Dos & Don’ts für erfolgreiche Social-Media-Stellenanzeigen
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In diesem Beitrag zeigen wir, welche Kriterien bei der Erstellung von Social-Media-Stellenanzeigen entscheidend sind, worauf du achten solltest und wie du die Chancen auf passende Bewerbungen deutlich erhöhen kannst.
Dos – Das solltest du tun
1. Zentrale Bausteine einer erfolgreichen Social-Media-Stellenanzeige
Unabhängig von Plattform oder Format gibt es vier Inhalte, die in keiner Social-Media-Stellenanzeige fehlen sollten. Sie bilden das Fundament jeder erfolgreichen Anzeige und entscheiden darüber, ob Interessierte weiterlesen oder weiterscrollen.
1.1 Der Jobtitel: Klar, suchbar und verständlich
Der Jobtitel ist oft der erste Kontaktpunkt zwischen deinem Unternehmen und potenziellen Bewerbenden. Er entscheidet maßgeblich darüber, ob die Anzeige überhaupt wahrgenommen wird und ob die richtigen Personen sich angesprochen fühlen.
Worauf du achten solltest:
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Eindeutig und verständlich formulieren: Verwende gängige Berufsbezeichnungen, damit Interessierte die Stelle sofort einordnen können.
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Keine internen Abkürzungen oder zu kreative Titel: Begriffe, die nur im Unternehmen bekannt sind, verwirren und schrecken ab.
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Zusätzliche Orientierung bieten: Angaben wie Senioritätslevel (Junior/Senior), Fachrichtung oder Arbeitszeitmodell (Vollzeit/Teilzeit) helfen Bewerbenden, sich ein genaueres Bild zu machen.
1.2 Das Arbeitgeberprofil: Orientierung und Vertrauen schaffen
Deine Bewerberinnen und Bewerber sollen schnell erkennen, wer hinter der Stellenanzeige steckt. Ein kurzes, authentisches Arbeitgeberprofil weckt Interesse und vermittelt Vertrauen.
Folgende Inhalte solltest du unbedingt angeben:
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Branche und Tätigkeit des Unternehmens: Womit beschäftigt sich dein Unternehmen und welche Aufgaben erfüllt ihr?
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Größe des Unternehmens oder Teamstruktur: Wie groß ist das Team, in dem die neue Mitarbeiterin oder der neue Mitarbeiter arbeiten wird?
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Werte, Arbeitsweise und Kultur: Welche Grundprinzipien prägen eure Zusammenarbeit und Atmosphäre?
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Standort und mögliche Remote-Optionen: Wo befindet sich der Arbeitsplatz, und gibt es Möglichkeiten für Homeoffice oder flexible Arbeitsorte?
Dabei solltest du darauf achten, wirklich konkrete Einblicke zu geben. Je greifbarer du dein Unternehmen beschreibst, desto leichter fällt es Interessierten, sich mit dir zu identifizieren.
1.3 Das Aufgabenprofil: Klarheit statt Floskeln
Das Aufgabenprofil ist einer der wichtigsten Teile einer Stellenanzeige. Bewerberinnen und Bewerber möchten direkt sehen, welche Tätigkeiten sie im Arbeitsalltag erwarten und welche Verantwortung die Position mit sich bringt.
Ein gutes Aufgabenprofil:
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Beschreibt die zentralen Tätigkeiten konkret und verständlich
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Fokussiert sich auf die wichtigsten Aufgaben und vermeidet unnötige Details
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Unterscheidet zwischen Hauptaufgaben und gelegentlichen Zusatzaufgaben, damit klar ist, welche Tätigkeiten regelmäßig anfallen
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Vermeidet vage Begriffe wie „spannende Projekte“, „abwechslungsreiche Aufgaben“ oder „eigenverantwortliches Arbeiten“, ohne diese näher zu erklären
Tipp: Formuliere Aufgaben handlungsorientiert mit aktiven Verben wie „planen“, „umsetzen“, „analysieren“ oder „abstimmen“. So kannst du verdeutlichen, was genau erwartet wird und wie viel Verantwortung die Stelle umfasst.
1.4 Benefits: Ehrlich, relevant und greifbar
Benefits spielen bei der Entscheidung für einen Job eine große Rolle. Damit sie überzeugen, sollten sie ehrlich, konkret und nachvollziehbar beschrieben werden.
Benefits, die Bewerbende besonders interessieren:
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Flexible Arbeitszeiten oder Vertrauensarbeitszeit
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Homeoffice- oder Remote-Möglichkeiten
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Weiterbildungs- und Entwicklungschancen
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Zusätzliche Urlaubstage oder Sonderleistungen
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Gesundheits- oder Mobilitätsangebote
Wichtig: Nenne nur Benefits, die im Arbeitsalltag tatsächlich angeboten und gelebt werden. Schließlich können nicht umgesetzte Versprechen unglaubwürdig wirken und deiner Arbeitgebermarke schaden.
Auch interessant: Social Media Recruiting: So gewinnst du neue Mitarbeiter.
2. Alle relevanten Informationen klar kommunizieren
Auf Social Media überfliegen Nutzer die Inhalte sehr schnell. Damit deine Stellenanzeige dennoch auffällt und gelesen wird, sollten alle wichtigen Informationen auf einen Blick erkennbar sein.
Worauf du achten solltest:
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Kerninformationen deutlich machen: Beschreibe klar, welche Aufgaben auf die neue Mitarbeiterin oder den neuen Mitarbeiter warten, welche Qualifikationen benötigt werden und welche Benefits das Unternehmen bietet.
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Übersichtliche Struktur: Nutze Absätze, Zwischenüberschriften oder Bullet Points, um den Text leicht lesbar zu machen.
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Kurze, prägnante Formulierungen: Lange Fließtexte werden auf Social Media oft übersehen.
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Besonderheiten hervorheben: Zeige, was dein Unternehmen attraktiv macht, zum Beispiel flexible Arbeitszeiten, Weiterbildungsmöglichkeiten, Teamkultur oder besondere Projekte.
3. Authentische und zielgruppenorientierte Sprache
Auf Social Media kannst du einen lockereren, persönlichen Ton wählen, der gleichzeitig professionell wirken sollte. Die Sprache deiner Stellenanzeige sollte zur Unternehmenskultur passen und die richtige Zielgruppe direkt ansprechen.
So kannst du dabei vorgehen:
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Klare und verständliche Formulierungen nutzen, damit die Inhalte schnell erfassbar sind.
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Fachjargon und interne Abkürzungen vermeiden, die Außenstehende nicht verstehen oder abschrecken könnten.
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Persönlichkeit zeigen, zum Beispiel durch eine freundliche Ansprache oder einen motivierenden Ton, ohne unprofessionell zu wirken.
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Zielgruppenorientierung prüfen: Formuliere deine Anzeige so, dass sich Bewerber der gewünschten Qualifikation oder Branche direkt angesprochen fühlen.
4. Employer Value Proposition (EVP) hervorheben
Bewerberinnen und Bewerber sollen direkt erkennen, warum sie gerade in deinem Unternehmen arbeiten sollten und nicht bei einem anderen. Genau hier kommt die Employer Value Proposition (EVP) ins Spiel. Diese beschreibt die besonderen Vorteile, die dein Unternehmen als Arbeitgeber bietet und macht deutlich, welchen Mehrwert Mitarbeiter bei euch erleben.
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Besonderheiten zeigen: Betone, was dein Unternehmen einzigartig macht, zum Beispiel ein starker Teamgeist, flexible Arbeitszeiten, Homeoffice-Möglichkeiten, spannende Projekte oder eine offene Unternehmenskultur.
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Entwicklungsmöglichkeiten aufzeigen: Beschreibe, wie Mitarbeiter sich bei euch weiterentwickeln können, etwa durch Schulungen, Mentoring oder Aufstiegschancen.
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Vorteile klar und greifbar formulieren: Statt allgemeiner Phrasen wie „tolle Arbeitsatmosphäre“ sollten konkrete Beispiele genannt werden, die den Arbeitsalltag oder die Unternehmenskultur erlebbar machen.
5. Klare Handlungsaufforderung (Call-to-Action)
Eine erfolgreiche Social-Media-Stellenanzeige motiviert die Leserinnen und Leser auch, aktiv zu werden. Damit Bewerbende den nächsten Schritt gehen, braucht es einen klaren Call-to-Action (CTA).
So gestaltest du einen CTA richtig:
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Sag deutlich, was zu tun ist: Formulierungen wie „Jetzt bewerben“, „Mehr erfahren“ oder „Kontaktiere uns direkt“ geben eine klare Orientierung.
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Links und Buttons prüfen: Stelle sicher, dass alle Links funktionieren und direkt zur Bewerbungsseite oder zum Formular führen.
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Handlungsanreiz schaffen: Ein gut sichtbarer und klar formulierter CTA erhöht die Chance, dass Interessierte sich wirklich bewerben oder weitere Informationen abrufen.
6. Visuelle Elemente nutzen
Visuelle Elemente machen deine Social-Media-Stellenanzeige auffälliger und erhöhen die Chance, dass sie wahrgenommen wird. Bilder, Grafiken oder kurze Videos helfen dabei, die Botschaft schnell und ansprechend zu vermitteln.
So kannst du Visuals effektiv einsetzen:
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Authentische Fotos verwenden: Zeige deine Mitarbeiter, Teams oder Arbeitsbereiche, um die Unternehmenskultur greifbar zu machen.
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Einheitliches Design: Nutze deine Unternehmensfarben, Schriften und Logos konsequent, damit die Anzeige professionell und wiedererkennbar wirkt.
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Videos und Animationen: Kurze Clips oder animierte Grafiken können komplexe Inhalte anschaulich darstellen und die Aufmerksamkeit zusätzlich steigern.
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Auf Qualität achten: Unscharfe oder überladene Bilder wirken unprofessionell – lieber wenige, dafür hochwertige Bilder einsetzen.
Gut eingesetzte visuelle Elemente sorgen dafür, dass deine Anzeige heraussticht, die Unternehmenskultur transportiert und das Interesse der passenden Bewerber weckt.
7. Mobilfreundliche Inhalte
Die meisten Menschen lesen Social-Media-Beiträge heute über ihr Smartphone. Deshalb ist es besonders wichtig, dass deine Stellenanzeige mobilfreundlich gestaltet ist.
Tipps für mobilfreundliche Anzeigen:
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Kurze Absätze und klare Struktur: Unterteile den Text in gut lesbare Blöcke oder Bullet Points, damit er auf kleinen Bildschirmen schnell erfassbar ist.
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Lesbare Schriftgrößen: Vermeide zu kleine Schriftarten, die auf mobilen Geräten schwer zu lesen sind.
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PDFs oder große Dateien vermeiden: Lange Dokumente sind auf Smartphones umständlich. Biete stattdessen direkt lesbare Inhalte oder verlinkte Formulare an.
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Vorschau testen: Prüfe, wie die Anzeige auf verschiedenen Geräten und Bildschirmgrößen aussieht, bevor du sie veröffentlichst.
Don’ts – Fehler, die du vermeiden solltest
1. Zu lange, unstrukturierte Texte
Auf Social Media scrollen Nutzerinnen und Nutzer sehr schnell. Lange Fließtexte wirken oft abschreckend und gehen leicht unter.
Darauf solltest du achten:
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Kurz und übersichtlich schreiben: Fasse dich auf das Wesentliche und strukturiere die Inhalte klar.
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Bullet Points und Absätze nutzen: So lassen sich Informationen auf einen Blick erfassen.
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Überschriften und Teaser einbauen: Prägnante Zwischenüberschriften und ein kurzer Einstiegstext helfen, die Aufmerksamkeit sofort zu gewinnen und die Leser durch die Anzeige zu führen.
2. Unklare oder irreführende Jobtitel
Allgemeine Titel wie „Mitarbeiter gesucht“ oder „Teamplayer gesucht“ sagen wenig über die Stelle aus und wirken unprofessionell.
So gestaltest du den Jobtitel besser:
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Position und Aufgabenbereich klar beschreiben: Bewerber sollen sofort verstehen, worum es geht.
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Kreative, unklare Titel vermeiden: Begriffe, die nicht sofort verständlich sind, können abschrecken.
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Optional zusätzliche Angaben: Arbeitsort, Fachgebiet oder Level (Junior/Senior) helfen Bewerbern einzuschätzen, ob die Stelle zu ihnen passt.
3. Überfrachtete Anforderungen
Viele Unternehmen erstellen ein „Idealprofil“, das kaum jemand vollständig erfüllt. Das kann Bewerbende abschrecken und dazu führen, dass sich weniger passende Talente bewerben.
So formulierst du Anforderungen besser:
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Auf das Wesentliche konzentrieren: Liste nur die Fähigkeiten und Qualifikationen auf, die wirklich für die Stelle nötig sind.
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Realistische Anforderungen: Stelle sicher, dass die Erwartungen erreichbar sind.
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Muss- und Kann-Kriterien trennen: Du kannst in erforderliche und vorteilhafte Qualifikationen unterscheiden.
Zum Beispiel: „Erforderlich: Erfahrung mit X; Vorteilhaft: Kenntnisse in Y“.
Dadurch fühlen sich mehr Bewerber angesprochen und die Bewerbungsbereitschaft kann steigen.
4. Fachjargon und interne Begriffe
Zu viel branchenspezifischer Jargon oder unternehmensinterne Begriffe können Bewerbende, besonders Quereinsteiger, abschrecken.
So gestaltest du deine Anzeige verständlich:
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Klare, inklusive Sprache verwenden: Formulierungen sollten für alle leicht verständlich sein.
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Begriffe erklären: Erläutere Fachbegriffe oder interne Abkürzungen, die nicht jeder kennt.
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Anzeige prüfen lassen: Lass jemanden außerhalb deines Teams die Anzeige lesen, um sicherzugehen, dass alles nachvollziehbar ist.
5. Fehlende Bewerbungsinformationen
Wenn Bewerbende nicht wissen, wie sie sich bewerben sollen, sinkt die Chance, dass sie überhaupt reagieren.
So kannst du vorgehen:
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Klare Anweisungen geben: Beschreibe Schritt für Schritt, wie der Bewerbungsprozess funktioniert.
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Links und Kontaktdaten prüfen: Stelle sicher, dass alle Verweise korrekt sind und funktionieren.
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Hürde niedrig halten: Ein kurzes Bewerbungsformular oder ein direkter E-Mail-Link erleichtert die Bewerbung und erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass Interessierte sich melden.
6. Übermäßige Gestaltungselemente
Zu viele Emojis, Hashtags oder Effekte können eine Anzeige unübersichtlich und unprofessionell wirken lassen und die Lesbarkeit verringern.
So gestaltest du es besser:
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Visuelle Elemente gezielt einsetzen: Nutze Bilder, Icons oder Grafiken nur, wenn sie die Botschaft unterstützen.
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Hashtags sinnvoll verwenden: Setze sie nur ein, wenn sie die Reichweite der Anzeige tatsächlich erhöhen.
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Einheitliches Branding: Achte auf konsistente Farben, Schriften und Bildsprache. Zu viele unterschiedliche Stile lenken vom Inhalt ab und verwässern die Botschaft.
7. Falsche oder übertriebene Versprechen
Übertreibungen oder falsche Angaben zu Gehalt, Benefits oder Unternehmenskultur können deinem Unternehmen schaden.
So solltest du vorgehen:
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Transparent und ehrlich kommunizieren: Stelle nur dar, was tatsächlich zutrifft.
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Authentizität zeigen: Ehrliche Aussagen stärken die Arbeitgebermarke und schaffen Vertrauen bei Bewerbern.
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Konkrete Beispiele nutzen: Zeige Vorteile anhand realer Arbeitsabläufe oder lasse Mitarbeitende in Testimonials zu Wort kommen.
Schau gerne bei SELLWERK Jobs vorbei. Dort helfen wir dir, die passenden Bewerber für dein Unternehmen zu finden.
Fazit: Mit informativen Stellenanzeigen die richtigen Bewerber finden
SELLWERK
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