KI-Skills: Wichtige KI-Kompetenzen für deine Mitarbeiter

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KI-Skills: Mitarbeiterin arbeitet im Büro am Computer mit Künstlicher Intelligenz.
KI ist schon heute Teil unseres Arbeitsalltags. Sie kann dabei helfen, Texte zu schreiben, Daten zu analysieren, Routineaufgaben zu erledigen oder neue Ideen zu entwickeln. Damit das wirklich nützlich ist, kommt es auf die Fähigkeiten von dir und deinem Team an. In diesem Artikel erfährst du, wie KI funktioniert, wie du die Ergebnisse richtig einschätzt, kreativ damit arbeitest, Daten sicher nutzt und gut im Team zusammenarbeitest. Wer diese Skills entwickelt, kann KI gezielt einsetzen und wirklich davon profitieren.

Die wichtigsten KI-Kompetenzen für Mitarbeiter


Künstliche Intelligenz kann viel erleichtern, aber damit sie richtig nützt, kommt es auf die richtigen Fähigkeiten von dir und deinem Team an.

1. Grundverständnis von KI: Wissen, was möglich ist


Bevor du KI-Tools einsetzt, ist es entscheidend, ein solides Grundverständnis davon zu haben, wie KI funktioniert und wofür sie wirklich geeignet ist. Das hilft dir, die Technologie sinnvoll zu nutzen und Fehler oder falsche Erwartungen zu vermeiden.

Was KI kann und was nicht

  • Muster erkennen: KI analysiert große Datenmengen und entdeckt Zusammenhänge, die oft schwer sichtbar sind.
  • Vorschläge und Empfehlungen geben: Zum Beispiel Textvorschläge, Layoutideen oder Handlungsempfehlungen auf Basis von Daten.
  • Routineaufgaben automatisieren: Standardisierte Prozesse, wie Datenauswertungen, E-Mail-Vorlagen oder einfache grafische Aufgaben, können beschleunigt werden.

Wichtig: Die KI denkt nicht eigenständig. Sie kann keine kreativen Entscheidungen treffen, eigene Ziele definieren oder Kontext so umfassend verstehen wie ein Mensch. Sie liefert Vorschläge auf Basis der Daten, die sie kennt und kann dabei auch Fehler machen.

Unterschiedliche Arten von KI-Tools

Es gibt nicht „die eine KI“. Unterschiedliche KI-Tools haben unterschiedliche Stärken:

  • Text-KI: Hilft beim Schreiben von E-Mails, Texten, Berichten oder Zusammenfassungen.
  • Bild- und Design-KI: Erstellt Grafiken, visualisiert Konzepte oder generiert kreative Ideen für Präsentationen.
  • Daten- und Analyse-KI: Unterstützt bei Auswertungen, Prognosen oder dem Erkennen von Trends in großen Datenmengen.
  • Assistenz-Tools: Organisieren Termine, strukturieren Informationen oder beantworten Standardfragen.

Du kannst gezielt auswählen, welches KI-Werkzeug für deine Aufgabe am besten geeignet ist.

Grenzen und Risiken

KI ist nicht perfekt und hat klare Grenzen:

  • Sie kann falsche Informationen liefern, besonders wenn Daten unvollständig oder fehlerhaft sind.
  • Sie kann Vorurteile reproduzieren, wenn die Trainingsdaten verzerrt sind.
  • Sie kann Zusammenhänge falsch interpretieren, weil sie keinen „gesunden Menschenverstand“ besitzt.
  • Sie kann sensible Daten unabsichtlich weiterverarbeiten, wenn du nicht auf Datenschutz achtest.

2. Prompt-Kompetenz: Die richtigen Fragen stellen


Die wichtigste Fähigkeit im Umgang mit KI ist, klar zu kommunizieren, also gute Prompts zu formulieren. Die KI liefert nur Ergebnisse auf Basis deiner Eingaben. Je genauer und präziser du bist, desto relevanter und nützlicher werden die Ergebnisse. Prompting ist also quasi die Sprache zwischen dir und der KI.

Tipps, wie du gute Prompts erstellst

  • Formuliere konkrete Fragen: Anstatt „Schreibe einen Bericht“ kannst du es konkreter formulieren:
 „Schreibe einen einseitigen Bericht über die Quartalszahlen mit Fokus auf Umsatzsteigerung und Kundenzufriedenheit.“
 So weiß die KI genau, welches Ziel sie erfüllen soll.
  • Gib Kontext: Je mehr Hintergrundinformationen du lieferst, desto besser kann die KI die Antwort anpassen.
Beispielsweise: „Unser Unternehmen verkauft Softwarelösungen an kleine Unternehmen in Deutschland. Formuliere einen Marketingtext für Social Media, der diese Zielgruppe anspricht.“
  • Definiere das gewünschte Format: Sag der KI, ob du Stichpunkte, eine Tabelle, einen Fließtext oder eine Präsentationsfolie willst.
  • Iteriere und verbessere: Prüfe die Ergebnisse kritisch. Wenn etwas nicht passt, passe den Prompt an. Auch kleine Änderungen können große Unterschiede machen.
  • Spezifiziere Stil und Ton: Du kannst z. B. angeben: „Schreibe sachlich und prägnant“ oder „Formuliere locker und motivierend“.

Warum Prompt-Kompetenz so wichtig ist

Wenn du diese Fähigkeit beherrschst, sparst du viel Zeit und bekommst Ergebnisse, die dir wirklich nützen. Du kannst damit Missverständnisse, Frustration und unnötige Korrekturen verhindern. Wenn du beim Prompting strukturiert und durchdacht vorgehst, kannst du KI gezielt als starken Helfer einsetzen.


3. Kritisches Denken: Ergebnisse bewerten


KI-Ergebnisse sind nicht immer korrekt oder vollständig. Deshalb ist es sehr wichtig, dass du die Ausgaben kritisch prüfst, bevor du sie verwendest.

Worauf du achten solltest:

  • Fakten überprüfen: KI kann falsche oder unvollständige Informationen liefern, besonders bei komplexen oder aktuellen Themen.
Frage dich: „Stimmen die Angaben? Kann ich sie nachvollziehen oder bestätigen?“
  • Logik prüfen: Manchmal wirken Antworten auf den ersten Blick plausibel, enthalten aber Fehler in der Argumentation oder Widersprüche.
  • Relevanz für dein Ziel: KI liefert allgemeine Vorschläge, die nicht immer zu deinem Projekt oder Prozess passen. Prüfe, ob das Ergebnis wirklich das Problem löst, an dem du gerade arbeitest.
  • Bias und Verzerrungen erkennen: KI-Modelle können Vorurteile reproduzieren, die in den Trainingsdaten stecken. Achte darauf, dass keine diskriminierenden oder einseitigen Inhalte entstehen.

Praktische Tipps für den Arbeitsalltag

  • Betrachte KI-Ergebnisse wie Empfehlungen: Sie sind ein Ausgangspunkt und Inspiration, aber sollten nicht als fertiges Endprodukt betrachtet werden.
  • Vergleiche mehrere Varianten: Lass die KI verschiedene Vorschläge generieren und wähle die beste aus.
  • Kombiniere KI mit menschlicher Expertise: Nutze dein Fachwissen, um die Ergebnisse einzuordnen, zu prüfen und gegebenenfalls anzupassen.

Warum kritisches Denken wichtig ist

Du solltest die Ergebnisse hinterfragen, um Fehler, Fehlinformationen und ineffiziente Entscheidungen zu vermeiden.

4. Daten- und Datenschutzkompetenz


KI arbeitet immer mit Daten, sowohl für Texte, Bilder als auch für Zahlen. Deshalb ist es wichtig, dass du weißt, welche Daten du nutzen darfst, wie du sie schützt und welche Regeln gelten. Nur so kannst du KI effizient und gleichzeitig sicher einsetzen.

Welche Informationen dürfen verwendet werden

  • Keine sensiblen Daten eingeben: Persönliche Informationen von Kollegen oder Kunden, vertrauliche Verträge oder interne Strategien sollten niemals ungeschützt in ein KI-Tool eingegeben werden.
  • Nur notwendige Daten nutzen: Überlege immer, welche Informationen wirklich nötig sind, um das gewünschte Ergebnis zu erhalten. So kannst du Risiken minimieren.

Datenschutz und Compliance

  • Rechtliche Vorgaben beachten: Je nach Land gibt es Vorschriften wie die DSGVO, die genau regeln, wie personenbezogene Daten verarbeitet werden dürfen.
  • Tools sorgfältig auswählen: Nutze nur KI-Software, die datenschutzkonform arbeitet und Sicherheitsstandards erfüllt.
  • Auf Protokollierung achten: Manche Tools speichern Eingaben und Ergebnisse. Sei dir bewusst, welche Daten gespeichert werden und wer Zugriff darauf hat.

Sensibler Umgang mit internen Informationen

  • Geschäftsgeheimnisse schützen: Informationen über neue Produkte, strategische Pläne oder interne Prozesse sollten niemals unverschlüsselt in KI-Systeme eingegeben werden.
  • Teamrichtlinien entwickeln: Klare Regeln im Team helfen, Missverständnisse und unbeabsichtigte Datenfreigaben zu vermeiden.


5. Prozessdenken: KI sinnvoll einbauen


KI ist nur dann ein echter Gewinn, wenn sie intelligent in deine bestehenden Arbeitsprozesse integriert wird. Sie soll deine Arbeit nicht ersetzen, sondern dich dabei unterstützen, effizienter und smarter zu arbeiten.

So baust du KI sinnvoll ein

  • Aufgaben identifizieren: Überlege, welche Tätigkeiten wiederkehrend, zeitaufwendig oder fehleranfällig sind.
Beispiele: Datenanalysen, Berichte, Standard-E-Mails, einfache Grafikerstellung oder Terminplanung.
  • KI gezielt einsetzen: Nutze automatisiere Routineaufgaben, um Zeit zu sparen. Achte aber darauf, dass menschliche Expertise immer noch einfließt, besonders bei komplexen Entscheidungen oder kreativen Aufgaben.
  • Mehrwert prüfen: Teste die KI in kleinen Schritten. Finde heraus, wo KI eine Erleichterung ist oder bessere Ergebnisse liefert.
  • Prozesse anpassen: Manchmal müssen Arbeitsabläufe leicht verändert werden, damit KI optimal eingesetzt werden kann.

Praktische Tipps

  • Starte klein: Beginne mit einem Prozess oder einer Aufgabe. Teste die KI dort und erweitere sie Schritt für Schritt.
  • Dokumentiere Erfahrungen: Notiere, was gut funktioniert und wo Probleme auftreten, um deine Prozesse kontinuierlich zu verbessern.
  • Team einbeziehen: Spreche mit Mitarbeitern gemeinsam über Workflows und verteile KI-Aufgaben, um zu testen.

6. Lernbereitschaft: Nie stehen bleiben


KI entwickelt sich rasant. Es kommen ständig neue Tools, Funktionen und Einsatzmöglichkeiten hinzu. Deshalb ist kontinuierliches Lernen entscheidend, um die Technologie sinnvoll und effizient einzusetzen.

Wie du kontinuierlich lernst

  • Neue Tools ausprobieren: Teste regelmäßig neue Funktionen oder KI-Software. Probiere unterschiedliche Tools aus, um ihre Stärken und Grenzen zu verstehen.
  • Schrittweise lernen: Du musst nicht alles auf einmal können. Fange mit den wichtigsten Anwendungen für deinen Alltag an und erweitere dein Wissen Schritt für Schritt.
  • Fehler als Lernchance nutzen: Analysiere, warum etwas nicht funktioniert hat und passe deine Herangehensweise an.

Wissen im Team teilen

  • Erfahrungen austauschen: Sprich mit Kolleginnen und Kollegen über nützliche Tools, Strategien oder erfolgreiche Prompts.
  • Gemeinsame Lernplattformen nutzen: Dokumentiere hilfreiche Tipps und Best Practices, damit alle darauf zugreifen können.
  • Team-Workshops einplanen: Gemeinsames Ausprobieren und Besprechen von KI-Anwendungen stärkt das Wissen im ganzen Team.

Offen für Veränderungen bleiben

  • Alte Prozesse hinterfragen: Überlege regelmäßig, ob sich Arbeitsabläufe durch KI effizienter gestalten lassen.
  • Neues ausprobieren: Hab keine Angst, neue Anwendungen auszuprobieren. Kleine Testphasen können dir helfen, um herauszufinden, wie man am besten Zeit sparen oder bessere Ergebnisse erzielen kann.
  • Fortlaufend anpassen: Da sich KI-Tools ständig weiterentwickeln, solltest auch du deine Kompetenzen und dein Wissen regelmäßig auffrischen.

7. Kreativität und Problemlösung: Menschliche Stärken einbringen


KI kann viele Aufgaben erledigen, aber die Ideen, Kreativität und strategisches Denken kommen nach wie vor von dir. Sie kann Routineaufgaben übernehmen und Vorschläge machen, ersetzt jedoch nicht die menschliche Entscheidungs- und Gestaltungskraft.

So ergänzt KI deine Kreativität

  • Inspiration sammeln: Lass KI Vorschläge generieren, z. B. für Texte, Designs oder neue Lösungsansätze. Nutze diese Vorschläge als Inspiration und entwickle diese weiter.
  • Schnelles Testen von Szenarien: KI kann verschiedene Varianten eines Projekts simulieren oder unterschiedliche Lösungsansätze durchspielen. Dadurch kannst du Zeit sparen und neue Perspektiven gewinnen.
  • Routinearbeiten abgeben: Tätigkeiten wie Datenaufbereitung, Standardberichte oder einfache Grafiken kann die KI übernehmen, sodass du dich auf kreative oder strategisch wichtige Aufgaben konzentrieren kannst.

Praktische Tipps für kreative Arbeit mit KI

  • Kombiniere menschliche und KI-Stärken: KI liefert dir die Vorschläge. Du solltest diese prüfen, ergänzen und entscheiden.
  • Ideen iterativ entwickeln: Nutze die KI, um erste Entwürfe zu erstellen und verfeinere sie Schritt für Schritt.
  • Offen bleiben für neue Perspektiven: KI kann ungewöhnliche Kombinationen oder Ansätze vorschlagen, die du vielleicht selbst nicht bedacht hättest.

8. Zusammenarbeit und Kommunikation: Gemeinsam besser werden

KI kann effizient im Team genutzt werden. Alle, die mit KI-Tools arbeiten, sollten ähnliche Grundkenntnisse haben und sich regelmäßig austauschen. So können alle produktiv zusammen arbeiten und voneinander lernen.

Tipps für erfolgreiche Teamarbeit

  • Erfahrungen teilen: Sprich mit Kolleginnen und Kollegen darüber, welche Tools funktionieren, welche Prompts besonders effektiv sind und welche Stolperfallen es gibt.
  • Gemeinsame Prozesse entwickeln: Arbeite zusammen an Workflows, in die KI sinnvoll integriert wird. So vermeiden alle doppelte Arbeit und profitieren von den besten Vorgehensweisen.
  • Fehler offen besprechen: KI-Ergebnisse sind nicht immer korrekt. Fehler können im Team analysiert und besprochen werden, damit jeder schnell lernt und die Qualität der Arbeit steigt.

Praktische Methoden

  • Team-Workshops: Gemeinsames Ausprobieren von Tools, Analyse von Ergebnissen und Erfahrungsaustausch helfen allen, besser mit KI umzugehen.
  • Best Practices dokumentieren: Halte erfolgreiche Strategien, nützliche Prompts oder hilfreiche Workflows fest, damit das ganze Team darauf zugreifen kann.
  • Rollen verteilen: Verteile KI-Aufgaben wie Analyseaufgaben oder kreative Anwendungen entsprechend der Stärken im Team.

Für hilfreiche KI-Tools zur Unterstützung deines Teams schau gerne auf unserem SELLWERK Marktplatz vorbei.

Fazit: KI als Unterstützung der Mitarbeiter im Arbeitsalltag


KI kann viele Arbeitsprozesse erleichtern, Zeit sparen und neue Ideen bringen, aber sie ersetzt den Menschen nicht. Wer versteht, wie KI funktioniert, die Ergebnisse kritisch prüft, kreativ denkt, sicher mit Daten umgeht und gut im Team zusammenarbeitet, kann die Technologie wirklich sinnvoll für seine Arbeit nutzen. Wenn dein Team diese Fähigkeiten Schritt für Schritt aufbaut, kann die Arbeit effizienter gestaltet werden und dein Unternehmen davon profitieren.

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