Dayparting in Google Ads: So nutzt du dein Budget besser
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Viele Unternehmen schalten Werbung über Google Ads und geben dabei jeden Tag viel Budget aus. Doch oft läuft die Werbung auch dann, wenn kaum jemand reagiert.
Genau hier kommt Dayparting ins Spiel: Du bestimmst selbst, wann deine Anzeigen laufen sollen. So kannst du dein Budget genau dann einsetzen, wenn deine Zielgruppe wirklich aktiv ist und eher klickt oder kauft.
In diesem Artikel zeigen wir dir Schritt für Schritt, wie das funktioniert und wie du es einfach umsetzen kannst.
Was ist Dayparting?
Dayparting (auch „Anzeigenzeitplanung“) bedeutet, dass du deine Werbeanzeigen zu bestimmten Zeiten schaltest, also zum Beispiel nur morgens, mittags oder abends und nicht den ganzen Tag durchgehend.
Statt dein Budget rund um die Uhr zu verbrauchen, entscheidest du bewusst, wann deine Anzeigen sichtbar sind.
Ziel ist es, das Werbebudget genau dann einzusetzen, wenn die Zielgruppe aktiv ist und die höchste Wahrscheinlichkeit für Klicks und Käufe besteht.
So wird Dayparting typischerweise genutzt:
- Gute Zeiten stärker nutzen: Zeiten, in denen viele Kunden reagieren, bekommen mehr Budget
- Schwache Zeiten reduzieren oder ausschalten: Zeiten ohne gute Ergebnisse werden weniger oder gar nicht genutzt
- Gebote je nach Uhrzeit anpassen: Zu guten Zeiten wird mehr geboten, zu schlechten weniger
Vorteile von Dayparting im Google Ads Budget
Dayparting in Google Ads sorgt dafür, dass dein Budget gezielt zu den besten Zeiten eingesetzt wird. Das kann folgende Vorteile haben:
- weniger Kosten in schwachen Zeiten
- mehr Conversions bei gleichem Budget
- bessere Budgetausnutzung
- Fokus auf Zeiten mit hoher Kaufwahrscheinlichkeit
Demnach kannst du dein Budget gezielter ausgeben und die Performance deiner Kampagnen steigern.
So funktioniert die Budgetoptimierung mit Dayparting
Schritt 1: Datenanalyse als Grundlage
Bevor du Änderungen an deinen Kampagnen vornimmst, brauchst du eine solide Datenbasis.
1. Analyse des Nutzerverhaltens
Bevor du startest, solltest du verstehen, wann deine Zielgruppe wirklich aktiv ist. Eine wichtige Grundlage dafür sind Daten aus deinem Analyse-Tool sowie deinem Google Ads Konto und idealerweise auch aus weiteren Tracking-Tools.
Schau dir dabei an:
- Wann deine Nutzer am häufigsten auf deine Website kommen
- Zu welchen Zeiten sie besonders aktiv sind
- Wie sich ihr Verhalten über den Tag und die Woche verändert
Wichtige Kennzahlen dabei sind:
- Sitzungsdauer
- Absprungrate
- Conversion Rate nach Uhrzeit und Wochentag
Das kann dir zusätzlich helfen:
- Kundenfeedback oder Support-Anfragen auswerten
- typische Kontaktzeiten deiner Kunden prüfen
- Branchen-Benchmarks und Erfahrungswerte vergleichen
2. Ermittlung der besten Zeitfenster
Im nächsten Schritt kannst du deine bisherigen Kampagnendaten analysieren.
Besonders wichtig sind:
- Klickrate (CTR): Wie oft werden deine Anzeigen im Verhältnis zu Impressionen angeklickt?
- Conversion Rate: Wie viele Klicks werden tatsächlich zu Kunden oder Anfragen?
- Cost per Conversion (CPA): Wie viel kostet dich eine einzelne Conversion?
Achte darauf, wann deine Kampagnen über mehrere Wochen hinweg konstant gut performen. Diese Zeitfenster sind oft deine wertvollsten Werbezeiten.
Zusätzlich kann sich ein Blick auf den Wettbewerb lohnen:
- Wann sind deine Mitbewerber besonders aktiv?
- Gibt es Zeiten mit weniger Konkurrenz?
Am Ende solltest du deine Erkenntnisse übersichtlich dokumentieren, zum Beispiel in einer Tabelle nach Tagen und Uhrzeiten.
3. Klare Ziele festlegen
Bevor du Dayparting aktiv einsetzt, solltest du genau definieren, was du erreichen willst.
Mögliche Ziele sind zum Beispiel:
- mehr Conversions in bestimmten Zeitfenstern
- niedrigere Kosten pro Conversion
- mehr Website-Traffic zu definierten Zeiten
- bessere Budgetkontrolle im Tagesverlauf
Dein Ziel bestimmt, wie du deine Zeitfenster später strukturierst:
- Fokus auf Conversions → starke Zeiten priorisieren
- Fokus auf Reichweite → breitere Ausspielung
- Fokus auf Effizienz → schwache Zeiten reduzieren
Schritt 2: Anzeigenzeitplan erstellen
Nachdem du die Leistungsdaten analysiert hast, kannst du in Google Ads einen Anzeigenzeitplan anlegen. Damit legst du fest, an welchen Tagen und zu welchen Uhrzeiten deine Anzeigen ausgespielt werden sollen.
Die Einrichtung erfolgt direkt auf Kampagnenebene.
So erstellst du einen Anzeigenzeitplan:
- Öffne die gewünschte Kampagne in Google Ads.
- Klicke im linken Menü auf Einstellungen.
- Wähle den Bereich Anzeigenzeitplan.
- Klicke auf + Zeitplan hinzufügen.
- Definiere die gewünschten: Wochentage, Uhrzeiten
Beispiel
Angenommen, deine Daten zeigen, dass deine Anzeigen besonders gut von Montag bis Freitag zwischen 8:00 und 18:00 Uhr performen. Dann kannst du genau dieses Zeitfenster als Anzeigenzeitplan festlegen.
Außerhalb dieser Zeiten werden deine Anzeigen nicht ausgeliefert. Dein Budget wird also nur dann eingesetzt, wenn die Wahrscheinlichkeit für Conversions am höchsten ist.
Schritt 3: Zeitfenster strategisch festlegen
Nachdem du deine Leistungsdaten ausgewertet hast, geht es darum, die einzelnen Zeitfenster sinnvoll zu bewerten. Nicht jede Stunde des Tages ist gleich wertvoll. Deshalb kannst du deine Anzeigenzeiten in drei Kategorien einteilen. Durch die Kategorisierung deiner Zeitfenster erkennst du sofort, wann dein Budget am effektivsten eingesetzt wird.
1. Hochleistungszeiten
Das sind die Zeiträume, in denen deine Kampagne besonders gute Ergebnisse erzielt.
Typische Merkmale:
- hohe Conversion Rate
- niedrige Kosten pro Conversion
- überdurchschnittlicher ROAS oder CPA
In diesen Zeitfenstern lohnt es sich, dein Budget zu konzentrieren. Du kannst die Anzeigen uneingeschränkt ausspielen oder die Gebote sogar erhöhen, um noch mehr Reichweite und Conversions zu erzielen.
2. Standardzeiten
Diese Zeiträume liefern solide Ergebnisse, ohne besonders stark oder schwach zu sein.
Typische Merkmale:
- durchschnittliche Conversion Rate
- stabile Kosten pro Conversion
- konstantes Suchvolumen
Hier kannst du deine Anzeigen ganz normal weiterlaufen lassen, ohne zusätzliche Anpassungen vorzunehmen.
3. Niedrigleistungszeiten
In diesen Zeitfenstern ist die Performance deutlich schwächer.
Typische Merkmale:
- niedrige Conversion Rate
- hohe Kosten pro Conversion
- viele Klicks ohne relevante Ergebnisse
Diese Zeiten kannst du entweder mit niedrigeren Geboten versehen oder vollständig aus dem Anzeigenzeitplan ausschließen.
Schritt 4: Gebotsanpassungen nutzen
Du musst schwache Zeitfenster nicht zwangsläufig komplett ausschließen. In vielen Fällen ist es sinnvoller, die Ausspielung über Gebotsanpassungen zu steuern. So bleibt deine Kampagne flexibel und du gibst dem Algorithmus weiterhin wertvolle Daten.
In Google Ads kannst du für bestimmte Tage und Uhrzeiten festlegen, ob deine Gebote erhöht oder reduziert werden sollen.
So funktionieren Gebotsanpassungen
Mit einer Gebotsanpassung bestimmst du, um wie viel Prozent dein Standardgebot zu einer bestimmten Uhrzeit verändert wird.
Beispiele:
- +20 % bis +50 % in besonders starken Zeitfenstern
- -10 % bis -70 % in schwächeren Zeiten
Das bedeutet:
- In leistungsstarken Zeiträumen bietet Google stärker, um mehr Impressionen und Klicks zu erzielen.
- In schwächeren Zeiträumen werden deine Anzeigen weiterhin ausgespielt, aber mit geringerer Priorität.
Ein einfaches Beispiel zur Veranschaulichung:
Angenommen, deine Kampagne erzielt abends zwischen 18:00 und 21:00 Uhr besonders gute Ergebnisse. Dann kannst du für dieses Zeitfenster eine Gebotsanpassung von +30 % festlegen.
Zwischen 0:00 und 6:00 Uhr ist die Performance dagegen deutlich schwächer. Hier könntest du die Gebote um -60 % reduzieren.
So investierst du automatisch mehr Budget in profitable Zeiten und weniger in ineffiziente Zeiträume.
Vorteile gegenüber einer vollständigen Abschaltung
Gebotsanpassungen bieten deutlich mehr Flexibilität als das komplette Pausieren von Anzeigen:
- Deine Kampagne bleibt kontinuierlich aktiv.
- Google sammelt weiterhin Daten.
- Potenzielle Conversions außerhalb deiner Hauptzeiten gehen nicht vollständig verloren.
- Der Algorithmus kann stabiler arbeiten.
Tipp: Beginne mit moderaten Anpassungen von 10 bis 30 Prozent und beobachte die Entwicklung über ein paar Wochen. Auf dieser Grundlage kannst du die Gebotsanpassungen schrittweise optimieren.
So nutzt du dein Budget deutlich effizienter, ohne das Potenzial einzelner Zeitfenster vorschnell auszuschließen.
Schritt 5: Testen und kontinuierlich optimieren
Das Nutzerverhalten verändert sich ständig, abhängig von Saison, Wochentagen, Feiertagen oder geänderten Suchgewohnheiten. Deshalb solltest du deine Anzeigenzeitpläne regelmäßig überprüfen und anpassen.
Best Practices für die laufende Optimierung:
1. Mindestens 2 bis 4 Wochen Daten sammeln
Bevor du neue Entscheidungen triffst, solltest du ausreichend Daten sammeln. So vermeidest du voreilige Anpassungen auf Basis einzelner Ausreißer.
2. Überprüfe in Google Ads in festen Abständen
- Conversion Rate
- Kosten pro Conversion
- Klick- und Conversion-Volumen
- ROAS oder CPA
3. Zeitpläne saisonal anpassen
Besondere Ereignisse wie Feiertage, Ferien oder saisonale Verkaufsspitzen können das Nutzerverhalten stark beeinflussen. Du kannst deine Anzeigenzeiten entsprechend anpassen.
Tipp: Plane einen festen Termin ein, um deine Dayparting-Strategie regelmäßig zu überprüfen, zum Beispiel einmal pro Monat. So erkennst du frühzeitig Veränderungen und kannst dein Budget kontinuierlich optimieren.
Häufige Fehler beim Dayparting
In der Praxis können einige Fehler passieren, die dazu führen, dass Kampagnen Potenzial verschenken:
1. Zu kleine Datenbasis für Entscheidungen
Einer der häufigsten Fehler ist, den Anzeigenzeitplan auf Basis von zu wenigen Daten anzupassen.
Wenn du nur einige wenige Conversions oder wenige Tage an Daten analysierst, können einzelne Ausreißer dein Ergebnis verfälschen.
Tipp: Warte, bis du mindestens zwei bis vier Wochen aussagekräftige Daten gesammelt hast, bevor du größere Änderungen vornimmst.
2. Zu starke Einschränkung der Laufzeiten
Viele Werbetreibende schließen schwächere Zeitfenster sofort vollständig aus. Dadurch kann es passieren, dass potenzielle Conversions verloren gehen und der Google-Algorithmus weniger Daten erhält.
Oft ist es sinnvoller, die Gebote zunächst zu reduzieren, statt die Anzeigen komplett zu deaktivieren.
Tipp: Teste zunächst moderate Gebotsanpassungen, bevor du ganze Zeiträume ausschließt.
3. Conversion-Verzögerungen nicht berücksichtigen
Nicht jede Conversion findet direkt nach dem Klick statt. Besonders bei erklärungsbedürftigen Produkten oder Dienstleistungen kann es mehrere Stunden oder Tage dauern, bis ein Nutzer eine Anfrage stellt oder einen Kauf abschließt.
Wenn du nur den Zeitpunkt der Conversion betrachtest, kann die tatsächliche Wirkung einzelner Zeitfenster falsch bewertet werden.
Tipp: Berücksichtige Conversion-Pfade und analysiere die Daten über einen ausreichend langen Zeitraum.
4. Fehlende regelmäßige Anpassung
Das Nutzerverhalten kann sich verändern, etwa durch saisonale Schwankungen, Feiertage oder geänderte Marktbedingungen.
Empfehlung: Analysiere deine Zeitpläne mindestens einmal im Monat und passe sie bei Bedarf an.
Fazit: Mit Dayparting dein Budget zur richtigen Zeit einsetzen
Dayparting ist eine gute Möglichkeit, dein Google-Ads-Budget besser zu nutzen. Durch die gezielte Steuerung der Anzeigenschaltung konzentrierst du dich auf die Zeiten, in denen sie wirklich etwas bringt.
Wenn du regelmäßig schaust, wann deine Anzeigen gut funktionieren und deine Zeiten entsprechend anpasst, kannst du unnötige Kosten vermeiden und mehr aus deinem Budget herausholen.
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