Auszubildende finden: 9 Tipps für kleine Unternehmen
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Viele Unternehmen suchen dringend Auszubildende. Gleichzeitig wird es immer schwieriger, junge Talente für eine Ausbildung zu begeistern. Jugendliche informieren sich heute online, vergleichen Arbeitgeber und legen Wert auf authentische Einblicke in den Arbeitsalltag.
Mit einem durchdachten Ausbildungsmarketing kannst du dein Unternehmen sichtbar machen und junge Talente für eine Ausbildung begeistern. In diesem Artikel erfährst du, warum Ausbildungsmarketing so wichtig ist und mit welchen Maßnahmen du passende Azubis finden kannst.
Was ist Ausbildungsmarketing?
Ausbildungsmarketing umfasst alle Maßnahmen, mit denen du junge Menschen auf dein Unternehmen aufmerksam machst und sie für eine Ausbildung begeisterst. Das Ziel ist, passende Bewerber zu gewinnen und dein Unternehmen als attraktiven Ausbildungsbetrieb zu präsentieren.
Jugendliche sollen dein Unternehmen kennenlernen, Vertrauen aufbauen und einen positiven Eindruck gewinnen, bevor sie sich bewerben.
Dazu gehören zum Beispiel:
Eine übersichtliche Karriereseite
Authentische Inhalte auf Social Media
Schulkooperationen
Praktika
Ausbildungsmessen
Erfahrungsberichte von Auszubildenden
Warum wird es immer schwieriger, Auszubildende zu finden?
Viele Unternehmen spüren, dass die Suche nach geeigneten Azubis anspruchsvoller geworden ist. Dafür gibt es verschiedene Gründe.
Viele Jugendliche entscheiden sich heutzutage für ein Studium oder andere Bildungswege. Gleichzeitig konkurrieren Unternehmen stärker um Nachwuchskräfte.
Auch das Informationsverhalten hat sich verändert. Jugendliche suchen Ausbildungsplätze meist online. Sie informieren sich auf Unternehmenswebsites, entdecken Arbeitgeber über Social Media oder lesen Bewertungen. Wer dort nicht präsent ist, wird häufig gar nicht erst wahrgenommen.
9 Tipps, um passende Auszubildende zu finden
Kleine und mittelständische Unternehmen können schon mit einfachen Maßnahmen passende Auszubildende erreichen. Diese 9 Tipps können dir dabei helfen, dein Ausbildungsmarketing gezielt aufzubauen und junge Menschen für dein Unternehmen zu begeistern.
1. Kenne deine Zielgruppe
Wer Jugendliche erreichen möchte, sollte ihre Interessen und Erwartungen kennen. Überlege deshalb, welche Informationen für potenzielle Bewerber wichtig sind.
Viele möchten zum Beispiel wissen:
Arbeitsalltag: Zeige, wie ein typischer Ausbildungstag aussieht und welche Aufgaben im Berufsalltag anfallen.
Betreuung: Erkläre, wer Auszubildende während der Ausbildung begleitet und bei Fragen unterstützt.
Entwicklungsmöglichkeiten: Informiere über Weiterbildungsmöglichkeiten, Zusatzqualifikationen oder die Chancen auf eine Übernahme nach der Ausbildung.
Betriebsklima: Gib Einblicke in die Zusammenarbeit im Team und zeige, welche Unternehmenskultur euch auszeichnet.
Aufgaben: Beschreibe, welche Tätigkeiten Auszubildende übernehmen und welche Fähigkeiten sie dabei entwickeln.
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2. Zeige authentische Einblicke
Junge Menschen möchten keine Werbeversprechen lesen. Sie möchten sehen, wie ihr zukünftiger Arbeitsalltag aussehen könnte.
Nutze deshalb Fotos und Videos aus deinem Unternehmen. Lass Mitarbeitende und Auszubildende zu Wort kommen und zeige realistische Situationen aus dem Arbeitsalltag.
Besonders gut eignen sich:
Ein typischer Arbeitstag: Begleite einen Azubi durch den Tag und zeige, welche Aufgaben, Abläufe und Herausforderungen dazugehören.
Projekte: Gib Einblicke in spannende Projekte, an denen Auszubildende mitarbeiten und Verantwortung übernehmen.
Teamaktionen: Teile Eindrücke von gemeinsamen Veranstaltungen, Ausflügen oder Teamevents und zeige das Miteinander im Unternehmen.
Interviews mit Auszubildenden: Lass deine Azubis erzählen, warum sie sich für dein Unternehmen entschieden haben und wie sie ihre Ausbildung erleben.
Betriebsrundgänge: Stelle Arbeitsplätze, Abteilungen und Ausbildungsbereiche in einem kurzen Video oder einer Bildergalerie vor.
3. Nutze Social Media gezielt
Viele Jugendliche verbringen täglich Zeit auf Plattformen wie Instagram oder TikTok. Dort informieren sie sich auch über potenzielle Arbeitgeber.
Veröffentliche regelmäßig Inhalte, die einen echten Mehrwert bieten.
Das kannst du zum Beispiel umsetzen:
Ausbildungsberufe vorstellen: Erkläre, welche Aufgaben Auszubildende übernehmen, was sie lernen und welche Entwicklungsmöglichkeiten sie nach der Ausbildung haben.
Häufige Fragen beantworten: Beantworte Fragen zur Bewerbung, zum Arbeitsalltag oder zum Ablauf der Ausbildung in kurzen Beiträgen oder Videos.
Einblicke hinter die Kulissen geben: Zeige den Arbeitsalltag, spannende Projekte oder besondere Momente aus deinem Unternehmen.
Mitarbeitende und Azubis vorstellen: Lass dein Team von seiner Arbeit erzählen und gib deinem Unternehmen ein persönliches Gesicht.
Bewerbungsprozess erklären: Zeige Schritt für Schritt, wie Interessierte sich bewerben können und welche Unterlagen benötigt werden.
Mehr dazu findest du hier: Social Media Recruiting: So gewinnst du neue Mitarbeiter
4. Optimiere deine Karriereseite
Deine Karriereseite ist oft der wichtigste Anlaufpunkt für Interessenten. Hier sollten Bewerber schnell alle wichtigen Informationen finden.
Dazu gehören:
Ausbildungsberufe: Stelle alle Ausbildungsberufe mit einer kurzen Beschreibung der Tätigkeiten und Inhalte vor.
Aufgaben und Voraussetzungen: Erkläre, welche Aufgaben Auszubildende übernehmen und welche Kenntnisse oder Interessen hilfreich sind.
Ausbildungsdauer: Informiere darüber, wie lange die Ausbildung dauert und wie sie aufgebaut ist.
Ansprechpartner: Nenne eine Kontaktperson, die Fragen zur Ausbildung oder Bewerbung beantwortet.
Benefits: Zeige, welche Vorteile dein Unternehmen bietet, zum Beispiel Weiterbildungsmöglichkeiten, Zuschüsse oder Teamevents.
Bewerbungsablauf: Erkläre Schritt für Schritt, wie die Bewerbung abläuft und welche Unterlagen benötigt werden.
Häufige Fragen: Beantworte typische Fragen zur Ausbildung, zum Bewerbungsprozess oder zum Ausbildungsstart direkt auf deiner Karriereseite.
Achte außerdem darauf, dass deine Website auch auf Smartphones problemlos funktioniert. Viele Jugendliche informieren sich oder bewerben sich mobil.
5. Schreibe verständliche Stellenanzeigen
Verzichte auf komplizierte Formulierungen und lange Listen mit Anforderungen. Jugendliche wünschen sich klare Informationen und eine einfache Sprache.
Aufgaben: Beschreibe verständlich, welche Tätigkeiten Auszubildende im Arbeitsalltag übernehmen und welche Verantwortung sie schrittweise erhalten.
Ausbildungsinhalte: Zeige, welche Fähigkeiten und Kenntnisse sie während der Ausbildung erwerben und welche Stationen sie durchlaufen.
Vorteile: Stelle Benefits wie Weiterbildungsmöglichkeiten, ein gutes Betriebsklima oder Übernahmechancen übersichtlich vor.
Bewerbungsprozess: Erkläre, welche Unterlagen benötigt werden, bis wann Bewerbungen möglich sind und wie die nächsten Schritte aussehen.
Lesetipp: Dos & Don’ts für erfolgreiche Social-Media-Stellenanzeigen
6. Arbeite mit Schulen zusammen
Schulen sind wichtige Partner bei der Nachwuchsgewinnung. Nutze die Möglichkeit, dein Unternehmen früh vorzustellen.
Geeignete Maßnahmen sind zum Beispiel:
Praktikumsplätze anbieten: Ermögliche Schülerinnen und Schülern, verschiedene Berufe kennenzulernen und erste praktische Erfahrungen zu sammeln.
Betriebsbesichtigungen organisieren: Lade Schulklassen in dein Unternehmen ein und zeige ihnen Arbeitsplätze, Teams und Ausbildungsberufe.
Berufsinformationstage unterstützen: Stelle dein Unternehmen und deine Ausbildungsangebote auf Schulveranstaltungen oder Berufsmessen vor.
Bewerbungstrainings anbieten: Gib Tipps zu Lebenslauf, Vorstellungsgespräch und Bewerbungsunterlagen und unterstütze Jugendliche bei ihrem Berufseinstieg.
Schulprojekte begleiten: Arbeite mit Schulen an praxisnahen Projekten zusammen und gib Einblicke in den Arbeitsalltag deines Unternehmens.
So baust du früh Kontakt zu potenziellen Auszubildenden auf und steigerst die Bekanntheit deines Unternehmens in der Region.
7. Lass deine Azubis zu Botschaftern werden
Wer kann besser von einer Ausbildung berichten als deine eigenen Auszubildenden?
Sie kennen den Bewerbungsprozess und den Arbeitsalltag aus eigener Erfahrung.
Deine Azubis können zum Beispiel:
Fragen auf Ausbildungsmessen beantworten: Berichte aus erster Hand helfen Interessierten, sich ein realistisches Bild von der Ausbildung zu machen.
Inhalte für Social Media erstellen: Lass Auszubildende ihren Arbeitsalltag, Projekte oder besondere Erlebnisse in Fotos oder kurzen Videos zeigen.
Interviews oder Erfahrungsberichte teilen: Persönliche Geschichten auf deiner Website oder in den sozialen Medien schaffen Vertrauen und machen dein Unternehmen nahbar.
Den Arbeitsalltag zeigen: Begleite Auszubildende einen Tag lang und gib Einblicke in typische Aufgaben, Abläufe und das Miteinander im Team.
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8. Nutze Ausbildungsmessen und Praktika
Persönliche Gespräche spielen bei der Berufswahl weiterhin eine wichtige Rolle.
Auf Ausbildungsmessen kannst du direkt mit Jugendlichen und ihren Eltern ins Gespräch kommen. Praktika bieten zusätzlich die Möglichkeit, sich gegenseitig kennenzulernen.
Beide Seiten erhalten so einen realistischen Eindruck und können besser einschätzen, ob die Ausbildung passt.
9. Halte den Bewerbungsprozess einfach
Ein komplizierter Bewerbungsprozess kann Interessenten abschrecken. Gestalte den Ablauf deshalb möglichst unkompliziert.
Mobile Bewerbung: Stelle sicher, dass sich Interessierte auch mit dem Smartphone einfach bewerben können.
Wenige Unterlagen: Verlange nur die Dokumente, die für die Bewerbung wirklich notwendig sind. Weitere Unterlagen kannst du bei Bedarf später anfordern.
Schnelle Rückmeldung: Informiere Bewerber zeitnah über den Eingang ihrer Bewerbung und die nächsten Schritte im Auswahlprozess.
Fester Ansprechpartner: Nenne eine Kontaktperson, die bei Fragen zur Bewerbung oder Ausbildung schnell weiterhilft.
Du benötigst Unterstützung bei der Bewerbersuche? Schau gerne bei SELLWERK Jobs vorbei. Wir helfen dir dabei, passende Bewerber für dein Unternehmen zu finden.
Häufige Fehler im Ausbildungsmarketing
Schon kleine Fehler können dazu führen, dass sich weniger Jugendliche bewerben.
Vermeide deshalb diese typischen Stolperfallen:
Veraltete Karriereseite: Unvollständige Informationen oder alte Stellenangebote wirken unprofessionell und schrecken Interessierte ab.
Unverständliche Stellenanzeigen: Komplizierte Formulierungen oder lange Anforderungslisten können potenzielle Bewerber verunsichern.
Keine Einblicke in den Ausbildungsalltag: Ohne Fotos, Videos oder Erfahrungsberichte fällt es Jugendlichen schwer, sich ein Bild von deinem Unternehmen zu machen.
Lange Reaktionszeiten: Wer nach einer Bewerbung lange auf eine Antwort wartet, bewirbt sich oft bei anderen Unternehmen.
Kaum Präsenz auf Social Media: Wenn dein Unternehmen dort nicht sichtbar ist, wo sich Jugendliche informieren, verschenkst du wertvolles Potenzial.
Keine Ansprechpartner: Fehlt eine Kontaktperson für Fragen, entsteht schnell Unsicherheit und Interessierte brechen den Bewerbungsprozess möglicherweise ab.
Komplizierter Bewerbungsprozess: Lange Formulare oder zu viele geforderte Unterlagen können dazu führen, dass Bewerbungen gar nicht erst abgeschickt werden.
Fazit: Mit Ausbildungsmarketing passende Azubis gewinnen
Mit einem durchdachten Ausbildungsmarketing kannst du deine Chancen erhöhem, passende Auszubildende zu finden. Zeige, was dein Unternehmen ausmacht, gib ehrliche Einblicke in den Arbeitsalltag und mache es Interessierten leicht, sich zu bewerben. Schon kleine Maßnahmen wie eine moderne Karriereseite, aktive Social-Media-Kanäle oder Praktikumsangebote können viel bewirken. Mache dein Unternehmen für Jugendliche attraktiver und gewinne passende Auszubildende.
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