- Business-Netzwerke wie LinkedIn oder XING
Mehr dazu: LinkedIn Recruiting für KMU: Tipps für mehr Bewerber - Social-Media-Kanäle wie Instagram oder Facebook
Mehr dazu: Social Media Recruiting: So gewinnst du neue Mitarbeiter - Empfehlungen aus dem eigenen Team
- Netzwerke, Veranstaltungen oder regionale Kontakte
Tipp: Gib Einblicke in den Arbeitsalltag und zeige Erfolgsgeschichten von Mitarbeitenden, die selbst als Quereinsteiger gestartet sind.
4. Erkenne Potenzial im Bewerbungsgespräch
Ein Lebenslauf zeigt, welche Erfahrungen jemand bereits gesammelt hat. Im Gespräch erfährst du, was ein Bewerber kann und erreichen möchte.
Achte besonders auf:
- die Motivation für den Berufswechsel
- übertragbare Erfahrungen aus früheren Jobs
- Lernbereitschaft und Eigeninitiative
- die Persönlichkeit und den Teamfit
Tipp: Auch kleine Praxisaufgaben oder Fallbeispiele können dabei helfen, Fähigkeiten besser einzuschätzen.
5. Schaffe klare Erwartungen von Anfang an
Ein erfolgreicher Quereinstieg beginnt mit einer offenen Kommunikation. Sprich von Anfang an darüber, was beide Seiten erwarten.
Dazu gehören zum Beispiel:
- Aufgaben und Verantwortlichkeiten
- der Ablauf der Einarbeitung
- Weiterbildungs- und Entwicklungsmöglichkeiten
- regelmäßige Feedbackgespräche
Je klarer die Aufgaben und Ziele sind, desto leichter gelingt der Einstieg.
So gelingt das Onboarding von Quereinsteigern
Ein erfolgreicher Quereinstieg beginnt nicht am ersten Arbeitstag, sondern bereits mit einer guten Vorbereitung. Auch wenn Quereinsteiger viele Erfahrungen aus anderen Berufen mitbringen, müssen sie sich zunächst in neue Aufgaben, Prozesse und die Unternehmenskultur einfinden.
1. Plane die Einarbeitung im Voraus
Ein klarer Einarbeitungsplan gibt Orientierung und sorgt dafür, dass neue Mitarbeitende Schritt für Schritt in ihre Aufgaben hineinwachsen.
Der Plan sollte unter anderem enthalten:
- Aufgaben der ersten Wochen: Klare, überschaubare Tätigkeiten für den Einstieg
- Ziele und Erwartungen: Verständliche Definition, was in den ersten Wochen erreicht werden soll
- Feste Ansprechpartner: Benennung einer Kontaktperson für Fragen und Unterstützung
- Schulungen: Geplante Trainings zu Tools, Produkten und Abläufen
- Weiterbildungen: Angebote zur fachlichen und persönlichen Entwicklung
- Feedbacktermine: Regelmäßige Gespräche zur Abstimmung des Fortschritts
- Einarbeitungsstruktur: Zeitlicher Ablauf für die ersten Wochen und Monate
2. Stelle einen festen Ansprechpartner zur Seite
Gerade in den ersten Wochen entstehen viele Fragen. Ein erfahrener Kollege oder eine Kollegin kann als Mentor den Einstieg erleichtern und Sicherheit geben.
Ein fester Ansprechpartner sollte dabei unterstützen:
- Fragen beantworten: Schnelle Hilfe bei Unsicherheiten im Arbeitsalltag
- Arbeitsabläufe erklären: Schritt für Schritt einzelne Prozesse zeigen
- Teamintegration fördern: Kontakte zu Kolleginnen und Kollegen herstellen
- Einarbeitung begleiten: Struktur und Orientierung im Tagesgeschäft geben
- Rückfragen klären: Fachliche und organisatorische Themen verständlich erklären
- Feedback geben: Regelmäßige Rückmeldung zu Fortschritten
- Sicherheit vermitteln: Unsicherheiten abbauen und Vertrauen stärken
Mit genügend Unterstützung fühlen sich neue Mitarbeitende wohler und schneller im Unternehmen angekommen.
3. Gib Zeit zum Lernen
Quereinsteiger bringen viele Stärken mit. Trotzdem brauchen sie Zeit, um sich neues Fachwissen anzueignen. Plane deshalb ausreichend Zeit für die Einarbeitung ein und setze realistische Erwartungen.
Du kannst den Lernprozess unterstützen durch:
- Interne Schulungen: Trainings zu Produkten, Prozessen und Tools im Unternehmen
- Online-Kurse: Flexibles Lernen über E-Learning-Plattformen
- Praxiseinsätze: Gemeinsames Arbeiten im Alltag mit erfahrenen Kollegen
- Feedbackgespräche: Regelmäßiger Austausch zu Fortschritten und Fragen
- Einarbeitungsplan (30/60/90 Tage): Strukturierter Ablauf für die ersten Monate
- Wissensdatenbank: Zentrale Sammlung von Informationen und Leitfäden
- Job Shadowing: Mitarbeitende begleiten Kollegen im Arbeitsalltag
- Einstiegsaufgaben: Kleine, klar definierte Aufgaben zum sicheren Start
- Mentoring: Persönliche Begleitung durch erfahrene Mitarbeitende
- Ansprechpartner: Feste Kontaktperson für Fragen im Tagesgeschäft
4. Fördere den Austausch im Team
Ein gelungenes Onboarding endet nicht bei der fachlichen Einarbeitung. Auch die Integration ins Team spielt eine wichtige Rolle.
Binde Quereinsteiger früh in Besprechungen, Projekte und gemeinsame Aktivitäten ein. Eine offene Kommunikation und ein wertschätzender Umgang erleichtern den Einstieg und fördern die Zusammenarbeit.
5. Hole regelmäßig Feedback ein
Ein gutes Onboarding entwickelt sich ständig weiter. Plane deshalb feste Feedbackgespräche ein und frage nach, wie sich neue Mitarbeitende fühlen.
Gemeinsam könnt ihr Folgendes besprechen:
- Was läuft bereits gut?: Positive Erfahrungen und gelungene Schritte im Onboarding
- Offene Fragen: Themen, die noch unklar sind oder mehr Erklärung brauchen
- Unterstützungsbedarf: Bereiche, in denen zusätzliche Hilfe nötig ist
- Arbeitsbelastung: Einschätzung, ob Aufgabenumfang und Tempo passen
- Einarbeitungsfortschritt: Abgleich, ob Ziele im geplanten Tempo erreicht werden
- Verbesserungsvorschläge: Ideen zur Optimierung des Onboarding-Prozesses
Du benötigst Unterstützung bei der Bewerbersuche? Schau gerne bei SELLWERK Jobs vorbei. Wir helfen dir dabei, passende Bewerber für dein Unternehmen zu finden.
Fazit: Quereinsteiger als Chance für dein Unternehmen
Quereinsteiger können dein Unternehmen auf vielen Ebenen bereichern. Sie bringen neue Blickwinkel, vielseitige Erfahrungen und die Bereitschaft mit, sich in neue Aufgaben einzuarbeiten.
Mit einer offenen Recruiting-Strategie und einer guten Einarbeitung kannst du den Einstieg für Quereinsteiger so angenehm wie möglich gestalten. Wenn du ihr Potenzial nutzt und förderst, kannst du neue motivierte Mitarbeitende gewinnen und dein Unternehmen fit für die Zukunft machen.
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