Co‑Working-Spaces für KMU: Definition, Tipps & Vorteile

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Co‑Working-Spaces: Mitarbeiter sitzen mit Laptops an einem Tisch in einem Co‑Working-Space und tauschen sich aus.


Die Art, wie wir arbeiten, hat sich in den letzten Jahren stark verändert. Hybrides Arbeiten, Remote-Teams und flexible Arbeitszeiten sind längst Alltag. Genau hier kommen Co-Working-Spaces ins Spiel. Sie sind nicht einfach nur Büros, sondern Orte, an denen Teams produktiv arbeiten, kreativ Ideen entwickeln und sich gleichzeitig austauschen können. In diesem Artikel erfährst du, wie Co-Working-Spaces funktionieren, welche Ausstattung sie bieten, welche Vorteile sie für dein Team bringen und wie du sie clever nutzen kannst.


Was sind Co-Working-Spaces?

Ein Co-Working-Space ist ein gemeinschaftlich genutzter Arbeitsort, an dem unterschiedliche Personen und Teams unter einem Dach arbeiten, sei es einzeln oder im Team. Die Räume sind in der Regel mit schnellem Internet, Bürotechnik, Besprechungsräumen und oft auch Community-Bereichen ausgestattet. Besonders wichtig: Die Nutzung ist flexibel, z. B. stunden-, tage- oder monatsweise möglich.


Für wen sind Co-Working-Spaces geeignet?

Co-Working-Spaces sind extrem flexibel und damit für viele Teams und Unternehmen interessant. Besonders profitieren:

  • Startups und Gründer: Ihr könnt professionell arbeiten, ohne hohe Investitionen für ein eigenes Büro tätigen zu müssen.

  • Projektteams oder temporäre Gruppen: Teams, die nur für eine bestimmte Projektphase zusammenarbeiten, können kurzfristig Räume und Meetingbereiche buchen.

  • Hybrid- und Remote-Teams: Mitarbeiter, die nicht jeden Tag im Büro sind, können flexibel einen Arbeitsplatz nutzen, ohne lange Mietverträge einzugehen.

  • Kreative Berufe und beratende Dienstleister: Designer, Entwickler, Berater oder Marketingteams profitieren vom Austausch mit anderen Professionals und der inspirierenden Umgebung.

Grundsätzlich eignet sich ein Co-Working-Space für Unternehmen, die Flexibilität, Vernetzung und moderne Arbeitsumgebungen suchen. Wer starre Bürostrukturen vermeiden möchte, findet hier die ideale Lösung.


Welche Ausstattung hat ein Co-Working-Space?

Co-Working-Spaces unterscheiden sich stark in Ausstattung und Leistungsumfang. Je nach Anbieter kannst du alles von einem einfachen Schreibtisch mit Internetanschluss bis hin zu voll ausgestatteten Büros mit High-End-Technik und zusätzlichen Services buchen. Moderne Spaces richten sich an unterschiedliche Bedürfnisse und Teamgrößen, wie z. B. vom Freelancer bis zum Projektteam oder Mittelstandsunternehmen.

1. Arbeitsplätze

  • Flexible Hot Desks: Schreibtische im Open Space, die je nach Bedarf genutzt werden können.

  • Feste Arbeitsplätze: Eigener Schreibtisch, oft mit abschließbarem Container oder Schrank.

  • Private Büros: Einzel-, Zwei-, Drei- oder Mehr-Personen-Büros mit kompletter Infrastruktur.

  • Extras: Whiteboards, Standbildschirme, Besprechungstische direkt am Arbeitsplatz.

2. Technische Infrastruktur

  • Internet: Highspeed-WLAN, teilweise 10 GB oder 5G-Anbindung für schnelle Vernetzung.

  • IT-Sicherheit: Von Standardabsicherung bis zu hochsicheren Netzwerken für vertrauliche Daten.

  • Bürotechnik: Drucker, Scanner, Telefonkabinen, Videokonferenztechnik.

  • Smartbuilding-Technologie: Vernetzte Gebäudeautomation, Zugangskontrolle, Raumklimatisierung per App.

3. Meeting- und Konferenzräume

  • Unterschiedliche Größen und Ausstattung, teilweise zubuchbar nach Bedarf.

  • Geeignet für Team-Meetings, Workshops, Präsentationen oder Kundengespräche.

  • Oft mit moderner Technik wie Beamer, Whiteboards oder Videokonferenzsystemen.

4. Gemeinschaftsbereiche

  • Coffeelounge: Kaffee- und Teezubereitung, Snacks und Kaltgetränke.

  • Food Court: Obst, warme und kalte Snacks, kleinere Mahlzeiten.

  • Relaxzonen: Sofaecken, Dachterrassen oder kleine Lounges zum Entspannen oder informellen Arbeiten.

5. Zusatzangebote und Services

  • Empfang & Serviceleistungen: Postservice, Sekretariatsdienste, ggf. Telefonservice.

  • Events & Networking: Workshops, Community-Events oder Meetups zur Förderung von Austausch und Inspiration.

  • Mobilität: Stellplätze für Auto und Fahrrad, E-Ladestationen, Carsharing-Angebote.

  • Fitness & Freizeit: Tischtennis, Gym, Trainingskurse, teilweise auch Sportflächen im Gebäude.

  • Kinderbetreuung: Einzelbetreuung oder eigene Kita als Unterstützung für Teams mit Familien.


6. Kosten und Preismodelle


Die Preisgestaltung von Co-Working-Spaces ist so vielfältig wie die Spaces selbst. Je nach Anbieter, Standort, Ausstattung und Vertragsmodell können die Kosten variieren. Grundsätzlich kannst du zwischen verschiedenen Modellen wählen:

  • Tages- oder Wochenpässe: Ideal für gelegentliche Nutzung oder projektbezogene Einsätze.

  • Monatliche oder jährliche Mitgliedschaften: Sinnvoll, wenn dein Team regelmäßig im Space arbeitet.

  • Flexible Tarife: Viele Anbieter passen ihre Angebote individuell an die Bedürfnisse der Nutzer an, z. B. bei wechselnder Teamgröße oder unterschiedlichen Nutzungszeiten.


So kannst du Co-Working-Spaces effektiv nutzen

Mit ein paar einfachen Tipps kannst du dafür sorgen, dass dein Team produktiv arbeitet, kreativ bleibt und gleichzeitig die Vorteile der flexiblen Arbeitsumgebung voll ausschöpft:


1. Ziele klar definieren

Bevor ihr einen Co-Working-Space nutzt, solltest du genau wissen, warum ihr ihn nutzten möchtet:

  • Arbeitet dein Team regelmäßig dort oder nur projektbezogen?

  • Braucht ihr den Space vor allem für MeetingsWorkshops oder kreative Sessions?

  • Soll er die Zusammenarbeit fördern oder auch als Rückzugsort für konzentriertes Arbeiten dienen?

Wenn du diese Fragen beantwortest, kannst du den passenden Co-Working-Space auswählen und die Nutzung und Kosten genau planen.


2. Die verschiedenen Raumtypen bewusst einsetzen

Co-Working-Spaces bieten meistens unterschiedliche Arbeitsbereiche, die sich je nach Aufgabe optimal nutzen lassen:

  • Open Space: Ideal, wenn dein Team brainstormen, Ideen austauschen oder gemeinsam an Projekten arbeiten möchte.

  • Quiet Zones / Rückzugsbereiche: Perfekt für konzentrierte Arbeit, Schreibaufgaben oder Analysen, ohne gestört zu werden.

  • Meeting- und Konferenzräume: Nutze sie für Präsentationen, Kundengespräche oder Team-Workshops.

Tipp: Plane im Voraus, wer wann welche Räume nutzt. So findet jeder im Team die passende Umgebung für seine Aufgaben.


3. Routinen und digitale Tools clever kombinieren

Auch wenn Co-Working viel Flexibilität bietet, können klare Abläufe und feste Routinen deinem Team Orientierung geben:

  • Präsenztage festlegen: Legt ein oder zwei feste Tage pro Woche fest, an denen ihr gemeinsam im Co-Working-Space arbeitet. Das erleichtert Absprachen, stärkt den Teamzusammenhalt und schafft Raum für Austausch, der digital oft zu kurz kommt.

  • Buchungstools konsequent nutzen: Reserviere Schreibtische, Meetingräume oder Kreativzonen im Voraus über digitale Kalender oder Buchungssysteme. So weiß jeder im Team, wo gearbeitet wird und es kommt nicht zu unnötigen Überschneidungen.

  • Projektmanagement-Software einsetzen: Nutze digitale Tools, um Aufgaben, Deadlines und Verantwortlichkeiten transparent festzuhalten. So behalten alle auch dann den Überblick, wenn ein Teil des Teams im Homeoffice arbeitet oder zu unterschiedlichen Zeiten im Space ist.


4. Community-Angebote aktiv nutzen

Ein großer Mehrwert von Co-Working-Spaces liegt in der Community. Viele Anbieter organisieren regelmäßig Workshops, Networking-Events oder Skill-Sharing-Sessions, die du gezielt für dein Team nutzen kannst.

  • Teilnahme an Veranstaltungen fördern: Ermutige dein Team, an Workshops oder Vorträgen teilzunehmen. Dort lernen sie neue Arbeitsmethoden, Tools oder Trends kennen, die sich direkt in den eigenen Projekten anwenden lassen.

  • Austausch mit anderen Teams und Freelancern suchen: Im Co-Working-Space treffen Menschen aus unterschiedlichen Branchen aufeinander. Nutze diese Nähe, um Kontakte zu knüpfen, Erfahrungen auszutauschen oder sogar Kooperationen und Partnerschaften aufzubauen.

  • Inspiration im Alltag zulassen: Oft entstehen gute Ideen ganz nebenbei, zum Beispiel bei Gesprächen in der Lounge, beim gemeinsamen Kaffee oder beim Mittagessen. Kurze, informelle Brainstormings mit anderen Nutzern können neue Perspektiven eröffnen und festgefahrene Denkweisen auflockern.


5. Flexibilität bewusst einplanen

Der größte Vorteil von Co-Working ist die Flexibilität. Diese kannst du gezielt nutzen:


  • Arbeitsformen gezielt kombinieren: Nutze ruhige Bereiche für konzentrierte Aufgaben, Meetingräume für Abstimmungen und offene Zonen für kreative Zusammenarbeit. So bekommt jede Aufgabe den passenden Rahmen.

  • Arbeitsplätze flexibel wechseln: Nicht jeden Tag am gleichen Platz zu sitzen, kann helfen, den Kopf freizubekommen. Unterschiedliche Bereiche fördern neue Blickwinkel und bringen frische Energie in den Arbeitsalltag.

  • Präsenz sinnvoll planen: Entscheide projektabhängig, wann es wichtig ist, dass alle gemeinsam im Co-Working-Space arbeiten – etwa für Workshops, Kick-offs oder intensive Abstimmungen – und wann Homeoffice oder andere Arbeitsorte besser geeignet sind.

  • Auf individuelle Bedürfnisse eingehen: Manche Aufgaben erfordern Austausch, andere Ruhe. Co-Working ermöglicht es, beides zu berücksichtigen und den Arbeitsort an die jeweilige Situation anzupassen.


  • Dein Co-Working-Space kann so zu einem Ort werden, der Kreativität, Produktivität und Zusammenarbeit gleichermaßen fördert.

    Auch interessant: Moderne Büros in KMUs: Produktivität & Kreativität steigern.

    Vorteile von Co-Working-Spaces für Teams

    Co-Working-Spaces bieten Unternehmen und Teams zahlreiche Vorteile, die über die reine Bereitstellung eines Arbeitsplatzes hinausgehen. Die wichtigsten Punkte im Überblick:


    1. Flexibilität und Skalierbarkeit

    Co-Working-Spaces geben deinem Unternehmen und deinem Team die Freiheit, Arbeitsplätze nach Bedarf zu wählen:

    • Flexible Tarife statt langfristiger Mietverträge

    • Arbeitsplätze, Büros oder Meetingräume je nach Projektphase

    • Schnelle Anpassung an Mitarbeiter- oder Teamgröße


    2. Professionelle Infrastruktur ohne Aufwand

    Die meisten Co-Working-Spaces sind voll ausgestattet:

    • High-Speed-Internet

    • Ergonomische Möbel

    • Drucker, Scanner und Konferenztechnik

    • Oft auch Empfangs- und Serviceleistungen


    3. Gemeinschaft, Austausch und neue Impulse

    Ein zentraler Vorteil von Co-Working liegt in der Community:

    • Menschen aus unterschiedlichen Branchen können nebeneinander arbeiten

    • Neue Kontakte können zu WissenstransferKooperationen oder neuen Ideen führen

    • Teams, die sonst wenig Austausch haben, profitieren von kreativen Impulsen und neuen Perspektiven


    4. Motivation und Produktivität

    Die strukturierte Umgebung eines Co-Working-Spaces unterstützt dein Team dabei, konzentriert und motiviert zu arbeiten:

    • Weniger Ablenkung als im Homeoffice

    • Gemeinsames Arbeiten steigert Engagement und Fokus

    • Professionelle Ausstattung erleichtert die Umsetzung von Projekten


    5. Balance zwischen Arbeit und Leben

    Co-Working-Spaces helfen, eine gesunde Trennung von Berufs- und Privatleben zu schaffen:

    • Der Arbeitsort ist klar vom Zuhause getrennt

    • Flexible Öffnungszeiten ermöglichen individuelle Arbeitszeiten

    • Viele Angebote fördern eine ausgewogene Work-Life-Balance

    • Das reduziert Stress, steigert die Zufriedenheit und sorgt für motivierte Mitarbeiter.


    Weiterer Lesetipp: New Work – Ein Erfolgskonzept für den Mittelstand?

    Fazit: Co-Working-Spaces als Möglichkeit für Zusammenarbeit und Produktivität

    In einem Co-Working-Space kannst du flexibel arbeiten, dich mit anderen austauschen und neue Ideen entwickeln. Co-Working kann den Arbeitsalltag einfacher machen und frische Impulse bringen. Für Unternehmen, die flexibel arbeiten und gleichzeitig ein gutes Miteinander fördern möchten, sind Co-Working-Spaces daher eine tolle Gelegenheit, die richtig genutzt, viel bewegen kann.

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