Was kostet eine Website für KMU? Preise und Beispiele

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Ein Softwareentwickler arbeitet an mehreren Bildschirmen gleichzeitig und programmiert in einer modernen, professionellen Arbeitsumgebung.

Website-Kosten für den Mittelstand: Preise und Faktoren im Überblick 


Du willst eine neue Website erstellen lassen und hast drei Angebote mit sehr unterschiedlichen Preisen auf dem Tisch: 900 Euro, 6.500 Euro und 24.000 Euro. Alle drei versprechen „eine professionelle Unternehmensseite“, wie du sie brauchst. Aber diese große Preisspanne wirft Fragen auf: Was kostet das Erstellen einer Website wirklich?  

Dieser Ratgeber erläutert, mit welchen Website-Kosten du in verschiedenen Umsetzungsvarianten rechnen kannst und welche Faktoren den Preis nach oben treiben. Außerdem erfährst du, wie du dein Budget so planst, dass am Ende eine Seite entsteht, die tatsächlich Anfragen bringt. Alle Zahlen sind dabei Netto-Richtwerte für den deutschen Markt. 

Website-Kosten im Überblick: von günstig bis individuell 


Die Kosten für eine Website können stark schwanken und hängen von deinen Anforderungen, dem gewählten Umsetzungsweg und dem Funktionsumfang ab. Rechne dabei die laufenden Kosten für Hosting und Pflege von Anfang an mit. Diese Tabelle gibt dir eine erste Orientierung. 
Ansatz  Leistungsumfang  Einmalige Kosten  Laufende Kosten pro Monat  Passt zu 
Website-Baukasten (Wix, Jimdo, Squarespace)  Vorlage, eigene Texte, wenige Seiten  0–500 Euro (eigene Arbeitszeit)  15–40 Euro  Soloselbst-ständigen, Testballon, erster Online-Präsenz 
CMS / WordPress selbst aufgesetzt  Vorlage, eigene Pflege, eigenes Hosting  100–500 Euro (Theme, Plugins)  10–40 Euro 

10–40 Euro 

KMU mit eigenem IT-Know-how im Team 
Freelancer  Vorlage oder individuel-les Design, 3–10 Seiten  800–5.000 Euro  20–60 Euro kleinen Betrieben mit klarem Leistungs-angebot 
Kleine Agentur  individuelles Design, 5–10 Seiten, Basis-SEO  2.500–8.000 Euro  40–120 Euro Handwerk, Kanzleien, Praxen, lokale Dienstleist-ungen 
Agentur  Konzeption, individuel-les Design, SEO-Fundament; im oberen Bereich mehrspra-chig, mit Schnittstell-en oder Karrierebe-reich  5.000–25.000 Euro  50–250 Euro Wachsende KMU mit Vertriebsan-spruch 
Spezialisierte Dienstleist-ung  individuelle Entwick-lung   ab 20.000 Euro  ab 250 Euro Große Seitenmengen, viele Datenquell-en 
Shop-System mit Dienstleist-ung  Online-Shop, je nach Sortiment und Anbindung  5.000–50.000 Euro und mehr  150–800 Euro Handel, produzier-enden Betrieben mit Direktver-trieb 
Die Spannen für die Kosten einer Website liegen weit auseinander. Zwischen einer vorlagenbasierten Homepage für 1.500 Euro und einer strategisch aufgebauten Website für 10.000 Euro liegt kein Preisaufschlag, sondern ein anderer Leistungsumfang: Konzeption, individuelles Design, eigene Texte, SEO-Struktur und Schulung. Welche Variante zu deinem Unternehmen passt, kommt auf das Ziel an, dass du mit der Website verfolgst. 

Ein Hinweis zur Datenlage: Eine amtliche Kosten- und Preisstatistik für Websites gibt es in Deutschland nicht. Auch KfW und Bitkom erheben nur Digitalisierungsausgaben insgesamt. Die Werte in dieser Tabelle beruhen auf veröffentlichten Preisangaben deutscher Agenturen und Freelancer. Nutze sie als Orientierung für den Angebotsvergleich, nicht als Verhandlungsgrundlage. 
Ein Softwareentwickler programmiert an mehreren Bildschirmen in einer modernen digitalen Arbeitsumgebung.

Selbst programmieren vs. Baukasten vs. Agentur: Was kostet das Erstellen einer Website? 


Eine komplett selbst programmierte Website klingt schlank und individualisierbar, ist aber selten die günstigste Wahl. Sobald du Inhalte ohne Dienstleistung ändern willst, brauchst du ein Content-Management-System (CMS). Weltweit laufen weiterhin rund 43 Prozent aller Websites auf WordPress. Entsprechend groß ist der Markt an Fachleuten und die Auswahl an Erweiterungen. 

  • Statisches HTML: günstig im Betrieb, keine CMS-Updates, aber jede Textänderung erfordert eine externe Dienstleistung oder interne Programmierungsexpertise. 

  • WordPress oder TYPO3: flexibel, du pflegst Inhalte selbst, dafür fallen Kosten für Updates und Wartung dauerhaft an. 

  • Headless-Systeme und Single-Page-Applications (SPAs), oft zusammen genutzt: höhere Einstiegskosten, dafür schnelle Ladezeiten und saubere Pflege. Diese Herangehensweise ist sinnvoll ab mehreren Sprachen oder bei vielen Datenquellen.  
Umfang  Typische Kosten (Agentur) Hinweis 
Homepage  1.500–4.000 Euro  eine Seite, ein Ziel, gut für Kampagnen und Landing Pages
5–10 Unterseiten  3.500–8.000 Euro  Standard für lokale Betriebe 
20–50 Unterseiten  8.000–20.000 Euro  Leistungs- und Standortseiten, Blog, Karrierebereich 
mehrere Tausend Seiten  ab 25.000 Euro  Datenbankgetrieben, Templates statt Einzelseiten 
zweite Sprache  plus 20–40 Prozent  Übersetzung, Pflege und Koordination dauerhaft 
Wie diese Systeme technisch funktionieren, erfährst du im Artikel zur Website-Entwicklung.  

Wenn du eine professionelle Website erstellen lassen und dabei die Kosten überblicken möchtest, bietet SELLWERK eine transparente und KMU-freundliche Lösung. 

Website-Baukasten: günstiger Einstieg mit Grenzen 


Ein Baukasten kostet dich 15 bis 40 Euro im Monat und deine Website kann in wenigen Tagen online gehen. Für eine erste Sichtbarkeit reicht das. Über drei Jahre gerechnet, entstehen dabei aber Website-Kosten von 540 bis 1.440 Euro und du besitzt am Ende weder den Quellcode noch eine Seite, die auf deine Prozesse zugeschnitten ist. 

Kritisch wird es auch bei der Suchmaschinen-Optimierung (SEO): Wer über Google gefunden werden will, stößt bei Baukästen schnell an Grenzen. 

Website erstellen lassen: Kosten für Freelancer und Agenturen im Vergleich 


Freelancer berechnen meist 60 bis 120 Euro pro Stunde, Agenturen 80 bis 150 Euro. Der Stundensatz allein sagt wenig aus. Entscheidend ist, wie viele Stunden nötig sind und wer Strategie, Texte und Bilder liefert. 

  • Freelancer: direkter Kontakt, günstiger, ideal bei klar umrissenen Projekten. Risiko: Ausfall bei Krankheit und begrenzte Kapazität für Wartung. 

  • Agentur: Team aus Konzept, Design, Technik und SEO, verlässliche Erreichbarkeit, dokumentierte Prozesse. Dafür höherer Preis und mehr Abstimmungsaufwand. 
 

Praxisbox: 5 Fragen, bevor du ein Angebot unterschreibst 


  • Sind Texte, Bilder und deren Lizenzen im Preis enthalten oder liefere ich das? 

  • Wer besitzt am Ende Quellcode, Domain und Hosting-Zugänge? 

  • Was kostet der Betrieb im zweiten Jahr, aufgeschlüsselt nach Hosting, Wartung und Änderungen? 

  • Wie viele Korrekturschleifen sind eingeschlossen, was kostet jede weitere? 

  • Bekomme ich eine Schulung, damit mein Team Inhalte selbst pflegen kann? 
 
Lass dir die Antworten schriftlich geben. Diese fünf Punkte erklären die meisten Preisunterschiede zwischen zwei scheinbar identischen Angeboten. 

Umfang: Homepage (Onepage), viele Unterseiten oder Mehrsprachigkeit? 


Der Umfang skaliert die Kosten für eine Homepage fast linear, hier am Beispiel von Agenturen:

Diese Positionen bestimmen die Kosten für deine Website 


Ein Angebot für eine Website besteht selten nur aus „Design und Programmierung“, sondern aus einer breiten Sammlung an Leistungen. Allerdings schlüsseln die meisten Anbieter diese Leistungen nicht einzeln auf, sondern bündeln sie in einem Gesamtpaket. Gerade deshalb, solltest du dich konkret erkundigen, welche Elemente enthalten sind. Folgende Leistungen stecken in einem sauber kalkulierten Projekt: 

Strategische Vorarbeit und Konzeption 


Bevor die eigentliche Umsetzung beginnt, sollte eine solide strategische Basis geschaffen werden. Viele unterschätzen diese Phase. Dabei ist sie entscheidend für den Erfolg der Website. 

  • Strategie und Zielgruppenanalyse: Wer soll die Seite nutzen? Welche Anfragen sollen entstehen? Eine fundierte Analyse hilft, die Website auf die Bedürfnisse der Zielgruppe auszurichten und verhindert teure Nachbesserungen. 

  • Wettbewerbs- und Bestandsanalyse: Was leisten vergleichbare Websites? Was funktioniert bei dir bereits? Diese Erkenntnisse fließen in die Konzeption ein. 

Design und User Experience 


Ein professionelles Webdesign ist das Aushängeschild der Website. Schon auf den ersten Blick entscheidet sich, ob Menschen bleiben oder sofort wieder abspringen. 

  • Informationsarchitektur und Navigation: Eine durchdachte Struktur der Seiten und des Menüs sorgt dafür, dass Nutzende schnell finden, was sie suchen. 

  • UX-Konzeption, Wireframes, Prototyp: Bevor das finale Design entsteht, werden Wireframes (Skizzen) und Mockups erstellt, um die Nutzerführung zu optimieren. 

  • UI-Design und Designsystem: Das User Interface und das visuelle Design der gesamten Website – Farben, Schriften, Buttons, Bilder – denkt in wiederverwendbaren Bausteinen statt in Einzelseiten. 

Als Richtwert: Bei einem Website-Projekt entfallen typischerweise 20 bis 30 Prozent des Budgets auf Konzeption und Design. Bei einem 8.000-Euro-Projekt sind das 1.600 bis 2.400 Euro. Ein fertiges Template senkt diesen Posten deutlich, kostet dich aber Unverwechselbarkeit. 

Technische Entwicklung und Umsetzung 


Erst nach dem Design folgt die technische Realisierung. Hier wird aus dem Entwurf eine funktionierende Website. 

  • Technische Entwicklung und CMS-Konfiguration: Die eigentliche Programmierung variiert stark je nach Komplexität. 

  • Projektmanagement und Abstimmung: Ein professionelles Projektmanagement koordiniert alle Beteiligten und stellt sicher, dass sich alle die Zeitpläne einhalten. 

  • Schnittstellen und Integrationen: Die Anbindung an CRM (Programm zum Kundenbeziehungsmanagement), ERP (Unternehmensressourcenplanung), PIM-Systeme (bündelt Produktdaten) oder Zahlungsanbieter erhöht die Komplexität und damit die Kosten der Website erheblich. 

Content und Medien 


Ohne gute Inhalte bleibt auch die schönste Website wirkungslos. 

  • Content-Konzeption und Redaktion: Jede Seite braucht professionelle Texte, die die Zielgruppe ansprechen und für Suchmaschinen optimiert sind. 

  • Bilder, Video, Grafiken und Bildlizenzen: Hochwertige Bilder und Videos sind unverzichtbar. Rechne mit 500–5.000 Euro für professionelle Aufnahmen oder 50–500 Euro für Stockfotos. 

  • Content-Einpflege und Content-Migration: Wenn du von einer alten Website umziehst, müssen Inhalte übertragen, also migriert werden. Dieser Aufwand hängt stark vom Umfang ab. 

SEO, Tracking und rechtliche Aspekte 


Deine Website muss gefunden werden, rechtssicher sein und messbare Ergebnisse liefern. 

  • SEO-Konzeption und Relaunch-Begleitung: Ein Website-Relaunch ohne SEO-Begleitung kann zu massiven Ranking-Verlusten führen. Eine professionelle SEO-Begleitung ist daher unverzichtbar. 

  • Tracking, Consent-Management und Analytics: Google Analytics, Matomo und Cookie-Banner müssen DSGVO-konform eingerichtet werden. 

  • Datenschutz und rechtliche Prüfung: Impressum, Datenschutzerklärung, AGB – rechtliche Texte sind Pflicht. Lässt du diese Texte rechtssicher von einem Anwalt erstellen, kostet das etwa 300 bis 1.500 Euro. Auch Testing und Barrierefreiheit können je nach Zielgruppe und Anforderung relevant sein. 

Schulung und Live-Stellung 


Auch nach der Fertigstellung der Website fallen noch Kosten an: 

  • Schulung der Redaktion: Die Mitarbeitenden müssen lernen, wie sie die Website selbst pflegen können. Auch das kostet. 

  • Dokumentation: Eine technische Dokumentation hilft bei späteren Anpassungen. 

  • Go-live und Hypercare-Phase: In den ersten Wochen nach dem Launch sollte jemand aus dem Programmierungsteam für Notfälle erreichbar sein. Diese Phase ist oft im Projektpreis enthalten. 

Was kostet ein Website-Relaunch? 


Ein Relaunch ist kein neuer Anstrich, sondern meist ein vollständiges Projekt plus Migration. Rechne mit den Kosten einer Neuerstellung und zusätzlich 10 bis 20 Prozent für die Inhaltsübernahme, Weiterleitungskonzept und SEO-Absicherung. Genau dieser Posten wird häufig gestrichen. Dabei ist er die häufigste Ursache für einen Sichtbarkeitseinbruch nach dem Go-live. Details dazu findest du im SELLWERK-Guide zum Website-Relaunch

Sonderaspekt: Vibe Coding 


Websites, die überwiegend per KI-Prompt entstehen, wirken auf dem Papier extrem günstig. In der Praxis fehlen häufig Barrierefreiheit, Datenschutzkonformität, sauberes Tracking und eine wartbare Struktur. Für einen internen Prototyp ist das in Ordnung. Für die Website, über die dein Vertrieb Anfragen bekommt, kalkulierst du besser die Nacharbeit mit ein. Sie kostet oft mehr als eine solide Erstumsetzung. In unserem Artikel erfährst du mehr über Vibe Coding

Laufende Kosten: Betrieb, Wartung und Weiterentwicklung der Website 


Die Erstellung ist ein Projekt, aber der Betrieb eine Daueraufgabe. Realistisch liegen die laufenden Kosten für eine Website je nach Umfang bei 50 bis 250 Euro pro Monat, bei Shops und großen Seiten deutlich darüber. Über fünf Jahre übersteigt der Betrieb damit häufig die Erstellungskosten. 

Hosting, Domain und technische Infrastruktur 


  • Hosting: Je nach Anforderungen zahlst du zwischen 5–15 Euro (Shared Hosting) und 80–500 Euro (Dedicated Server) pro Monat. Managed Hosting mit Backups, SSL und garantierter Verfügbarkeit liegt bei 15 bis 60 Euro. Achte auf einen Serverstandort in der EU. Das erspart dir Diskussionen bei der DSGVO

  • Domain: Eine Standard-Domain (.de, .com) kostet etwa 5–20 Euro pro Jahr. Premium-Domains können mehrere Tausend Euro kosten. 

  • SSL-Zertifikat: Für eine sichere HTTPS-Verbindung benötigst du ein SSL-Zertifikat. Viele Hoster bieten dies kostenlos an, ansonsten fallen ca. 50–200 Euro pro Jahr an. 
 

Wartung, Updates und Support 


  • Technische Wartung: Updates für CMS, Plugins und Themes müssen regelmäßig eingespielt werden. Je nach Frequenz und Zugängen entstehen auch hier Kosten. 

  • Support: Bei technischen Problemen benötigst du schnelle Hilfe. Bei einer externen Erstellung durch Agenturen oder Freelancer ist dieser Support meist für eine gewisse Zeit inbegriffen. 

  • Sicherheits-Monitoring: Regelmäßige Sicherheitschecks schützen vor Hackerangriffen, können aber erhebliche Kosten verursachen. 
 
Ohne Wartungsvertrag sparst du monatlich 30 bis 80 Euro, trägst dafür aber das Risiko, wenn etwas passiert. Ein einziger erfolgreicher Angriff kostet dich für Wiederherstellung, Ausfallzeit und Meldepflichten schnell mehr als ein Wartungsvertrag über mehrere Jahre. 

Weiterentwicklung und Optimierung 


Eine Website ist nie „fertig“. Laufende Optimierungen sind notwendig, um wettbewerbsfähig und auf dem aktuellen technischen Stand zu bleiben: 

  • Content-Updates: Neue Blogbeiträge, Produktseiten oder News zeigen den Suchmaschinen und deiner Zielgruppe, dass deine Website lebt und sich weiterentwickelt. 

  • SEO-Betreuung: Laufende Suchmaschinenoptimierung ist entscheidend für langfristigen Erfolg. 

  • Conversion-Optimierung: A/B-Tests und Usability-Verbesserungen steigern die Umsätze, sind aber eher für Websites mit großen Zielgruppen sinnvoll. 
Zwei Softwareentwickler besprechen gemeinsam Programmcode auf einem großen Bildschirm in einer modernen Büroumgebung.

Schnittstellen, Plugins und Branche: die stillen Preistreiber der Website-Kosten 


Schnittstellen sind der Punkt, an dem Projekte am stärksten auseinandergehen. Eine Anbindung an CRM, ERP, PIM, Bewerbermanagement oder Zahlungsdienstleister kostet je Schnittstelle typischerweise 1.500 bis 8.000 Euro und dauerhaft Pflege, weil beide Systeme sich weiterentwickeln. Kläre früh, welche Systeme bereits laufen und welche Daten wirklich fließen müssen. Jede Schnittstelle, die du nicht brauchst, ist gespartes Geld. 

Plugins wirken kurzfristig günstig und werden langfristig meist teuer. Jede Erweiterung bringt Lizenzkosten, Updatebedarf und eine potenzielle Sicherheitslücke. Außerdem verlangsamen viele Plugins die Website, was das Nutzungserlebnis verschlechtert. Eine schlanke Website mit wenigen, gut gepflegten Plugins ist langfristig günstiger und sicherer als eine überladene Website mit dutzenden Erweiterungen. 

Die Branche spielt indirekt eine Rolle bei den Website-Kosten. Nicht, weil Handwerk günstiger wäre als Maschinenbau, sondern weil sich die Anforderungen unterscheiden: Ein Handwerksbetrieb braucht Leistungsseiten, lokale Sichtbarkeit und ein Kontaktformular. Ein Produktionsbetrieb braucht verifizierte Produktdaten, Datenblätter, oft zwei oder mehr Sprachen. Genau daraus entsteht der Preisunterschied. 

Wie werden Website-Kosten buchhalterisch behandelt? 


Als Orientierung gilt:  

  • Eine extern erstellte Website gilt in der Regel als immaterieller Vermögensgegenstand. Du schreibst sie über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer ab. Üblich sind drei bis fünf Jahre.  

  • Laufende Kosten für Hosting, Domain und Wartung sind sofort abzugsfähig. 

  • Kosten für eine reine Überarbeitung ohne Wesensänderung gelten meist als Erhaltungsaufwand. 
 
Weil die Abgrenzung im Einzelfall knifflig ist, klärst du die Zuordnung am besten mit deiner Steuerberatung ab, noch bevor die erste Rechnung kommt. 

Budgetplanung für dein Website-Projekt: So gehst du vor 


Eine realistische Budgetplanung ist der Schlüssel zum Erfolg. Der Mittelstand in Deutschland hat 2024 laut KfW-Digitalisierungsbericht Mittelstand 2025 insgesamt 23,8 Milliarden Euro für Digitalisierung ausgegeben –mit rückläufiger Tendenz. Allerdings entfällt der größte Teil der Ausgaben auf wenige große Mittelständler. 

Für dich heißt das: Ein durchdachtes Website-Budget ist bereits ein Wettbewerbsvorteil gegenüber der Mehrheit. Und du solltest die Website nicht isoliert planen, sondern als Teil deines gesamten Digitalisierungsbudgets. 

In sechs Schritten zur realistischen Budgetplanung 


  • Ziele festlegen: Was soll die Website erreichen? Mehr Leads, mehr Umsatz, bessere Markenwahrnehmung? Klare Ziele helfen, die richtigen Prioritäten zu setzen. 

  • Anforderungen sammeln und Umfang vordefinieren: Erstelle eine Liste aller gewünschten Funktionen und Inhalte. Priorisiere diese in „Must-have“, „Nice-to-have“ und „Optional“. 

  • Angebote einholen: Hole mindestens drei Angebote von verschiedenen Anbietern ein. Achte darauf, dass alle Angebote auf denselben Anforderungen basieren. 

  • Puffer einplanen: Plane mindestens 10–20 Prozent Puffer für unvorhergesehene Kosten ein. Erfahrungsgemäß entstehen oft zusätzliche Wünsche oder technische Herausforderungen. 

  • Laufende Kosten berücksichtigen: Vergiss nicht die laufenden Kosten für Hosting, Wartung und Weiterentwicklung einzukalkulieren. Diese können sich über die Jahre erheblich summieren. Addiere zu den Kosten für die Erstellung noch die Kosten für 36 Monate Betrieb. Nur so werden Baukasten, Freelancer und Agentur vergleichbar. 

  • Interne Ressourcen einkalkulieren: Berücksichtige auch deine eigene Zeit und die deiner Mitarbeitenden. Ein Website-Projekt bindet oft mehr interne Ressourcen als gedacht. 

Interne Kosten, die fast immer unterschätzt werden 


Auch wenn du extern beauftragst, arbeitet dein Team an der Website mit. Diese Kosten stehen in keinem Angebot: 

  • Projektleitung und Ansprechperson für Rückfragen 

  • Workshops, Abstimmungsrunden und Freigaben 

  • Content-Erstellung: Leistungstexte, Referenzen, Teamfotos 

  • Produktdaten und Preise aufbereiten 

  • Rechtliche Prüfung, Datenschutz, IT-Sicherheit 

  • Einkauf und Vertragsprüfung 

  • Schulungen und Abnahmetests 

Realistischer Ansatz: Bei einem mittelgroßen Projekt binden diese Aufgaben ca. 40 bis 80 interne Arbeitsstunden. Bei einem kalkulatorischen Stundensatz von 60 Euro sind das 2.400 bis 4.800 Euro, die im Budget auftauchen sollten, auch wenn sie auf keiner Rechnung stehen. 

Ein Beispiel: Was kostet eine Homepage für KMU? 


Ein Handwerksbetrieb mit acht Beschäftigten investiert 6.000 Euro in eine Website mit zehn Seiten und lokalem SEO-Fundament, dazu 90 Euro monatlich für Betrieb und Wartung. Nach drei Jahren summiert sich das auf rund 9.240 Euro. 

Bringt die Seite drei zusätzliche Aufträge pro Jahr mit einem durchschnittlichen Auftragswert von 2.500 Euro, ist die Investition im ersten Jahr gedeckt. Genau diese Rechnung solltest du für dein Unternehmen aufstellen. Denn sie ist aussagekräftiger als ein isolierter Angebotsvergleich. 

Woran du erkennst, dass du zu wenig für deine Website ausgibst 


Eine zu günstige Website erkennst du nicht am Preis, sondern an ihrer Wirkung. Diese Warnzeichen sprechen dafür, dass du am falschen Ende gespart hast: 

  • Deine Seite erscheint nicht in den Google-Ergebnissen, wenn du nach deinen Leistungen suchst. 

  • Auf dem Smartphone verrutschen Elemente oder Inhalte sind kaum lesbar. 

  • Bis deine Seite geladen ist, dauert es länger als drei Sekunden. 

  • Du kannst Texte nicht selbst ändern und wartest auf Rückmeldung deines Dienstleisters. 

  • Es gibt keinen klaren nächsten Schritt für Besuchende: kein Formular, keine Telefonnummer, keine Terminbuchung. 

  • Impressum, Datenschutzerklärung oder Cookie-Banner fehlen oder sind nicht aktuell. 

Trifft mehr als ein Punkt zu, kostet dich deine aktuelle Website bereits Geld: nur eben in entgangenen Anfragen statt in Rechnungen. 

Fazit: Website-Kosten sind individuell, aber planbar  


Die Frage „Was kostet es, eine Website erstellen zu lassen?“ lässt sich nicht pauschal beantworten. Die Kosten hängen von zahlreichen Faktoren ab: der Art der Website, dem Funktionsumfang, dem gewählten Umsetzungsweg und den laufenden Betreuungsleistungen. Die Preisspanne reicht von wenigen hundert Euro für einfache Baukasten-Lösungen bis zu fünfstelligen Beträgen für komplexe Unternehmens-Websites. 

Dabei ist auch wichtig: Eine Website ist keine einmalige Investition, sondern ein laufendes Projekt. Neben den Entwicklungskosten sollten KMU auch die späteren Kosten für Hosting, Wartung, Content und Optimierung einplanen. Und auch die internen Kosten für ein Website-Projekt gehören in die Budgetplanung. 

Du möchtest dein Website-Budget realistisch einschätzen, ohne dich durch unzählige Angebote zu arbeiten? SELLWERK begleitet kleine und mittlere Unternehmen von der Anforderungsaufnahme bis zum laufenden Betrieb. Mit SELLWERK PRIME kannst du dir nicht nur eine Website erstellen lassen, sondern sie wird gezielt darauf ausgerichtet, in Suchmaschinen und Branchenverzeichnissen gefunden zu werden, damit aus Sichtbarkeit tatsächlich Anfragen entstehen. 

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